19. November 2022 / 17:11 Uhr

Nach Pressekonferenz von Infantino: Amnesty International reagiert mit deutlicher Kritik an FIFA-Präsident

Nach Pressekonferenz von Infantino: Amnesty International reagiert mit deutlicher Kritik an FIFA-Präsident

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Amnesty International hat auf die Pressekonferenz von Gianni Infantino reagiert.
Amnesty International hat auf die Pressekonferenz von Gianni Infantino reagiert. © IMAGO/epd/ULMER/Teamfoto (Montage)
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat die Aussagen von Gianni Infantino scharf kritisiert. Der FIFA-Präsident hatte zuvor auf einer Pressekonferenz die Kritik am WM-Gastgeberland Katar zurückgewiesen und sich auf die Seite des Emirats gestellt.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat mit deutlicher Kritik auf Gianni Infantinos Pressekonferenz vor der WM in Katar reagiert. "Indem Gianni Infantino berechtigte Kritik an der Menschenrechtslage beiseite schiebt, weist er den enormen Preis zurück, den Arbeitsmigranten zahlen mussten, um sein Flaggschiff-Turnier zu ermöglichen – sowie die Verantwortung der FIFA dafür", sagte Steve Cockburn, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei Amnesty International am Samstag.

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Infantino hatte zuvor in einem einstimmigen Monolog die Kritik am WM-Gastgeber zu großen Teilen zurückgewiesen und sich auf die Seite des Emirats gestellt. Er verwunderte mit mehreren Aussagen, unter anderem äußerte er: "Heute fühle ich sehr starke Gefühle, heute fühle ich mich als Katarer, heute fühle ich mich als Araber, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich homosexuell. Heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant."

"Forderungen nach Gleichheit, Würde und Entschädigung dürfen nicht als eine Art Kulturkampf behandelt werden – sie sind universelle Menschenrechte, zu deren Einhaltung sich die FIFA in ihren eigenen Statuten verpflichtet hat", sagte Cockburn. Als Hoffnungsschimmer bezeichnete er die Ankündigung von Infantino, den sogenannten Legacy Fund, in den WM-Einnahmen fließen, globaler anzulegen.

Steve Cockburn fordert Entschädigung für Arbeiter und deren Familien

"Wenn die FIFA etwas von diesem Turnier retten will, muss sie ankündigen, dass sie einen erheblichen Teil der sechs Milliarden US-Dollar investieren wird", sagte Cockburn. Es müsse sichergestellt werden, dass mit diesem Fonds Arbeiter und deren Familien direkt entschädigt würden.

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