03. April 2020 / 10:26 Uhr

Premier League Inside: Warum Manchester United vor der Corona-Krise gerade in Fahrt kam

Premier League Inside: Warum Manchester United vor der Corona-Krise gerade in Fahrt kam

Hendrik Buchheister
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ole Gunnar Solskjaer und Manchester United befanden sich vor der Corona-Pause im Aufwind.
Ole Gunnar Solskjaer und Manchester United befanden sich vor der Corona-Pause im Aufwind. © picture alliance / Andreas Geber / Imago Images / Montage
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Zum ersten Mal seit der Beförderung von Ole Gunnar Solskjaer zum Cheftrainer machte Manchester United vor der Corona-Pause Fortschritte. Das lag auch daran, dass der Verein endlich wieder gute Transfers tätigte, meint SPORTBUZZER-Kolumnist Hendrik Buchheister.

Gerade hatte Ole Gunnar Solskjaer Jubiläum. Sein Aufstieg vom Interimstrainer zur Dauerlösung bei Manchester United jährte sich zum ersten Mal. Ob das ein Grund zum Feiern ist, lässt sich schwer sagen. Wenn man die Bilanz des englischen Rekordmeisters in den vergangenen zwölf Monaten betrachtet, ergibt sich ein schizophrenes Bild. Sie lässt gegensätzliche Deutungen zu.

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Einerseits die, dass dem unerfahrenen Norweger das Format für den Job bei einem der größten Klubs der Welt fehlt und er bei nächster Gelegenheit durch einen qualifizierteren Kandidaten wie zum Beispiel Mauricio Pochettino ersetzt werden sollte. Und andererseits die, dass Solskjaer genau der richtige Mann am richtigen Ort ist und Manchester United unter seiner Führung den Weg in eine bessere Zukunft eingeschlagen hat.

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Für die erste Sichtweise spricht, dass der Verein schlechter dasteht als in der Vorsaison nach der gleichen Anzahl an Spielen. Um 13 Punkte schlechter, um genau zu sein. Die aktuelle Ausbeute bedeutet immer noch die schwächste Spielzeit des Klubs im Zeitalter der Premier League. Für die zweite Variante spricht, dass Manchester United in den Wochen vor der Unterbrechung des globalen Sport-Betriebs wegen der Corona-Pandemie das Team der Stunde war, seit elf Spielen nicht mehr verloren hat und auch im FA-Cup und in der Europa League noch dabei ist.

Erster Hoffnungsschimmer nach Ferguson-Abschied

Zum ersten Mal seit seiner Beförderung sah es zuletzt so aus, als könnte der von Solskjaer propagierte “kulturelle Neustart” mit jungen Spielern, strenger Disziplin und einer Mischung aus Bescheidenheit und Arroganz funktionieren. Zum ersten Mal überhaupt seit dem Abschied von Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson im Jahr 2013 war eine echte Perspektive auf dauerhaft erfreulichere Zeiten zu erkennen.

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ManUnited wieder mit sinnvollen Transfers

Ein Hauptgrund dafür ist der Umstand, dass der Verein nach jahrelangem Blindflug auf dem Transfermarkt plötzlich wieder sinnvoll einkauft. Die Sommer-Zugänge Harry Maguire, Aaron Wan-Bissaka und Daniel James haben die Mannschaft besser gemacht. Der Königstransfer gelang im Januar mit der Verpflichtung von Bruno Fernandes, der wie einst ein gewisser Cristiano Ronaldo von Sporting Lissabon seinen Weg nach Manchester fand.

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Bruno Fernandes neuer Führungsspieler

Fernandes hat umgehend eine Führungsrolle eingenommen, das kreative Loch im Mittelfeld gefüllt und in seinen bisher neun Einsätzen drei Tore geschossen und vier Vorlagen geleistet. Er hat das Zeug zum besten Einkauf in der Post-Ferguson-Ära, wobei die Messlatte dafür zugegebenermaßen nicht besonders hoch liegt. Manchester United hat Fortschritte gemacht zuletzt. Der Klub begann, wieder wie Manchester United auszusehen. Trotz eines komplizierten ersten Jahres als Cheftrainer war die Tendenz für Solskjaer positiv. Dem Trainer käme es gelegen, wenn die Saison bald weitergehen würde.

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