12. Juli 2019 / 21:23 Uhr

Preußen Reinfeld kassiert 1:7-Debakel beim PSV Union Neumünster

Preußen Reinfeld kassiert 1:7-Debakel beim PSV Union Neumünster

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Neumünsters Nico Bruns (l.) im Duell mit Reinfelds Patrick Witten im Achtelfinale des SHFV-Pokals.
Neumünsters Nico Bruns (l.) im Duell mit Reinfelds Patrick Witten im Achtelfinale des SHFV-Pokals. © Holsteinoffice/André Sell
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Zweimal in Folge stand der SV Preußen Reinfeld im Landespokal-Halbfinale. Heute schieden die Stormarner sang- und sanglos schon im Achtelfinale aus. Im Oberliga-Duell beim PSV Union Neumünster gab es ein bitteres 1:7-Debakel. Und damit war die Elf von Trainer Michael Clausen noch gut bedient.

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Die Gäste wurden vor 203 zahlenden Zuschauern kalt erwischt. Schon nach 35 Sekunden zappelte der Ball das erste Mal im Tor von Ersatztorwart Daniel Marco. Marvin Kehl (1.) stand völlig frei im Strafraum. Nur neun Minuten später erhöhte Neumünsters Neuzugang Timo Barendt (kam von Holstein Kiel II, früher VfB Lübeck), der ebenfalls blank stand, per Kopfball nach einer Linksflanke vom Ex-Eutiner Nico Bruns. Auch für den Stadionsprecher ging das viel zu schnell. Beide Torschützen wurden falsch durchgegeben.

Video: Preußen Reinfeld beim PSV Union Neumünster

„Das ist Schlafwagenfußball“

Es kam aber noch schlimmer für den total überforderten Oberliga-Neuling. Erneut Barendt (34.) traf per Kopfball zum 3:0, nachdem Marco einen Schuss von Marc Barck nur nach vorne abwehren konnte. Die erste Möglichkeit für die Karpfenstädter hatte „Jonny“ Marschner. Doch PSV-Torwart Philipp Reinhold konnte den Kopfball des ehemaligen Eicheders mit der Faust zur Ecke lenken (35.). „Das ist Schlafwagenfußball“, sagte ein fassungsloser Reinfelder Ligaobmann Rolf Heickmann in der Pause zum LN-Sportbuzzer.

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Es ging alles viel zu schnell für die Gäste – ein Klassenunterschied. Nach dem Seitenwechsel war erst Barck (49.) zum 4:0 erfolgreich, ehe der ansonsten abgemeldete Preußen-Stürmer Kristof Rönnau (59.) mit einem frech in die Mitte gechipten Handelfmeter immerhin Ergebniskosmetik betreiben konnte. Danach trafen Paul Sachse (61.), Barendt (65.) mit seinem dritten Treffer und Kehl (76.) mit seinem zweiten Treffer zum 7:1-Endstand. Um 20.46 Uhr pfiff Schiedsrichter Lars Jansen (Altenholz) die einseitige Partie ab und erlöste Kapitän Patrick Witten & Co.

Video: Kristof Rönnau trifft per Handelfmeter für Preußen Reinfeld

„Ich hoffe, dass das ein Ausrutscher war.“

„Das war eine absolut verdiente Niederlage. Die Höhe haben wir uns durch krasse individuelle Fehler selber zuzuschreiben. Die Fehler wurden vom Gegner gnadenlos ausgenutzt“, resümierte Trainer Clausen. Sein Team habe Lehrgeld bezahlt. „Ich hoffe, dass das ein Ausrutscher war.“

SV Preußen Reinfeld: Marco – Witten, Jonathan Marschner, Böckelmann, Schecke (46. Decker) – Vogel – Taritas, Brügmann (79. Benedict Schröder), Hackbarth, Lie (46. Bosbach) – Rönnau.

SHFV-Pokal-Halbfinale zwischen Preußen Reinfeld und Weiche Flensburg

Auch die Gäste aus Flensburg konnten auf zahlreiche Unterstützung aus der Heimat zählen. Zur Galerie
Auch die Gäste aus Flensburg konnten auf zahlreiche Unterstützung aus der Heimat zählen. ©
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