05. September 2021 / 19:39 Uhr

Preußen Reinfeld gelingt Befreiungsschlag – 2:0-Heimsieg über TSV Pansdorf

Preußen Reinfeld gelingt Befreiungsschlag – 2:0-Heimsieg über TSV Pansdorf

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Die Reinfelder um Kristof Rönnau in Jubelpose. 
Die Reinfelder um Kristof Rönnau in Jubelpose.  © 54°/Garve
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Am Sonntagnachmittag gewann der SV Preußen Reinfeld sein Heimspiel gegen den TSV Pansdorf mit 2:0 und konnte damit den Negativtrend stoppen. Der TSV trauert seinen vergebenen Chancen nach.

In der ersten Halbzeit waren die Gastgeber die deutlich aktivere Mannschaft, wenngleich der TSV durch Felix Krüger schon nach einer halben Minute zum ersten Torabschluss kam. Reinfeld brauchte etwa eine Viertelstunde, um durch Luis Mickeleit erstmals gefährlich zu werden. Im direkten Gegenzug vergab erneut Pansdorfs Krüger, dessen Schlenzer knapp rechts am SVP-Gehäuse vorbei ging.

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Bilder vom Spiel: SV Preußen Reinfeld - TSV Pansdorf (05.09.2021)

Der Pansdorfer Ben Boebs (m.) geht ins Luftduell mit den Reisfeldern Christian Biermann (l.) und Patrick Ellenberger (r.), der den Ball behaupten kann.  Zur Galerie
Der Pansdorfer Ben Boebs (m.) geht ins Luftduell mit den Reisfeldern Christian Biermann (l.) und Patrick Ellenberger (r.), der den Ball behaupten kann.  ©

Hiernach übernahmen die Preußen das Kommando und konnten sich immer wieder über gefährliche Umschaltmomente befreien. Ein Schuss von Alaa Nader aus 20 Metern klatschte an den Pfosten, kurz danach nutzte Kristof Rönnau seine erste Chance aus ähnlicher Position per Aufsetzer zur Reinfelder Halbzeit-Führung (28., siehe Video unten), die aufgrund der Spielanteile mittlerweile in Ordnung ging. Kurz vor dem Seitenwechsel traf Ben Böbs nach Kunert-Freistoß per Kopf zwar zum vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer wurde wegen vermeintlichen Foulspiels jedoch nicht gegeben – Glück für die Hausherren (43.).

Im Video: Kristof Rönnau trifft zum 1:0 für Reinfeld

Der zweite Durchgang gehörte hingegen klar den Gästen aus Ostholstein. Reinfeld gelang es im Gegensatz zur ersten Hälfte immer weniger, sich fußballerisch aus Pressingsituationen zu befreien. Der TSV kam nun immer öfter zu Torabschlüssen. Erst verfehlte ein Gerlach-Kopfball das Gehäuse (49.), dann scheiterte Finn Anders im Eins-gegen-Eins an SVP-Keeper Marvin Zimmermann (54.). Und auch eine Viertelstunde später entschied der Torhüter selbiges Duell erneut für sich (68.).

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Zwei Minuten später entschied Schiedsrichter Eike-Robert Kawen auf Foulelfmeter für Reinfeld, nachdem Gerlach Rönnau festhielt, der dankend annahm. Den fälligen Strafstoß jagte Phillip Hackbarth jedoch in die Wolken (70.). Pansdorf erarbeitete sich zwar immer wieder Standardsituationen aus gefährlichen Räumen. Jedoch fand nahezu keine davon einen Abnehmer. Als Pansdorf letztlich alles nach vorn warf, ergaben sich für die Reinfelder Kontermöglichkeiten, von denen der eingewechselte Nikita Bojarinow die letzte des Spiels nutze und TSV-Keeper Schramm mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck keine Chance ließ (90.+2, siehe Video unten).

Nikita Bojarinow macht das 2:0 Sekunden vor dem Abpfiff

„Wir sind gut in die Partie reingekommen und hatten danach eine Tiefschlafphase. Zur zweiten Hälfte haben wir uns viel vorgenommen und das auch gut umgesetzt. Wir hätten heute einfach die Tore machen müssen. Auf dem Niveau können wir uns auch keine fünf, sechs oder sieben Minuten Schlafwagen-Fußball leisten. Heute hier zu verlieren tut schon verdammt weh. Wenn man das gesamte Spiel sieht, darf man hier nicht als Verlierer vom Platz gehen. Wir hätten hier heute punkten, wenn nicht sogar gewinnen müssen“, konstatierte TSV-Coach Helge Thomsen, dessen Team kommende Woche den PSV Neumünster empfängt (Sa., 14 Uhr).

Dem SV Preußen fiel mit Abpfiff indes ein riesiger Stein vom Herzen. Nach zwei Auftaktpleiten (0:4 beim VfB Lübeck II, 1:3 gegen den PSV Neumünster), sowie dem Pokal-Aus beim Kreisligisten TSV Trittau unter der Woche (2:3), war die Erleichterung nach Abpfiff groß. Kapitän Patrick Ellenberger sagte gegenüber den LN: „Wir wissen, dass wir nicht gut gestartet sind und dass die ersten Ligaspiele schwer werden. Die Niederlage im Pokal darf natürlich nicht passieren. Das war ein richtiger Schuss vor den Bug. Vor uns liegen jetzt drei entscheidende Wochen. Die erste davon haben wir erfolgreich absolviert. Das gibt uns ein bisschen Luft.“

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In den kommenden zwei Wochen muss der SVP erst beim FC Dornbreite (10.09., 17.30 Uhr) und dann daheim gegen Eutin 08 (19.09., 15 Uhr) ran.

Reinfeld-Coach Jan Christian Hack konstatierte: „In der ersten Halbzeit haben wir das Ding spielerisch komplett dominiert und Pansdorf nicht in die Zweikämpfe kommen lassen. Pansdorf wollte am Spiel gar nicht teilnehmen. Sie haben viele lange Bälle gespielt. Wenn es gefährlich wurde, dann durch Standards. Trotzdem hatten sie zwei Situationen, in denen Marvin (Zimmermann, Anm. d. Red.) uns am Leben hält. Wir hätten den Sack heute früher zumachen müssen, damit es nicht nochmal spannend wird. Letztlich war es ein absolut verdienter Sieg.“

Preußen Reinfeld kletterte dank des Sieges auf Rang sechs und übergab die rote Laterne an den TSV Pansdorf…

SVP: Zimmermann – Biermann, Grimm (84. Villbrandt), Cloppatt, Ellenberger – Mickeleit (80. Bojarinow) – Hackbarth (80. Vogel), Möller (63. L. Czeschel) – Izawe – Nader (86. Schecke), Rönnau (86. Wurst).

TSV: Schramm – Denker (90. Wossidlo), Sommer (75. Krampe), Gerlach, Böbs – Kunert, Schult (90. Basse) – Krüger, Anders, Hahn (75. Knetsch) – Grimm.