18. September 2020 / 11:04 Uhr

Premier League Inside: Der schwere Weg von Pierre-Emerick Aubameyang zur Arsenal-Legende

Premier League Inside: Der schwere Weg von Pierre-Emerick Aubameyang zur Arsenal-Legende

Hendrik Buchheister
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Arsenal-Star Pierre Emerick-Aubameyang mit der FA-Cup-Trophäe.
Arsenal-Star Pierre Emerick-Aubameyang mit der FA-Cup-Trophäe. © imago images/picture alliance/Andreas Geber/Montage
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Pierre-Emerick Aubameyang bleibt beim FC Arsenal. Das ist ein Coup für die Nordlondoner. Der Aufstieg zur Vereinslegende wird aber schwer, meint SPORTBUZZER-Kolumnist Hendrik Buchheister.

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Pierre-Emerick Aubameyang liebt den großen Auftritt, deshalb passte es, dass der FC Arsenal die Vertragsverlängerung des Kapitäns bis 2023 nach monatelangen Verhandlungen pompös inszenierte. Der Angreifer meldete sich per Livestream vom Rasen des Emirates-Stadions, um der Nordlondoner Fangemeinde die frohe Botschaft zu überbringen. Zusätzlich sprach er in einem vorab produzierten Video davon, dass er zu einer Arsenal-Legende wie Tony Adams, Dennis Bergkamp oder Thierry Henry werden wolle. Der Klub unterlegte die Worte mit Bildern der alten Helden.

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Arsenal hat gute Gründe, auf Aubameyangs Verbleib stolz zu sein. Der einstige Dortmunder ist der mit Abstand wichtigste Spieler des Teams. Seit seiner Ankunft Anfang 2018 schoss er mehr Tore als jeder andere Premier-League-Profi in dieser Zeit. Arsenals Gewinn des FA-Cups in der abgelaufenen Saison war vor allem Aubameyangs Werk. Er traf im Halbfinale gegen Manchester City und im Endspiel gegen den FC Chelsea jeweils doppelt.

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Seine Vertragsverlängerung ist für die Gunners wichtiger als jeder Transfer in diesem Sommer. Nach Jahren des Niedergangs unter dem am Ende hilflosen Arsène Wenger und dessen Nachfolger Unai Emery geht es mit dem jungen Trainer Mikel Arteta endlich wieder bergauf. Die Galionsfigur des Aufschwungs auf dem Rasen ist Aubameyang. Sein Bekenntnis zu dem Klub ist nach dem FA-Cup-Sieg (und dem Gewinn des englischen Supercups kürzlich gegen den FC Liverpool) der nächste Mutmacher innerhalb weniger Wochen für die Gunners.

Ob es für Aubameyang allerdings wirklich zum Legendenstatus reicht, ist fraglich. Dafür müsste er mehr gewinnen als ab und zu einen Pokal. Doch auch in der gerade begonnenen Saison dürften die Nordlondoner höchstens um den vierten Platz und damit die Rückkehr in die Champions League mitspielen. Eigentlich ist das zu wenig für Aubameyang.

Man kann es deshalb ruhigen Gewissens als Höflichkeitsfloskel abtun, dass er sagt, sein Verbleib im Emirates-Stadion sei für ihn stets klar gewesen. In diesem Fall hätte er seinen Vertrag schon vor Monaten verlängern können. Eher liegt der Verdacht nahe, dass es in der aktuell unsicheren Wirtschaftslage keine ernsthaften Angebote von der Konkurrenz gab.