27. November 2019 / 06:24 Uhr

Internationale Pressestimmen zur Lewandowski-Gala für den FC Bayern in Belgrad: "Das gab es noch nie"

Internationale Pressestimmen zur Lewandowski-Gala für den FC Bayern in Belgrad: "Das gab es noch nie"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern kann sich auf Robert Lewandowski verlassen. Der Pole schoss gegen Roter Stern Belgrad vier Tore in 14 Minuten. Die internationalen Pressestimmen.
Der FC Bayern kann sich auf Robert Lewandowski verlassen. Der Pole schoss gegen Roter Stern Belgrad vier Tore in 14 Minuten. Die internationalen Pressestimmen. © dpa
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Einmal mehr hat Robert Lewandowski den FC Bayern München zu einem überzeugenden Sieg geschossen - und dabei erneut einen Rekord gebrochen. Der Pole erzielte beim 6:0 des FCB bei Roter Stern Belgrad vier Tore binnen 14 Minuten. So reagiert die internationale Presse auf die Gala des Superstars.

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Robert Lewandowski hat den FC Bayern München mit einem Rekord-Viererpack zum Gruppensieg in der Champions League geführt. Beim 6:0 (1:0) am Dienstagabend bei Roter Stern Belgrad erzielte der Torgarant innerhalb einer knappen Viertelstunde seine Königsklassen-Tore Nummer 60 bis 63. Vor der großen Show von Lewandowski (53./Handelfmeter/60./64./68.) hatte Leon Goretzka (14. Minute) mit seinem ersten Treffer in Europas Eliteliga den Torreigen für den drückend überlegenen Rekordmeister eröffnet. Außerdem traf Corentin Tolisso (89.).

Auch die internationale Presse adelte den polnischen Torjäger nach seinem Viererpack in Belgrad. Die Medien aus Österreich, England und Frankreich stellten heraus, dass vier Tore in 14 Minuten in der Champions League noch nie einem Stürmer gelungen waren - vor FCB-Star Lewandowski. Alle Reaktionen der internationalen Medien finden sich in der Bildergalerie.

Internationale Pressestimmen zum FC Bayern: Medien feiern Robert Lewandowski für Gala gegen Belgrad

Der FC Bayern kann sich auf Robert Lewandowski verlassen. Der Pole schoss gegen Roter Stern Belgrad vier Tore in 14 Minuten. Die internationalen Pressestimmen. Zur Galerie
Der FC Bayern kann sich auf Robert Lewandowski verlassen. Der Pole schoss gegen Roter Stern Belgrad vier Tore in 14 Minuten. Die internationalen Pressestimmen. ©

Vier Tore in einem Champions-League-Spiel waren Lewandowski zwar schon einmal geglückt: Vor sechseinhalb Jahren erzielte er beim 4:1 gegen Real Madrid alle vier Dortmunder Tore, aber dieses Mal war er schneller als jeder andere Spieler zuvor. „Ich weiß nicht, wo das Spiel in meinem Ranking steht. Wichtig war, dass wir überragend gespielt haben. Ich hätte noch zwei Tore schießen können, aber wichtig ist, dass wir Spaß haben. Wir spielen unseren Plan und gehen ins Spiel, um zu gewinnen“, sagte Lewandowski nach seiner Gala-Vorstellung beim TV-Sender Sky. Als Souvenir hatte er sich den Spielball geschnappt.

Hansi Flick lobt Lewandowski: "Arbeitet wahnsinnig professionell"

Ein Extra-Lob für Lewandowski gab es von Trainer Hansi Flick, der ohnehin von der Leistung seiner Mannschaft begeistert war: „Er arbeitet wahnsinnig professionell. Er ist in der Form. Er schießt die Tore. Ein Torjäger wird an den Toren gemessen. Er ist auf einem sehr hohen Niveau.“

Für das Achtelfinale waren die Münchner schon vor dem Spiel vor rund 50 000 Zuschauern im Stadion Rajko Mitic qualifiziert - mit dem insgesamt 16. Gruppensieg erfüllte Trainer Hansi Flick nun seinen nächsten Auftrag beim FC Bayern. Die Serie des zumindest bis Weihnachten beförderten Kovac-Nachfolger Flick bleibt imposant. In vier Spielen unter dem 54-Jährigen gab es vier Siege mit 16:0-Toren. Das 6:0 war zugleich der höchste Auswärtssieg neben dem 7:1 bei AS Rom in der Saison 2014/15. In zwei Wochen im Heimspiel gegen Tottenham Hotspur können die Münchner als erste deutsche Mannschaft die Gruppenphase mit sechs Siegen in sechs Spielen abschließen.

