22. April 2021 / 13:08 Uhr

Pro und Contra: Schafft der HSV im Saison-Endspurt den Bundesliga-Aufstieg?

Pro und Contra: Schafft der HSV im Saison-Endspurt den Bundesliga-Aufstieg?

René Wenzel und Leon Schaefer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schafft der HSV endlich den Aufstieg? René Wenzel und Leon Schaefer diskutieren.
Schafft der HSV endlich den Aufstieg? René Wenzel und Leon Schaefer diskutieren. © Getty Images (Montage)
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Macht der Hamburger SV im dritten Anlauf die Bundesliga-Rückkehr perfekt? Die Meinungen der Experten, Fans und neutralen Beobachter gehen weit auseinander. SPORTBUZZER-Redakteur René Wenzel und Mitarbeiter Leon Schaefer im Pro und Contra.

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Der Hamburger SV steckt im Zweitliga-Endspurt mitten im Aufstiegskampf. Derzeit ist der Klub bei einem Spiel weniger Dritter mit 50 Punkten hinter dem VfL Bochum (57) und der SpVgg Greuther Fürth (54). Der Relegationsplatz gibt zwar Hoffnung, doch bevorzugt wird die Sicherheit auf den ersten beiden Plätzen, die den direkten Aufstieg bedeuten würden. Im HSV-Nacken lauern die Verfolger Fortuna Düsseldorf, 1. FC Heidenheim, Holstein Kiel, FC St. Pauli und Karlsruher SC. Vor dem Duell gegen den KSC am Donnerstagabend (18.30 Uhr/Sky) blicken SPORTBUZZER-Redakteur René Wenzel und Mitarbeiter Leon Schaefer auf die Aufstiegschancen der Hamburger.

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PRO: Das Rest-Programm spricht für den HSV

von SPORTBUZZER-Redakteur René Wenzel

13 Tage hatte der HSV nach dem letzten Zweitliga-Spiel Zeit, um sich auf den Sechs-Spiele-Endspurt vorzubereiten. So richtig nach Aufstieg fühlt sich das Rest-Programm aber nicht an. Es geht noch gegen insgesamt sechs Abstiegskandidaten. Zuerst gegen den Vorletzten SV Sandhausen, am 33. und 34. Spieltag gegen die Nord-Kontrahenten VfL Osnabrück sowie Eintracht Braunschweig. Und das spricht klar für die Hamburger.



Für den HSV gibt es kein Spiel mehr in dieser Saison, wo man im Vorfeld vor den Qualitäten des Gegners zittern müsste. Die direkte Konkurrenz hingegen steht noch vor einigen schwierigen Aufgaben. Ein Beispiel: Fürth spielt unter anderem noch gegen den FC St. Pauli, SC Paderborn und Fortuna Düsseldorf - da muss dem Kleeblatt im Vereinslogo noch ein viertes Blatt wachsen. Und auf Quarantäne-Kiel wartet sowieso noch ein Hammer-Programm.

Der Fokus der Rothosen liegt erstmal klar auf dem Neun-Punkte-Plan. Neun Punkte in den nächsten acht Tagen - in den Partien gegen Sandhausen, Regensburg und Karlsruhe. Dann stünde der HSV bei 59 Punkten drei Spieltage vor Saisonende. Zur Erinnerung: Der VfB Stuttgart (58 Punkte) oder auch der 1. FC Nürnberg (60 Punkte) schafften in den vergangenen Jahren mit einer ähnlichen Ausbeute als Tabellenzweiter direkt den Aufstieg. In dieser Spielzeit ist der HSV an der Reihe - endlich!

CONTRA: Auf dem HSV lastet ein Fluch – der auch in diesem Jahr zuschlägt

von SPORTBUZZER-Mitarbeiter Leon Schaefer

Die letzten Jahre haben es gezeigt: Auf dem Hamburger SV lastet ein Aufstiegs-Fluch. Nachdem der Kult-Status als Bundesliga-Dino mit dem Abstieg 2018 hergeschenkt wurde, war man zwei Mal in der Pole-Position auf den Wiederaufstieg. Zwei Mal mussten sich die leitgeplagten HSV-Fans am Ende die Haare raufen – man wurde jeweils nur Vierter. Und auch in diesem Jahr wird das Pech den Traditionsklub wieder ereilen.

Die ersten Anzeichen waren jüngst schon wieder zu sehen: Bei Hannover 96 – ein zutiefst angeschlagener Klub aus dem Tabellen-Niemandsland, gegen den drei Punkte Pflicht gewesen wären – vergaben die Rothosen eine 3:0-Führung und spielten nur 3:3. Eine Woche später verlor man gegen Darmstadt, für die die Saison ebenfalls schon gelaufen war.

Die Tabelle zeigt es schon: Stand jetzt hat der HSV den Aufstieg gar nicht in der eigenen Hand. Im Corona-Chaos im Bundesliga-Unterhaus hat die Thioune-Elf zwei Spiele Vorsprung auf Holstein Kiel. Die "Störche" könnten vorbeiziehen, der HSV wäre nur noch Vierter – und der Fluch hätte ein drittes Mal in Folge zugeschlagen. Vielleicht ist der böse Zauber dann aber gebrochen – die Drei ist schließlich eine Glückszahl.

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