14. April 2022 / 13:00 Uhr

Englische Presse wütet gegen "schmutziges" Atlético: "Sollten sich für ihre Mätzchen schämen"

Englische Presse wütet gegen "schmutziges" Atlético: "Sollten sich für ihre Mätzchen schämen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In der Schlussphase des Champions-League-Spiels zwischen Atlético Madrid und Manchester City und im Anschluss im Spielertunnel kam es zu hitzigen Szenen.
In der Schlussphase des Champions-League-Spiels zwischen Atlético Madrid und Manchester City und im Anschluss im Spielertunnel kam es zu hitzigen Szenen. © IMAGO / NurPhoto (Montage)
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Fußballerisch hatte das 0:0 zwischen Atlético Madrid und Manchester City nicht allzu viel zu bieten. Stattdessen erhitzten "hässliche Szenen" ("Daily Mail") auf dem Platz und im Spielertunnel die Gemüter. Die Reaktionen der englischen und spanischen Presse auf die Skandal-Schlussphase im Wanda Metropolitano.  

Rudelbildung, ein Platzverweis gegen Verteidiger Felipe nach einem Foul an Phil Foden und eine üppige Nachspielzeit von 13 Minuten: Das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Atlético Madrid und Manchester City am Mittwoch geizte zwar mit Toren (Endstand: 0:0), jedoch nicht mit hitzigen Momenten. Die spanische Marca berichtete von "Auseinandersetzungen im Spielertunnel". Sogar die Polizei sei alarmiert worden. Videoaufnahmen aus dem Kabinengang bestätigten später den Polizei-Einsatz. Vor allem in der englischen Presse geriet der Halbfinal-Einzug der "Citizens", denen nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel ein torloses Remis im Wanda Metropolitano reichte, ob der "hässlichen Szenen" (Daily Mail) ein wenig in den Hintergrund.

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Die Daily Mail, die mit der Zeile "Chaos in Madrid" aufmachte, ging nach der Skandal-Schlussphase in Madrid auf Stimmenfang und zitierte unter anderem einen Fan, der kein Verständnis für das Verhalten auf dem Platz hatte. "Die schmutzigste Mannschaft, die ich je gesehen habe", lautete das Urteil. Damit stand dieser Anhänger den Recherchen des Blattes zufolge offenbar nicht alleine da. "Fans fordern, dass Atlético Madrid in der nächsten Saison aus Europa verbannt wird", titelte die Daily Mail und weist nachdrücklich darauf hin, dass das "schändliche Verhalten" nach Ansicht der mitgereisten ManCity-Fans von Trainer Diego Simeone ausgegangen sei.

Tatsächlich machte es der Heißsporn unter den internationalen Top-Trainern dem deutschen Schiedsrichter Daniel Siebert alles andere als leicht: TV-Bilder zeigten, wie Simeone verletzungsbedingte Unterbrechungen des Gegners, die er als Zeitspiel entlarvt haben wollte, in der Schlussphase immer wieder mit wohl hämisch gemeintem Applaus bedachte. Als Auslöser der Eskalation gilt aber die Gelb-Rote Karte gegen Felipe, die auf und neben dem Spielfeld die Gemüter erhitzte.

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Vrsaljko soll Laporte attackiert haben - Spuck-Vorwürfe gegen Savic

Vor allem im "Mutterland des Fußballs" werden die Ereignisse im Wanda Metropolitano scharf kritisiert, wie etwa die Marca festgestellt haben will: "Empörung in England gegen Atlético Madrid: 'Sie sollten sich für ihre Mätzchen schämen'". Gemeint sind damit unter anderem die Szenen, die sich im Spielertunnel abspielten. Dort eskalierte unter anderem der Streit zwischen Madrids Stefan Savic und dem englischen Nationalspieler Jack Grealish. Laut der Zeitung AS schrie Savic die Spieler von City an und soll sie auch bespuckt haben.

Zudem soll Atlético-Verteidiger Sime Vrsaljko nach einem Bericht des Daily Mirror Manchesters spanischen Nationalspieler Aymeric Laporte verbal attackiert und einen Gegenstand in dessen Richtung geworfen haben. Vrsaljko versuchte anschließend, sich auf die Gegner zu stürzen, die von Polizisten abgeschirmt wurden, berichten spanische Medien. Einige Leute von Atlético konnten Vrsaljko gerade noch zurückhalten. Im weiteren Verlauf sah es so aus, als würde er außer Rand und Band in Richtung der Engländer spucken. Laut Marca waren auch Mario Hermoso und Atlético-Sportdirektor Andrea Berta an den Vorfällen beteiligt.