08. März 2021 / 12:00 Uhr

"Pro Fans" ruft DFB zu WM-Boykott in Katar auf: "Fußballfest auf den Gräbern von Tausenden Arbeitsmigranten"

"Pro Fans" ruft DFB zu WM-Boykott in Katar auf: "Fußballfest auf den Gräbern von Tausenden Arbeitsmigranten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zu einem Boykott der WM 2022 in Katar fordert die Fan-Organisation ProFans den DFB auf.
Zu einem Boykott der WM 2022 in Katar fordert die Fan-Organisation "ProFans" den DFB auf. © dpa (Montage)
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Die Fan-Organisation "ProFans" fordet den DFB zu einem Boykott der WM 2022 in Katar auf. Angesichts der Berichte über Tausende Todesfälle unter Gastarbeitern in dem Land wäre eine Teilnahme an dem Turnier aus Sicht von "ProFans" das "Ende von Ethik und Würde".

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Die Fan-Organisation "ProFans" hat den Deutschen Fußball-Bund zum Boykott der WM 2022 in Katar aufgefordert. "Wir wissen sehr wohl, dass viele Fußballfreunde den Spielen der deutschen Nationalmannschaft entgegenfiebern. Uns ist ebenso bewusst, dass eine Weltmeisterschaft für die Sportler der Höhepunkt ihrer Laufbahn schlechthin ist. Aber es gibt nichts, was es rechtfertigen könnte, die Menschenrechtsverletzungen in Katar hinzunehmen, ja, gar durch die Teilnahme am Turnier wissentlich, billigend zu unterstützen. Wir fordern den DFB auf, die Teilnahme an der WM in Katar abzusagen", heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses vom Montag. Aus aus Norwegen hatte es zuletzt Rufe nach einem Boykott gegeben.

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Die britische Zeitung Guardian hatte unlängst gemeldet, dass seit der WM-Vergabe im Jahr 2010 in Katar mehr als 6500 Gastarbeiter aus fünf asiatischen Ländern gestorben seien. Das Blatt berief sich dabei auf Regierungsangaben. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte Katar daraufhin dazu aufgerufen, Todesfälle unter Arbeitsmigranten unabhängig zu untersuchen. Katars Regierung teilte hingegen mit, die Sterberate unter Millionen ausländischer Arbeiter liege in einem zu erwartenden Bereich. Der Zeitungsbericht führe die Öffentlichkeit in die Irre.

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Dennoch werden die Stimmen nach einem Boykott lauter. Für ProFans steht fest: „Ein rauschendes Fußballfest auf den Gräbern von Tausenden Arbeitsmigranten – daran teilzuhaben, wäre das Ende von Ethik und Würde.“ Der Fußball trage gesellschaftliche und soziale Verantwortung. "Will der DFB noch einen letzten Rest von Glaubwürdigkeit behalten, muss er seine Teilnahme an diesem Turnier absagen, und zwar jetzt!", hieß es in der Mitteilung.

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