13. September 2019 / 21:35 Uhr

Premierentore zur richtigen Zeit: Turbine Potsdam feiert Last-Minute-Sieg (mit Galerie)

Premierentore zur richtigen Zeit: Turbine Potsdam feiert Last-Minute-Sieg (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Jubel, Freuen, celebrate, happy, cheer  , Goal Celebration Turbine Potsdam 1:2, Fussball, Flyeralarm Frauen-Bundesliga, 1. FC Köln - 1.FFC Turbine Potsdam, Köln, 13.09.2019, Foto: Jan Kuppert, DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO.
Nach dem 2:1: Riesenjubel bei Torschützin Sophie Weidauer (v.l.), Lara Schmidt, Małgorzata Mesjasz und Marie Höbinger. © Jan Kuppert
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Frauen-Bundesliga: Eigengewächs Sophie Weidauer schießt Turbine Potsdam zum Sieg beim 1. FC Köln. Im Pokal-Achtelfinale müssen die Brandenburgerinnen zum SC Freiburg reisen.

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Einen besseren Zeitpunkt hätte sich Sophie Weidauer für ihren ersten Bundesliga-Treffer kaum aussuchen können. Das 17-jährige Eigengewächs des 1. FFC Turbine Potsdam bescherte ihrer Mannschaft am Freitagabend beim 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln einen Last-Minute-Erfolg. Doch die drei Punkte in der Domstadt waren für die Fußballerinnen aus Brandenburg ein schweres Stück Arbeit.

Dabei legten die Potsdamerinnen stark los. Nach einer Ecke gab es die erste Großchance bereits nach vier Minuten. Dann kombinierten die Gäste sehenswert, doch Anna Gaspers Flanke köpfte Viktoria Schwalm in der Mitte nur an die Lattenunterkante (11.). Der Aufsteiger stellte den Spielverlauf also auf den Kopf, als er nach 21 Minuten zur überraschenden Führung kam: Nach einer Ecke prallte der Ball wohl von Nina Ehegötz ins eigene Netz. Ex-Turbine Peggy Nietgen, im brandenburgischen Finsterwalde geboren, ließ sich trotzdem feiern.

In Bildern: Der 1. FFC Turbine Potsdam gewinnt mit 2:1 beim 1. FC Köln.

Der 1. FFC Turbine Potsdam (dunkelblaue Trikots) gewinnt dank einem Last-Minute-Treffer von Sophie Weidauer mit 2:1 gegen den 1. FC Köln. Zur Galerie
Der 1. FFC Turbine Potsdam (dunkelblaue Trikots) gewinnt dank einem Last-Minute-Treffer von Sophie Weidauer mit 2:1 gegen den 1. FC Köln. © Jan Kuppert

Ermutigt vom Tor spielte Köln auf einmal munter mit. Die Turbinen mussten sich schütteln, schlugen dann aber fulminant zurück. Eunice Beckmann köpfte den Ball, wieder nach einem Eckball, zu kurz aus dem Sechzehner. Aus dem Rückraum zog Luca Graf voll durch und nagelte das Leder zum Ausgleich unhaltbar unter die Querlatte (34.). Auch für die 20-Jährige war es das erste Pflichtspieltor im Turbine-Trikot – und was für eines. Das müsse es eigentlich in die Auswahl zum Tor des Monats schaffen, war sich Turbine-Coach Matthias Rudolph sicher.

Nach dem Seitenwechsel war seine Mannschaft zwar das Team mit mehr Spielanteilen. Als die Potsdamerinnen mit zunehmender Spieldauer aber mehr riskierten, setzten die Effzeh-Frauen gefährliche Nadelstiche. „Wir waren hinten offen, als wir viel nach vorne geworfen haben“, erklärte Rudolph. So ging es auf und ab: Eunice Beckmann vergab frei vor Turbine-Torfrau Vanessa Fischer eine Riesenchance (59.). Potsdams Trainer gab zu: „Wir können uns nicht beschweren, wenn wir da das 1:2 bekommen.“ Auf der anderen Seite vereitelten die Fingerspitzen von Kölns Schlussfrau Elvira Herzog einen Treffer von Marie Höbinger (69.). Das letzte Wort hatte Sophie Weidauer, die den Ball aus dem Gewühl heraus ins Tor stocherte (89.). „Wir haben wieder eine tolle Moral gezeigt“, bemerkte Matthias Rudolph. „Wir sind bis zum Ende ruhig geblieben, haben versucht, weiter Fußball zu spielen. Dafür wurden wir belohnt.“

Ex-Turbine zieht die Lose

Der späte Siegtreffer dürfte auch über die vergebliche Hoffnung auf ein Heimspiel im DFB-Pokal-Achtelfinale hinwegtrösten. Ex-Turbine Sonja Fuß, die 2005 elf Partien für Potsdam absolvierte, zog das nächste Auswärtsspiel: Die Turbinen müssen am 16./17. November bei Liga-Konkurrent SC Freiburg antreten.