23. September 2018 / 19:17 Uhr

Preußen Reinfeld nach 3:2 bei Hartenholm wieder Tabellenführer

Preußen Reinfeld nach 3:2 bei Hartenholm wieder Tabellenführer

Daniel Politowski
Lübecker Nachrichten
Preußen Reinfeld grüßt nach dem knappen Sieg gegen Hartenholm weiter von der Tabellenspitze.
Preußen Reinfeld grüßt nach dem knappen Sieg gegen Hartenholm weiter von der Tabellenspitze. © Agentur 54°
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Eichede II mit deutlicher Niederlage gegen Dornbreite, Phönix Lübeck nach Sieg in Siebenbäumen neuer Tabellenzweiter - außerdem gewinnt Heikendorf deutich gegen Schackendorf

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TuS Hartenholm - Preußen Reinfeld 2:3

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Eigentlich waren die Rollen vor der Partie klar verteilt. Ligaprimus reiste zum bislang sieglosen TuS Hartenholm als klarer Favorit nach Segeberg. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe ohne nennenswerte Höhepunkte - Reinfeld hatte mehr Spielanteile, doch Hartenholm stand tief und gut organisiert in der Defensive. Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischte dann aber der Favorit aus Reinfeld. Stürmer Kristof Rönnau brachte die Mannschaft von Trainer Michael Clausen nach etwas mehr als fünf gespielten Minuten in Durchgang zwei in Führung (52.). In der Folge schien es, als würden die Gäste das Spiel verwalten - doch Hartenholm, dass das Heimspiel letzte Saison mit 2:0 für sich entscheiden konnte und in Reinfeld nur knapp mit 3:4 verlor, steckte nicht auf und konnte durch Marco Möller den Ausgleich erzielen (72.). Noch knapp zwanzig Minuten waren zu spielen, doch die Freude auf Seiten der Hausherren wehrte nur kurz - der eingewechselte Paul Treichel traf quasi im Gegenzug nur wenig später zur erneuten Führung für Preußen (73.). Doch die turbulenteste Phase im Spiel war noch nicht vorbei, als Maximilian Kokot den erneuten Ausgleich für das Team von Sönke Pries erzielte und Hartenholm noch einmal Hoffnung schöpfte (75.). Diese Hoffnung wurde jedoch kurz vor Ende des Spiels zunichte gemacht, als erneut Treichel mit seinem zweiten Treffer des Tages den Siegtreffer für Reinfeld erzielte, der gleichbedeutend mit dem erneuten Sprung an die Tabellenspitze war.

Preußen-Co Pascal Lorenz sagte nach der Partie zum Sportbuzzer: "Am Ende ist es ein verdienter Sieg, da wir die bessere Spielanlage hatten. Hartenholm hat, manchmal am Rande der Legalität, gut gekämpft und ist auch zu der ein oder anderen guten Konterchance gekommen. Wir haben gemerkt, dass wir gegen eine gute Mannschaft gespielt haben, die momentan jedoch verunsichert ist. In der zweiten Hälfte der letzten Saison hätten wir dieses Spiel auf keinen Fall gewonnen, aber momentan erkämpfen und verdienen wir uns die Punkte und freuen uns auf das nächste Spiel gegen Siebenbäumen."

GW Siebenbäumen - Phönix Lübeck 1:3

Während Siebenbäumen weiter nach seiner Form sucht, konnten die Adlerträger mit einem Sieg den Patzer des Oldenburger SV nutzen und auf Platz zwei springen. In Halbzeit eins gab es für Schiedsrichter Malte Rievers vom TSV Wiemersdorf nicht viel zu tun, außer eine gelbe Karte für Phönix' Alexander Sommer zu notieren. Das sollte sich in Halbzeit zwei ändern, als er nach knapp zwanzig Minuten im zweiten Durchgang auf den Punkt im Siebenbäumer Strafraum zeigte - Elfmeter für die Gäste aus Lübeck. Felix Stieglitz stellte sich der Verantwortung und erzielte die Führung für das Team von Denny Skwierczynski. Phönix, durch die Führung beflügelt, machte weiter Druck und konnte durch Tino Arp auf 2:0 erhöhen - die Gegenwehr der Hausherren schien gebrochen. Kurz vor Schluss machten die Hansestädter durch das 3:0 von Paul Meins dann endgültig den Deckel drauf (87.), ehe Veysi Kurt per Strafstoß immerhin der Ehrentreffer gelang (90.).
Pech für Lübeck: Hätte Reinfeld nicht kurz vor Schluss noch den Siegtreffer erzielt, wäre man sogar an die Tabellenspitze geklettert, aber so steht am Ende die Übernahme von Platz zwei.

