03. August 2022 / 12:24 Uhr

Premier League bestätigt: Kniefall gegen Rassismus künftig nur noch bei ausgewählten Spielen

Premier League bestätigt: Kniefall gegen Rassismus künftig nur noch bei ausgewählten Spielen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Kniefall als Zeichen gegen Rassismus wie hier vor der Partie West Ham Unied gegen Manchester United im September 2021 gehörte inzwischen zum bekannten Bild bei Partien der Premier League. Künftig soll die Geste nur noch bei ausgewählten Spielen gezeigt werden.
Der Kniefall als Zeichen gegen Rassismus wie hier vor der Partie West Ham Unied gegen Manchester United im September 2021 gehörte inzwischen zum bekannten Bild bei Partien der Premier League. Künftig soll die Geste nur noch bei ausgewählten Spielen gezeigt werden. © IMAGO/Mike Egerton/PA Images
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Die Spieler aus der englischen Premier League wollen künftig vor den Spielen weitestgehend auf den Kniefall als Zeichen gegen Rassismus verzichten. Die Liga teilte am Mittwoch mit, die Spieler würden bei ausgewählten Partien auf die Knie gehen, "um die anhaltende Anti-Diskriminierungs-Botschaft hervorzuheben".

Die Fußballer der englischen Premier League werden in Zukunft nicht mehr vor jedem Liga-Spiel auf die Knie gehen, um gegen Rassismus zu protestieren. Demnach soll es den symbolischen Kniefall vor dem Anpfiff nur noch bei ausgewählten Partien geben, etwa bei den Endspielen im FA Cup und im Ligapokal, "um die anhaltende Anti-Diskrimierungs-Botschaft hervorzuheben". Dies teilte die Premier League am Mittwoch mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Times. Die Kapitäne der Premier-League-Klubs hätten ihr Engagement im Kampf gegen Rassismus und alle Formen der Diskriminierung bekräftigt, hieß es.

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Laut Mitteilung der Liga ist auch für den Eröffnungsspieltag, der am kommenden Wochenende stattfindet, sowie im Rahmen von Aktionsrunden im Oktober und im März, bei den Partien am Boxing Day (26. Dezember) und am letzten Spieltag vorgesehen, dass die Spieler auf die Knie gehen. Man unterstützte die Entscheidung der Spieler, hieß es ferner.

Einzelne Spieler wie Wilfried Zaha von Crystal Palace hatten sich in der Vergangenheit bereits gegen die Geste ausgesprochen. Der Nationalspieler der Elfenbeinküste, der selbst häufig Opfer rassistischer Beleidigungen ist, hatte sich als einer der ersten geweigert, vor dem Spiel zu knien. Er kritisierte die Geste als "bedeutungslose Scharade".

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