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Der große Star des Abends war wieder einmal Lewandowski, der sich mit seinem Viererpack auch gleich mit insgesamt zehn Treffern an die Spitze der Torjägerliste katapultierte. Die große Show des Polen begann in der 53. Minute, als er per Handelfmeter traf. Der Pole hatte den Strafstoß selbst herausgeholt, als seine Flanke von der Hand des Verteidigers Milos Degenek gestoppt wurde. Dann traf er nach Kopfball-Vorlage von Corentin Tolisso, ehe er eine Flanke von Benjamin Pavard ins Tor lenkte. Schließlich überwand er per Rechtsschuss den bemitleidenswerten Belgrader Keeper Milan Borjan.

Zunächst hatte es nach einem gebrauchten Tag für Lewandowski ausgesehen

In der ersten Halbzeit hatte es noch nach einem gebrauchten Tag von Lewandowski ausgesehen, als er das Tor nicht so recht treffen wollte. Die größte Gelegenheit ließ er da in der siebten Minute liegen, als er alleine auf das Tor zulief, den Ball aber daneben setzte. Dann scheiterte der Pole mal an Borjan (12.), mal wurde er in letzter Sekunde gestoppt (27.). Kurz vor der Pause hatte er zudem Pech, dass sein Treffer vom Video-Schiedsrichter zurückgenommen wurde (40.). Passgeber Tolisso war zuvor der Ball an die Hand gesprungen.

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Der FC Bayern München hat sich gegen Roter Stern Belgrad durchgesetzt. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der Bayern-Profis beim vierten Sieg unter Interimstrainer Hansi Flick. Zur Galerie
Der FC Bayern München hat sich gegen Roter Stern Belgrad durchgesetzt. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der Bayern-Profis beim vierten Sieg unter Interimstrainer Hansi Flick. ©

Und mit dem Ergebnis waren die Serben noch gut bedient, denn die Münchner legten geradezu ein Chancen-Feuerwerk hin. „Das sind Spiele, die man voll genießen kann“, hatte Goretzka schon vor dem Anpfiff seine Vorfreude ausgedrückt. Dass die Partie tatsächlich ein Genuss für die Bayern-Fans wurde, lag auch an Goretzka. Der Nationalspieler zeigte sich erneut in prächtiger Form und sorgte für die frühe Führung. Nach Flanke von Coutinho wuchtete der Mittelfeldspieler den Ball per Kopf ins Tor. Auch in der Folgezeit setzte sich der Ex-Schalker in Szene, wie in der 16. Minute, als er den schwer beschäftigten Borjan zu einer Parade zwang.

Trotz der sechs Treffer war die Chancenverwertung fast noch ein Makel im Bayern-Spiel. Denn die Münchner traten derart dominant auf, dass es ein ganz schlimmes Debakel für Roter Stern hätte geben können. Die Münchner ließen den Gastgebern, bei denen auch Ex-Nationalspieler Marko Marin wenig ausrichten konnte, kaum über die Mittellinie. Wo die Bayern im April 1991 noch auf so bittere Weise im Europacup-Halbfinale ausgeschieden waren, zeigte sich diesmal ein Klassenunterschied. Entsprechend beeindruckend waren die Zahlen schon zur Halbzeit: 15:0 Torschüsse, 12:1 Ecken 71:29 Prozent Ballbesitz zugunsten der Münchner.

Roter Stern hatte sich als Heimmacht gezeigt - auch in Europa

Dabei hatte sich Roter Stern in der Vergangenheit eigentlich als Heimmacht gezeigt, nur drei der vorherigen 21 Europacupspiele hatte Belgrad verloren. Im vergangenen Jahr wurde gar der spätere Sieger FC Liverpool besiegt. Von einem ähnlichen Kunststück waren die Gastgeber aber weit entfernt. Vielmehr wurde Ex-Weltmeister Jérôme Boateng in der Abwehr kaum gefordert. Der zuletzt in der Bundesliga gesperrte und in der Champions League nicht aufgebotene Innenverteidiger ersetzte David Alaba, der wegen der bevorstehenden Geburt seines Kindes nicht mitgereist war. Aber Lewandowski überstrahlte alles. So war er fast ein wenig enttäuscht, als er in der 77. Minute raus musste. So hätte er womöglich mit den Fünffach-Torschützen Lionel Messi und Luiz Adriano gleichziehen können.