12. Oktober 2021 / 14:41 Uhr

Premieren-Jahr voller Titel für VfL-Triathlet Mika Noodt: "Möchte Richtung absolute Weltspitze"

Premieren-Jahr voller Titel für VfL-Triathlet Mika Noodt: "Möchte Richtung absolute Weltspitze"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Starke Premiere-Saison: Triathlet Mika Noodt gewann in seinem ersten Jahr als Profi einige Wettbewerbe.
Starke Premiere-Saison: Triathlet Mika Noodt gewann in seinem ersten Jahr als Profi einige Wettbewerbe. © Privat
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Mika Noodt räumte in seinem ersten Jahr als Profi-Triathlet mächtig ab. Bei der Ironman-70.3-WM in den USA wurde er als bester Deutscher Elfter. Sein Ziel ist die Weltspitze.

In drei Monaten neigt sich das Jahr 2021 dem Ende entgegen, schon jetzt ist klar, dass es das beste in der Karriere von Mika Noodt ist. Im Juli der Sieg beim Ironman 70.3 im französischen Sables-d‘Olonne, anschließend gewann er den Heidelbergman, den Frankfurt-City-Triathlon, in Viernheim und holte zuletzt Platz elf bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in St. George (USA). Es waren beeindruckende Leistungen, die der 21-Jährige in diesem Jahr ablieferte. „Seine Entwicklung ist rasant vorangegangen“, sagt René Schaab, Triathlon-Spartenleiter beim VfL Wolfsburg. Aber: „Mir als Insider war klar, dass er kommt und er ist noch lange nicht am Ende.“

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„Es war auf jeden Fall mein Durchbruch. Es ist mein erstes Profijahr und es lief sehr, sehr, sehr gut. Das ganze Training hat sich komplett ausgezahlt, ich bin super zufrieden mit der Saison“, sagt Noodt. Neben seinen Einzel-Erfolgen konnte der gebürtige Wolfsburger auch mit dem DSW Darmstadt, für den er seit 2018 an den Start geht, in der Bundesliga Erfolge feiern. Mit dem Team landete er in der Gesamtwertung auf dem dritten Rang, in Nürnberg gelang ihm als Dritter erstmals eine Platzierung auf dem Podium. „Es war zwar kein Sieg, aber ein großes Highlight für mich“, so Noodt.

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Dass der gebürtige Wolfsburger bei der WM in St. George als bester Deutscher auf dem elften Rang landete, überraschte ihn nicht wirklich, denn „ich habe immer daran geglaubt“. Sein Ziel war, in den Top 20 zu landen. „Es war eine coole Reise, für mich war es das erste Mal in den USA. Es war sehr heiß in Utah, aber ich hatte mich gut vorbereitet.“ Was selbst die Verantwortlichen in Wolfsburg wunderte: Bei all seinen Erfolgen in diesem Jahr trug Noodt Ausrüstung des VfL, obwohl er dazu nicht verpflichtet war. „Ich habe mich selbst dazu entschieden und werde dem Verein auch immer eng verbunden bleiben“, so Noodt. Und auch nach der WM lehnte der Wolfsburger sich nicht zurück, beim Ironman 70.3 auf Lanzarote belegte er mit einer Gesamtzeit von 4:04:25 Stunden nur 54 Sekunden hinter Sieger Daniel Baekkegard (Dänemark) den zweiten Platz. Am 31. Oktober nimmt Noodt noch am Triathlon in Alhandra (Portugal) teil, danach ist die Saison vorbei.

So erfolgreich seine Premiere-Saison als Profi war, sie soll für Noodt erst der Anfang gewesen sein. „Ich möchte immer weiter Richtung absolute Weltspitze vorankommen und bei einer Weltmeisterschaft um den Sieg mitkämpfen. Im Triathlon ist es mit 25 Jahren nicht vorbei, da geht es eigentlich erst richtig los.“ Aber der Student für Informations-Systemtechnik weiß: „Eine Verletzung kann ausreichen, dass eine komplette Saison vorbei ist. Ich muss aufpassen, mich selbst nicht zu verheizen. Auch die Leute in Darmstadt achten darauf.“

Dass Noodt eine Karriere als Triathlet hinlegen wird, war nicht abzusehen und entwickelte sich im Laufe der Jahre. Er begann als Schwimmer beim TV Jahn Wolfsburg - das war ihm zu einseitig. Er begann mit Lauftraining, fuhr in der Freizeit Rad. Als er sich den Wolfsburg-Triathlon anschaute, dachte er sich, das könne er auch einmal ausprobieren. Im Herbst 2012 schloss er sich dem VfL an, bei dem er noch das Erststartrecht besitzt. „Ich habe mich dort direkt wohlgefühlt“, so Noodt. Auch, wenn der in Flechtorf aufgewachsene Triathlet seit 2018 für den DSW Darmstadt in der Bundesliga an den Start geht, zu seinen damaligen Trainern Carlo Kaminsky und Dr. André Albrecht pflegt er den Kontakt weiterhin. „Wenn ich Fragen habe, dann sind sie für mich da.“