30. Juni 2020 / 07:34 Uhr

Zur neuen Premier-League-Saison: FA-Boss plant für Zuschauer-Rückkehr ab September

Zur neuen Premier-League-Saison: FA-Boss plant für Zuschauer-Rückkehr ab September

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FA-Boss Mark Bullingham hofft, schon im September wieder Spiele vor Fans auszutragen.
FA-Boss Mark Bullingham hofft, schon im September wieder Spiele vor Fans auszutragen. © Getty Images/imago images/Action Plus (Montage)
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Noch sind in der Premier League nur Geisterspiele erlaubt. Doch nach einem Vorstoß von FA-Boss Mark Bullingham könnten Liverpool und Co. in England schon ab September wieder vor Fans auflaufen. Aktuell führe man darüber Gespräche, sagte Bullingham.

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Die Bundesliga-Saison ist nach dem Re-Start beendet, auch in der britischen Premier League tragen die Teams nach der Corona-Zwangspause inzwischen die letzten Spiele der Saison aus. Noch finden die Spiele in den größeren europäischen Wettbewerben aber als Geisterspiele statt. In Großbritannien wird jetzt aber offenbar schon wieder daran gearbeitet, Fans zurück in die Stadien zu bringen: "Wenn wer in Richtung September blicken, hoffen wir, dass sich unser Land in einer ganz anderen Situation befindet und dass wir an einem Punkt auch wieder Zuschauer dabei haben", sagte der Chef des englischen Fußballverbands FA, Mark Bullingham.

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Man befasse sich mit mehreren Szenarien zur Rückkehr von Zuschauern. "Wir lassen sogar prüfen, wie der Zuschauerfluss in Stadien aussieht und wie er mit Ein-Meter- und Zwei-Meter-Abständen aussehen könnte", führte Bullingham aus. Außerdem zog er in Betracht, Fans nur ins Stadion zu lassen, wenn sie einen Nachweis bringen, dass sie nicht mit COVID-19 infiziert sind.

Der Vorstoß des FA-Bosses folgte, nachdem sich der britische Kulturminister Oliver Dowden ebenfalls für eine baldige Fan-Rückkehr ausgesprochen hatte. "Ich hoffe wirklich, dass wir bis zur Rückkehr der neuen Saison in der Lage sind, dass einige Fans in die Stadien zurückkehren können. Ich weiß, dass dies ein wichtiger nächster Schritt zur wirtschaftlichen Wiederherstellung der Klubs wäre", sagte er auf einer Pressekonferenz der Regierung. Dadurch, dass die Fans nicht in geschlossenen Räumen säßen, könnten Stadien eventuell früher geöffnet werden als beispielsweise Theater, wo man drinnen sitzt, sagte er.

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Auch in Deutschland beschäftigt sich der Fußball bereits mit einer Rückkehr der Fans. Jüngst sprach sich der Chefmediziner des Deutschen Fußball-Bundes Tim Meyer, der auch das Konzept für den Bundesliga-Restart erarbeitet hatte, für eine schrittweise Öffnung der Stadien aus. Mit Blick auf die kommende Saison, die voraussichtlich Mitte September beginnen soll, sagte er der Deuschen Presse-Agentur: "Es ist klar, dass am Anfang keine vollen Stadien denkbar sind. Die Frage lautet: Wie kann man das abstufen?"