28. Mai 2020 / 21:18 Uhr

Premier League und Serie A legen sich auf Restart-Termine fest: So ist der Comeback-Plan der Top-Ligen

Premier League und Serie A legen sich auf Restart-Termine fest: So ist der Comeback-Plan der Top-Ligen

Sönke Gorgos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Warten auf den Restart: Cristiano Ronaldo, Jürgen Klopp und Lionel Messi müssen sich in Italien England und Spanien noch ein wenig gedulden.
Warten auf den Restart: Cristiano Ronaldo, Jürgen Klopp und Lionel Messi müssen sich in Italien England und Spanien noch ein wenig gedulden. © Getty/imago images
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Die Bundesliga ist schon längst wieder in den regulären Spielbetrieb gestartet - auch in anderen Ländern scharren Klubs, Spieler und Trainer wieder mit den Hufen. Der SPORTBUZZER fasst zusammen, wann in Serie A, Premier League,  La Liga & Co. mit dem Restart zu rechnen ist.

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Die Bundesliga hat den Spielbetrieb als erste große Liga Europas wieder aufgenommen - und damit eine Vorreiterrolle für den gesamten Kontinent eingenommen. Der SPORTBUZZER zeigt, wie der Stand in den übrigen Ligen ist: von der englischen Premier League über die österreichische Bundesliga bis hin zu den Staffeln in Spanien und Italien - also den Ländern, die von der Corona-Pandemie ganz besonders in Mitleidenschaft gezogen worden. Einige Restart-Termine sind bereits bekannt - und in Dänemark rollt schon wieder der Ball.

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Premier League (England)

Das sogenannte "Project Restart" bleibt in England ein heiß diskutiertes Gesprächsthema. Am Montag durften die Mannschaften der Premier League sowie der zweitklassigen Championship offiziell ins Mannschaftstraining zurückkehren. Das hatte die umstrittene Regierung von Premierminister Boris Johnson am Sonntagabend verkündet und damit die zweite Phase des Plans zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs eingeleitet. Am Donnerstag legte die Liga einen provisorischen Start-Termin fest: Den 17. Juni. "Dieses Datum kann erst dann bestätigt werden, wenn wir alle erforderlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt haben, da die Gesundheit und das Wohlergehen aller Beteiligter und Fans unsere Priorität ist", sagte Liga-Chef Richard Masters nach einer Konferenz mit den Klubs. Bei einem Comeback ist es zudem möglich, dass entgegen der britischen Tradition alle Spiele im (Pay-) TV übertragen werden. Spiele an einem Samstagnachmittag durften aufgrund eines TV-Banns zuvor nicht übertragen werden.

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Serie A (Italien)

Auch Italien, das in Europa vom Coronavirus zuerst erfasst worden war, plant die Rückkehr in den Spielbetrieb. Angelehnt an die Bundesliga wurde ein Hygienekonzept beschlossen. Nur 300 Personen sollen Zutritt zum Stadion haben. Am Donnerstag kündigte Sportminister Vincenzo Spadafora nach einer Telekonferenz mit dem Fußballverband FIGC und der Lega Serie A an, dass der Liga-Betrieb am 20. Juni weitergehen kann. "Italien beginnt den Neustart, und daher ist es richtig, dass auch der Fußball neu startet", sagte Spadafora. Bereits seit 9. März ist die Serie A wegen der Corona-Pandemie unterbrochen, seit über einer Woche dürfen die Spieler wieder trainieren.

La Liga (Spanien)

Der Neustart der spanischen Liga ist für den 12. Juni vorgesehen. Zuvor hatte Ministerpräsident Pedro Sanchez die Erlaubnis für den Restart erteilt. Gerard Piqué vom FC Barcelona hält das Datum für verfrüht. "Wir waren lange Zeit auf Eis gelegt und werden vor der Rückkehr nur vier Wochen trainiert haben", sagte er. Elf Spieltage stehen in der spanischen Top-Liga noch aus. Sie sollen in sieben Wochen bis zum 26. Juli absolviert werden. Spanien ist nach Großbritannien und Italien das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land Europas. Der Spielbetrieb ist seit dem 12. März unterbrochen.

