17. Dezember 2021 / 15:06 Uhr

Premier League Inside: Was Arsenal-Star Aubameyang und Ex-Nationalspieler Özil gemeinsam haben

Premier League Inside: Was Arsenal-Star Aubameyang und Ex-Nationalspieler Özil gemeinsam haben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mesut Özil und Pierre-Emerick Aubameyang spielten einst zusammen für den FC Arsenal.
Mesut Özil und Pierre-Emerick Aubameyang spielten einst zusammen für den FC Arsenal. © IMAGO/Action Plus
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Weil sich Pierre-Emerick Aubameyang immer wieder daneben benimmt, hat er beim FC Arsenal die Kapitänsbinde verloren. Die Zukunft des Ex-Dortmunders bei den Nordlondonern steht in Frage. Seine Situation erinnert an Mesut Özil, meint SPORTBUZZER-Kolumnist Hendrik Buchheister.

Vielleicht liegt es an der Kapitänsbinde. Englische Medien spekulieren, dass das Armband des Spielführers beim FC Arsenal verflucht sei. Seit dem Abschied von Mittelfeldspieler Patrick Vieira im Jahr 2005 übte kein Profi bei den Nordlondonern das ehrenvolle Amt dauerhaft erfolgreich aus. Das neuste Beispiel für einen unglücklichen Arsenal-Kapitän ist – Pierre-Emerick Aubameyang. Trainer Mikel Arteta hat ihm die Binde gerade weggenommen und als Grund dafür die wiederholten Undiszipliniertheiten des Angreifers angeführt. Die verspätete Rückkehr von einer Auslandsreise war ein Fehltritt zu viel aus Sicht von Arteta, derin Arsenals junger Mannschaft Disziplin und Ordnung einzuführen versucht und zarte Fortschritte beim Neuaufbau des Klubs verzeichnet. Arsenal belegt aktuell den sehr ordentlichen vierten Tabellenplatz.

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Dass sich Aubameyang nicht als Anführer eignet, das überrascht niemandem, der den Angreifer in seiner Zeit bei Borussia Dortmund beobachtet hat. Das Problem ist allerdings, dass er der einzige potenzielle Weltklasse-Spieler des FC Arsenal ist. Er hatte sich die Berufung zum Spielführer vor zwei Jahren mit herausragenden Leistungen verdient. Mehr noch: Nachdem er Arsenal in der Saison 2019/2020 praktisch im Alleingang zum Gewinn des FA-Cups geschossen hatte – die erste und bisher einzige nennenswerte Trophäe unter Arteta –, verlängerte der Verein seinen Vertrag zu luxuriösen Konditionen. Mit einem Wochengehalt von angeblich 350.000 Pfund (mehr als 400.000 Euro) ist er Arsenals Topverdiener. Eigentlich sollte Artetas Mannschaft um ihn herum entstehen. Aubameyang sollte das Zentrum des Neuaufbaus sein.

Jetzt steht seine Zukunft bei den Nordlondonern in Frage. Bei den jüngsten beiden Spielen gegen Southampton (3:0) und West Ham (2:0) musste Aubameyang zuschauen und sah eine Mannschaft, die bestens ohne ihn klarkam. Seine Form zuvor war ohnehin schwach. In dieser Saison steht er bei erst vier Toren. Schon in der vergangenen Spielzeit war er nicht mehr die dominante Figur, die er zuvor gewesen war. Seit seiner Vertragsverlängerung hat Aubameyang abgebaut. Es drängt sich der Vergleich zu Mesut Özil auf, den der FC Arsenal Anfang 2018 mit
einem vergleichbaren Gehalt ausstattete – und der danach auf mysteriöse Weise von der Bildfläche verschwand, ehe er den Klub Anfang dieses Jahres verließ.

Aubemyang muss Gunst Artetas zurück gewinnen

Der Vergleich ist nicht ganz fair für Arsenal. Özils Vertragsverlängerung wirkte schon seinerzeit wie ein panisches Manöver, um den Verlust eines namhaften Spielers zu verhindern – um jeden Preis. Aubameyang war bei Unterzeichnung seines Kontrakts ohne Zweifel Arsenals wichtigster Mann, von dessen Verbleib die Zukunft der Mannschaft abzuhängen schien. Zwei Jahre später wird er sich anstrengen müssen, um die Gunst von Trainer Arteta zurück zu gewinnen. Andernfalls könnte er bald wie Özil zur Vergangenheit des Klubs gehören.