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SV Eichede II - FC Dornbreite 2:5

Im ersten Landesliga-Spiel des Tages hatte die Zweitvertretung der Stormarner die Lübecker vom FC Dornbreite zu Gast - und die Gäste machten von Beginn an deutlich machen, wer am Ende dieses Spiels als Sieger vom Platz gehen sollte. Nach fünf Minuten hatte Eichede Glück, dass Yannick Bremser für seinen schon geschlagenen Keeper Kersbaum auf der Linie rettete und der Fernschuss von David Iwuoha wieder nur kurz vor der Linie geklärt werden konnte (11.). Kurz darauf fiel der, zu diesem Zeitpunkt verdiente, Führungstreffer für Dornbreite dann aber doch. Bastian Henning ließ dem SVE-Schlussmann dabei mit einem saftigen Schuss aus spitzem Winkel keine Chance (13.). Bevor Ole Schließer dann die Bitten der Gastgeber nach dem 2:0 erhörte und den Ball im Nachsetzen über die Linie drückte (23.), hatte Eichede sogar noch Glück, nicht schon höher in Rückstand zu liegen. Das Spiel fand nur vor einem Tor statt und der FCD hatte noch nicht genug. Nach einer halben Stunde war es erneut Bastian Henning, der nach Vorlage von Schliesser mit seinem zweiten Treffer des Tages schon vor der Halbzeit für die Vorentscheidung sorgte. Auch mit diesem Treffer war der Torhunger der Hansestädter noch nicht gestillt - Ex-VfBer Dennis Wehrendt nahm sich aus knapp zwanzig Metern ein Herz und versenkte die Kugel im linken Kreuzeck zum Halbzeitstand (37.).
Nach Wiederanpfiff sah es dann kurzzeitig so aus, als könnten die Gastgeber sich hier nochmal zurück in die Partie kämpfen. Der eingewechselte Morten Wahl traf zum 1:4-Anschlusstreffer (51.), bevor ein weiterer Joker das schönste Tor des Tages erzielte. Adrian Matysik zog aus dreißig Metern einfach mal ab und sein Schuss senkte sich perftekt ins Eck (58.) In der Folge spielten beide Teams mit offenem Visier - Eichede drängte nun auf den Anschlusstreffer und Dornbreite wollte Tor Nummer fünf. Belohnt wurden am Ende die Gäste, als Bastian Henning nach einer Ecke seinen dritten Treffer erzielte und somit den Endstand herstellte.

Rene Wasken vom SVE sagte nach der Partie: "Wir konnten in der ersten Halbzeit überhaupt nicht das umsetzen, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann deutlich besser gemacht, eine gute Halbzeit reicht aber einfach nicht."

Das sind die Transferknaller in der Sommerwechselfrist 2018

Henrik Sirmais wechselt als VfB-Lübeck Urgestein zum SV Todesfelde! Seit 2006 spielte der 27-jährige Verteidiger für die Grün-Weißen, seit 2013 für die Regionalligamannschaft. Fortan läuft er im Joda-Sportpark auf. Zur Galerie
Henrik Sirmais wechselt als VfB-Lübeck Urgestein zum SV Todesfelde! Seit 2006 spielte der 27-jährige Verteidiger für die Grün-Weißen, seit 2013 für die Regionalligamannschaft. Fortan läuft er im Joda-Sportpark auf. ©

Heikendorfer SV - SV Schackendorf 3:0

„Das einzige, was wir jetzt machen können, ist genau wie in der letzten Saison die Ärmel hochzukrempeln, als Mannschaft zusammenzustehen und uns gemeinsam aus der Scheiße herauszuziehen“, forderte Schackendorf-Coach Thomas Dybowski noch vor der Partie. Genutzt hat es am Ende wenig, auch wenn das Ergebnis erst spät in der Partie deutlich wird. Vor 100 Zuschauern standen in Halbzeit eins lediglich zwei gelbe Karten für die Gastgeber (33., Max Buhse, 36. Michael Kuss) auf dem Zettel von Schiedsrichter Simon Schmeling. Dies sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern, ehe Lino Schneeberg knapp zwanzig Minuten vor Schluss das erste Tor der Partie erzielte und den Knoten beim HSV löste (72.). Im weiteren Spielverlauf spielte Heikendorf mit der Führung im Rücken weiter nach vorne und konnte durch einen Doppelpack von Sören Richard Schnoor am Ende einen ungefährdeten Heimsieg herausspielen.