20. Mai 2021 / 13:40 Uhr

Premiere im Tor: RB Leipzigs Personal-Update vor dem Spiel gegen Union Berlin

Premiere im Tor: RB Leipzigs Personal-Update vor dem Spiel gegen Union Berlin

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Josep Martinez
Josep Martinez wird im letzten Saisonspiel das Tor von RB Leipzig hüten.
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Im letzten Saisonspiel macht RB Leipzig nochmal etwas ganz Neues: Im Tor steht gegen Union Berlin nicht Peter Gulacsi, sondern Josep Martinez. Er wird der einzige Spanier im Aufgebot der Roten Bullen für das Gastspiel bei den Köpenickern sein.

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Leipzig. Zum Abschluss gibt es unter Julian Nagelsmann noch einmal eine Premiere bei RB Leipzig. Im letzten Saisonspiel beim 1. FC Union Berlin wird nämlich nicht Peter Gulacsi den Kasten hüten, sondern Josep Martinez. Der Spanier hatte als zweiter Torwart bei den Roten Bullen in dieser Saison noch keine Einsatzzeit. Nun kann er sich einerseits für seine Trainingsarbeit belohnen und andererseits erstmals unter Wettkampfbedingungen beweisen. „Wir freuen uns, dass er seine Chance bekommt“, so Nagelsmann bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie gegen die Köpenicker (Samstag, 15.30 Uhr/Sky).

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Saisonziel Punkterekord

Martinez in der Hauptstadt der einzige Spanier im RB-Kader sein, denn Dani Olmo und Angelino fehlen verletzt. Dennoch haben Coach und Mannschaft den angepeilten Punkterekord weiter fest im Blick. Und das gegen ein Team, das bereits in seiner zweiten Bundesliga-Saison in Folge nichts mit dem Abstieg zu tun hat. Die Köpenicker könnten mit dem Erreichen des siebten Tabellenplatzes sogar die Qualifikation für die neue UEFA Europa Conference League schaffen.

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Die Leistung der Unioner ist für Leipzigs Coach keineswegs überraschend. „Urs Fischer hat einen sehr klaren Plan, sie haben viel Mut, klare Ideen auch bei Neuzugängen, haben gute Verpflichtungen gemacht, die auch gut zu Union passen. Sie haben eine unglaubliche Ruhe im Club, man hört selten Dinge, die innerhalb der Gruppe Unruhe stiften können.“ Zudem habe das Team aus der Hauptstadt eine klare Idee, wie sie den Gegner unter Druck setzen wollen, seien die laufstärkste Mannschaft der Liga. „Der Platz, auf dem sie stehen, ist völlig verdient. In meinen Augen war es für die Unioner zeitweise möglich, noch einen Tick höher in der Tabelle zu landen.“



Nagelsmanns Perso-Update in der Übersicht:

Tyler Adams: Der US-Amerikaner hat nach wie vor Rückenschmerzen, meldete der Trainer. „Er ist auch schon in Richtung USA gereist, um dort seine Reha zu machen. Unter Umständen kann er dort mit der Nationalmannschaft noch das eine oder das andere Spiel machen“, hofft Nagelsmann. Zur Vorbereitung der neuen Saison soll er – „hoffentlich schmerzfrei und davon gehen wir alle aus“ – wieder einsteigen können.

Dani Olmo: Der Spanier wird nicht im Kader stehen. „Er hat einen Schlag auf die Wadenmuskulatur, auf das Wadenbeinköpfchen, gekriegt.“ Da ihm dieser Schlag nach wie vor Probleme bereitet, werde er nicht zur Verfügung stehen, bedauerte der Bullen-Coach. Doch auch er soll zur Vorbereitung wieder da und fit sein.

Angelino: Der Linksaußen hat noch "kompensatorische Probleme in der Muskulatur", so Nagelsmann. „Er wurde in der vergangenen Woche zwar eingewechselt, hat aber noch Probleme in seinem verletzten Oberschenkel.“ In Rücksprache mit dem Kicker habe er deshalb entschieden, dass es für ihn keinen Sinn ergebe, das Spiel in Berlin zu bestreiten. „Wir wollen nicht riskieren, dass er über die Pause hinaus eine schwierigere Verletzung auskurieren muss und drei, vier Monate ausfällt und zum Start der neuen Saison nicht zur Verfügung steht.“ Sinnvoll sei es, der verletzten Struktur die nötige Pause zu geben.

Lazar Samardzic: Der Youngster befindet sich in der Reha. Die Operation am Meniskus ist gut verlaufen und er kann wieder normal gehen. „In der Sommerpause wird er in Thalgau im Athlete Performance Center sein. Wenn alles gut geht, und davon gehen wir aus, wird er nach der Sommerpause wieder ins Training einsteigen können“, so Nagelsmann.

Dominik Szoboszlai: Zwar macht der Ungar alle Teile des Mannschaftstrainings mit und hat einen guten Bewegungsablauf, noch fehlt aber die hundertprozentige Wettkampfhärte. „Er braucht noch eine oder zwei Wochen Training. Demnach haben wir gesagt, dass ein Einsatz gegen Union keinen Sinn ergibt. Es ist besser, wenn er sich bei der ungarischen Nationalmannschaft vorbereitet und hoffentlich dort gute Einheiten bekommt und einige Minuten beim Turnier sammeln kann. Für ihn wäre das nach der längeren Leidenszeit sehr schön. Aber vor allem ist es wichtig, dass er nicht aus der Kalten in die Vorbereitung startet.“ Nagelsmann geht davon aus, dass der 20-Jährige das eine oder andere Freistoßtor für Ungarns Auswahl schießen kann.

Peter Gulacsi: „The Wall“ wird im letzten Saisonspiel nicht dabei sein. „Er ist schon nach Hause gereist, um einerseits die Kapselverletzung im Finger, die er schon seit mehreren Wochen hat, vor der EM auszukurieren. Er hatte noch Probleme damit, ist nicht ganz schmerzfrei gewesen. Wir nutzen das letzte Spiel, um ihm zwei, drei Tage mehr frei zu geben, die Kapsel vor der EM ausheilen zu lassen“, erklärte Nagelsmann.