28. März 2021 / 19:23 Uhr

Premiere digital und emotional: Die Sportlerehrung des SC DHfK Leipzig

Premiere digital und emotional: Die Sportlerehrung des SC DHfK Leipzig

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Sportlerwahl3
Felix Groß (l.) und Annekatrin Thiele wurden ausgezeichnet. © Dirk Knofe/Imago Images/Montage
Anzeige

Am Sonntag fand die Sportlerehrung des SC DHfK Leipzig statt. Natürlich coronabedingt virtuell und ohne Zuschauer. Alle 19 Abteilungen hatten die Chance, eine Nominierung pro Kategorie einzureichen. Ausgezeichnet wurden unter anderem die Ruderin Annekatrin Thiele, Radsportler Felix Groß, Leichtathletin Lea Wipper und Kanute Konrad Gündel.

Anzeige

Leipzig. Er drehte das Rad in die emotionale Richtung und war dabei in bester Gesellschaft: Franz Groß, der jüngere Bruder von Bahnrad-Olympiahoffnung Felix (22), zeichnete am Sonntag im Einspieler zur virtuellen Sportlerehrung des SC DHfK Leipzig ein Bild des ehrgeizigen und zugleich bodenständigen Athleten. Verraten wurde auch, dass die Jungs bei gemeinsamen Trainingsfahrten immer gewettet hatten, wer zuerst am Ortsschild ist. „Viel Erfolg und bleib gesund“, gab es für den Sieger mit auf den Weg nach Tokio.

Anzeige

Im Normalfall hätten die Ausgezeichneten auf der Bühne lauten Applaus aus dem Saal erhalten. Bei der digitalen Premiere aus dem Sendestudio der ADK Medienagentur schauten über 500 Vereinsmitglieder und Freunde des weltweit einzigartigen Klubs vorbei. Ausgewählte Spitzenkräfte waren vor Ort, negativ getestet und positiv gestimmt. DHfK-Präsident Bernd Merbitz und seine „Vize“ Angelika Noack sowie Sören Münch führten heiter durch die kreative, eineinhalb Stunden dauernde Veranstaltung, waren Danksager, Losfee, Moderator und Motivator in Personalunion. Mit einer preisträgerverdächtigen Geschichte unterhielt der Leipziger Poetry-Slam-Künstler Skog Ogvann vom Start bis zum Endspurt.

2020 – das Jahr begann vielversprechend, wurde im Frühjahr sehr leise, um dann wieder auf coronabedingte Art und Weise durchzustarten, ehe es erneut ausgebremst wurde. „Es ist eine tolle Leistung der Sportfamilie SC DHfK, wie wir das bisher gemeinsam gemeistert haben“, lobte Merbitz den vereinsübergreifenden Teamgeist der 19 Abteilungen und dankte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal, der eine Grußbotschaft sendete, für die Unterstützung aus dem Rathaus. Während die Nachwuchssportlerin des Jahres, Speerwerferin Lea Wipper, im Bundesleistungszentrum Kienbaum die Ehrung verfolgte, nahm Papa Mario die Blumen, Urkunde und den Gutschein für seine ehrgeizige Tochter entgegen.

Mehrere Kriterien entscheidend

Beste Freunde sind die Kanuten Simon Schuck und Konrad Gündel. Dem Publikum brachte Schuck in bester Kumpelart den Nachwuchssieger Gündel näher. Als Motor der Sportfamilie bezeichnete der Vereinschef den trotz der Pandemie-Stolpersteine umsichtigen Trainerstab, aus dem Jana Wilke (Wasserspringen), Patrick Täubrecht (Speedskating) und Thomas Kleinfeldt (Rudern) geehrt wurden. Letzterer erhielt umgehend Whatsapp-Glückwünsche von Annekatrin Thiele aus der EM-Vorbereitung in Berlin. Kurz darauf stand die 36-Jährige selbst als DHfK-Sportlerin des Jahres im Mittelpunkt. Wünsche auf dem Weg zu ihren vierten Olympischen Spielen folgten zahlreich.

Einmal Gold und zweimal Silber hat der Schützling von Angelika Noack schon erkämpft – gern soll es eine Zugabe geben. Darauf hofft auch die SPORTBUZZER-Berichterstatterin, die für ihren jahrelangen journalistischen DHfK-Drauf- und Einblick mit Sekt, Blumen und Collage überrascht wurde.

Zum Wahlprozedere: Alle 19 Abteilungen hatten die Chance, eine Nominierung pro Kategorie einzureichen und nach der Erstellung der Listen ihre Top 3 pro Kategorie mit Punkten zu wählen. Neben den sportlichen Erfolgen – denn nicht allen war die Teilnahme an Wettkämpfen im vergangenen Jahr möglich – zählten auch Kriterien wie die persönliche Vorbildwirkung und besonderes Engagement. Zudem wurde ein 20-köpfiges Junior-Team berufen.

Die ausgezeichneten Sportler und Sportlerinnen

Sportlerin des Jahres

1. Annekatrin Thiele (Rudern)

2. Romy Kasper (Radsport)

3. Friederike Freyer (Wasserspringen)

Sportler des Jahres

1. Felix Groß (Radsport)

2. Max Poschart (Finswimming)

3. Peter Kretschmer (Rudern)

Anzeige

Nachwuchssportlerin des Jahres

1. Lea Wipper (Leichtathletik)

2. Johanna Krauß (Wasserspringen)

3. Selma Kirchner (Skisport)

Nachwuchssportler des Jahres

1. Konrad Gündel (Kanu)

jeweils 2. Ben J. Schoodt (Finswimming) und Tamino Ohme (Speedskating)