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Ligue 1 (Frankreich)

Bereits Ende April war die französische Liga abgebrochen worden - offenbar nicht zuletzt wegen einer diffusen Informationslage. Paris Saint-Germain wurde zum Meister gekürt, Amiens und Toulouse zu Absteigern erklärt. Seither regt sich gegen den Abbruch der Liga aber auch Widerstand - allen voran von Olympique Lyon und Klubchef Jean-Michel Aulas. Dieser schlug in einem am Montag veröffentlichten Brief an Regierungschef Édouard Philippe vor, das Training vom kommenden Monat an wieder schrittweise zu erlauben. Auch eine Fortsetzung der Saison sei ab Juli oder August wieder möglich. Dass dies tatsächlich so kommt, gilt als unwahrscheinlich. Am Wochenende wurde der Beginn der neuen Saison für den 23. August angesetzt - vorbehaltlich einer möglichen Termin-Kollision mit der Champions League sowie der Europa League, wo noch französische Teams im Wettbewerb sind - darunter PSG und OL.

Bundesliga (Österreich)

Die Saison in Österreich, die seit Mitte März unterbrochen ist, wird am 2. Juni fortgesetzt. Das Finale des Pokals zwischen Red Bull Salzburg und Austria Lustenau wird bereits am 29. Mai in Klagenfurt ausgetragen.

Super League (Schweiz)

Am Freitag stimmen die 20 Klubs der Swiss Football League im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung darüber ab, ob die Spielzeit am 19. Juni mit Geisterspielen fortgesetzt werden soll oder komplett abgebrochen wird. Die Spielzeit wurde bereits Ende Februar vorübergehend abgebrochen.

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Liga NOS (Portugal)

In Portugal soll der Ball ab dem 4. Juni bei "Geisterspielen" wieder rollen - und damit eine Woche nach einem von der Regierung um Antonio Costa genannten möglichen Start-Termin.

Süper Lig (Türkei)

Die türkische Süper Lig plant den Restart am Wochenende 12.-14. Juni. Die Saison soll bis zum 26. Juli zu Ende gespielt werden. "Außerdem haben sieben Klubs den Antrag gestellt, die vor uns liegende Saison mit 21 Teams zu spielen und in dieser Saison niemanden absteigen zu lassen. Wir werden diese Anträge prüfen", sagte Verbandspräsident Nihat Özdemir in der vergangenen Woche.

Premier Liga (Russland)

Auch in Russland gibt es bereits einen Termin für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs: den 21. Juni. Erst ab dem 1. Juni dürfen die Mannschaften wieder das Training aufnehmen, weshalb sich elf der 16 Klubs eigentlich gegen eine Saison-Fortsetzung ausgesprochen hatten. In Russland steigen die Fallzahlen anders als in vielen westeuropäischen Ländern weiterhin exponenziell an, rund 3800 Menschen sind nach einer Infektion mit Covid-19 verstorben.

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Eredivisie (Niederlande)

Genau wie in Frankreich wurde die Saison im April abgebrochen. Ein Protest des punktgleichen Zweitplatzierten AZ Alkmaar bei der UEFA gegen die vom holländischen Verband KNVB festgelegte Champions-League-Qualifikation von Tabellenführer Ajax Amsterdam wurde abgeschmettert. Nach dem Abbruch der Saison gibt es in den Niederlanden keinen Meister sowie keine Auf- und Absteiger. Ab September könnte die neue Saison beginnen.

Jupiler Pro League (Belgien)

Im Mai wurde die Saison offiziell für beendet erklärt. Der klare Tabellenführer Club Brügge wurde zum Meister gekürt. Die endgültige Entscheidung war zuvor vier Mal verschoben worden. Waasland-Beveren steigt ab. Die nächste Saison soll am 7. August beginnen.

Premiership (Schottland)

Nach Frankreich, den Niederlanden und Belgien zog Mitte Mai auch Schottland final den Stecker der Saison 2019/20. Das gleiche gelte für die nachfolgenden Ligen: die zweitklassige Championship, die drittklassige League One und die viertklassige League Two. Nach dem Rechen-Modus "Punkte pro Spiel" wurde nach Konsultationen mit allen zwölf Erstligisten von der SPFL eine finale Tabelle erstellt. Celtic Glasgow ist erneut Schottischer Meister - zum neunten Mal in Folge. Der deutsche Trainer Daniel Stendel ist mit Heart of Midlothian als Tabellenletzter abgestiegen.

Superliga (Dänemark)

In Dänemark rollt der Ball schon wieder. Die dänische Liga wurde am 28. Mai mit dem Nachholspiel zwischen Aarhus und Randers (1:1) fortgesetzt. An Pfingsten sowie am 7. Juni sollen die letzten beiden verblieben Liga-Spieltage über die Bühne gehen.