06. Mai 2020 / 23:00 Uhr

Prignitz-Cup: Keine Wertung in diesem Jahr

Prignitz-Cup: Keine Wertung in diesem Jahr

Stefan Peglow
Märkische Allgemeine Zeitung
Auch der Moormeile in Bad Wilsnack – traditionell Abschlussveranstaltung für die Laufserie um den Prignitz-Cup – droht die Absage.
Auch der Moormeile in Bad Wilsnack – traditionell Abschlussveranstaltung für die Laufserie um den Prignitz-Cup – droht die Absage. © Stefan Peglow
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Laufserie um den Prignitz-Cup wird nach Absagen mehrerer Events erst wieder 2021 ausgetragen.

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Was schon längere Zeit erwartet wurde ist nun offiziell. Den 30. Rolandlauf wird es erst im nächsten Jahr geben. Darüber informierte die Stadt Perleberg. Die Organisatoren hätten den Lauf gern in den Herbst verlegt. „Nach Absprache mit allen Beteiligten haben wir aber entschieden, den Lauf ins nächste Jahr zu verschieben“, informierte Laufleiterin Steffi Diete. Durch die Absage habe man nun die Möglichkeit, das Jubiläum in Ruhe weiter zu planen und es „in einem gebührenden und schönen Rahmen“ 2021 durchführen zu können.

Der Rolandlauf hätte am 9. Mai die Laufsaison in der Prignitz eröffnen sollen. Gleichzeitig hätten dort erstmals in diesem Jahr Punkte für den Prignitz-Cup gesammelt werden können. Doch der von der Sparkasse Prignitz und der Märkischen Allgemeinen Zeitung ausgeschriebene Wettbewerb kann in diesem Jahr nicht ausgetragen werden. Vier von sieben Wertungsläufen wurden bereits abgesagt. Neben dem Rolandlauf in Perleberg sind dies der Heidelauf in Wittstock, der Jahn-Gedenklauf in Lanz sowie der Temnitzer Heidelauf.

Das war die 19. Moormeile in Bad Wilsnack.

Moormeile 2019 Zur Galerie
Moormeile 2019 © Stefan Peglow

„Wir bedauern, gerade als langjähriger Hauptsponsor, die Absage des Prignitz-Cups“, sagt Michael Böwe von der Sparkasse Prignitz. 2021 werde es wieder eine Cup-Wertung geben. „Wir würden uns freuen, wenn 2020 dennoch einige Läufe stattfinden könnten“, legt Böwe nach. Wissend, dass den verblieben Volksläufen in der Prignitz Absagen drohen.

Zuletzt hatten die Verantwortlichen des SV Jahn Lanz ihren für den 21. Juni geplanten Jahngedenklauf abgesagt. „Er findet auf Grund der aktuellen Lage nicht statt“, weiß Rupert Böhm vom Pritzwalker Lauftreff. Die Lanzer haben auf Grund von Corona keine Planungssicherheit. „Auch wir überlegen natürlich, ob wir unsere Laufveranstaltung in Pritzwalk durchführen können“, sagt Böhm mit Blick auf den 43. Lauf- und Wandertag, der für den 12. September vorgesehen ist. Beim Lauftreff wolle man die Entwicklung der Coronakrise abwarten und erst Mitte Juli entscheiden, ob die Veranstaltung im Pritzwalker Hainholz stattfinden kann.

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Optimistisch ist auch Christopher Teschner aus Glöwen. So soll der für den 3. Oktober geplante Einheitslauf auf jeden Fall stattfinden. „Selbst wenn es bis dahin noch Auflagen geben sollte und zum Beispiel die Teilnehmerzahl auf nur 100 begrenzt würde, bekämen wir das hin“, denkt der Initiator. Er rechnet für Oktober mit vielen Laufenthusiasten in Glöwen. Notfalls könne man die Startplätze ja dann verlosen, sagt er mit einem Augenzwinkern. Derzeit könne zu den Rahmenbedingungen für Veranstaltungen im Herbst niemand eine seriöse Aussage treffen. Teschner versichert: „Wir erhalten unsere Planungen aufrecht. Auch der gebuchte Zeitnehmer hat unseren Termin noch einmal bestätigt.“

Weniger optimistische Töne sind aus Bad Wilsnack zu vernehmen. Zwar wolle man die Moormeile, mit der normalerweise in jedem Jahr die Laufserie um den Prignitz-Cup endet, noch nicht absagen. „Doch vielleicht sollten wir unseren Jubiläumslauf, es wäre der 20., auch in das kommende Jahr verschieben“, meint Rolf Schädlich vom SV Prignitz Bad Wilsnack/Legde. Schließlich solle es wieder eine schöne Veranstaltung werden. „Zu der gehören nun mal viele Teilnehmer. Und ich denke, da könnte es kritisch werden, in dieser Zeit der Ungewissheit“, fährt Schädlich fort. Mehrere Läufer hätten schon signalisiert größere Veranstaltungen, selbst wenn erlaubt, zumindest in diesem Jahr zu meiden. Für die ehrenamtlichen Organisatoren und Helfer stelle sich daher die Frage, ob der Aufwand, den sie betreiben, in diesem Jahr gerechtfertigt wäre. „Wir wollen darüber mit Laufleiter Roland Feix entscheiden, wenn wir uns wieder treffen dürfen“, informiert Schädlich.