28. April 2022 / 19:54 Uhr

Pro und Contra zur Europa League: Schaffen es RB Leipzig UND Eintracht Frankfurt ins Finale?

Pro und Contra zur Europa League: Schaffen es RB Leipzig UND Eintracht Frankfurt ins Finale?

Moritz Speer und André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sowohl RB Leipzig als auch Eintracht Frankfurt sind einen Schritt vom Finale in der Europa League entfernt.
Sowohl RB Leipzig als auch Eintracht Frankfurt sind einen Schritt vom Finale in der Europa League entfernt. © IMAGO/Ulrich Hufnagel/Gribaudi/ImagePhoto (Montage)
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Das erste deutsche Europacup-Finale seit 2013 ist greifbar: RB Leipzig und Eintracht Frankfurt haben die Chance, im Europa-League-Endspiel aufeinanderzutreffen. Doch setzt sich RB im Halbfinale gegen die Glasgow Rangers und die Eintracht gegen West Ham United durch? Die SPORTBUZZER-Redakteure Moritz Speer und André Batistic diskutieren.

PRO: Ja, weil an den deutschen Teams kein Weg vorbei führt

von SPORTBUZZER-Redakteur Moritz Speer

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Zur Saison 2009/10 führte die UEFA die Europa League ein und präsentierte damit einen Nachfolger für den UEFA-Cup. Seitdem konnten bislang acht spanische, drei englische und ein portugiesischer Klub den Wettbewerb gewinnen – eine deutsche Mannschaft schaffte es bislang nicht einmal ins Endspiel. In dieser Saison besteht die große Chance, diesen Fluch zu brechen. Mit RB Leipzig und Eintracht Frankfurt stehen gleich zwei deutsche Vertreter in der Vorschlussrunde und starten am Donnerstagabend in den Halbfinal-Hinspielen ihre Finalmission.

Im Viertelfinale kegelten die Leipziger den italienischen Spitzenklub Atalanta Bergamo äußerst souverän aus dem Wettbewerb und zauberten vor allem im Rückspiel in Italien eine sehr abgeklärte, ja fast schon titelreife Leistung aufs Parkett. Die noch immer beste Mannschaft der Bundesliga-Rückrunde geht gegen die Glasgow Rangers als Favorit ins Halbfinale und macht momentan – von der Ligapleite gegen Union Berlin am vergangenen Wochenende mal abgesehen – einen extrem starken Eindruck. Knüpft das Team von Trainer Domenico Tedesco an diese Leistungen an, führt mit Blick auf das Finale kein Weg an ihm vorbei – vor allem nicht mit einem Christopher Nkunku in absoluter Topform.

Auf die Frankfurter wartet in der Runde der letzten Vier die potenziell schwierigere Aufgabe. Gegner West Ham United spielt als Tabellensiebter in England eine ordentliche Saison in der wohl stärksten Liga der Welt, vor den Londonern stehen lediglich die sechs Spitzenteams Manchester City, Liverpool, Chelsea, Arsenal, Tottenham und Manchester United. Fakt ist: Die Eintracht hat in der Bundesliga ihre Probleme, wächst im Europapokal aber regelmäßig über sich hinaus. Das bekam zuletzt auch der große Favorit FC Barcelona auf eindrucksvolle Art und Weise zu spüren. Auch West Ham sollte sich gegen diese SGE warm anziehen, denn sie brennt bereits auf die nächste magische Nacht. Mit der Unterstützung der überragenden Fans wird Frankfurt auch diese Hürde meistern und ins Finale von Sevilla einziehen. Die Zeit für ein deutsches Endspiel ist reif …

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CONTRA: Nein, weil West Ham die Europa League gewinnen wird

von SPORTBUZZER-Redakteur André Batistic

Ja, der Viertelfinal-Sieg gegen den FC Barcelona war monumental. Ja, ganz Frankfurt schwimmt aktuell auf einer Euphoriewelle. Aber trotzdem wird es allein an der Eintracht liegen, dass den deutschen Fans das erste Finale zwischen zwei Bundesliga-Teams in der Europa League verwehrt bleibt. So beeindruckend, sympathisch und erfrischend der Fan-Support der Hessen in Barcelona auch war: West Ham United ist ein ganz anderes Kaliber als die in dieser Saison schwächelnden Katalanen und wird sich von der Atmosphäre der Frankfurt-Fans nicht im Ansatz aus dem Konzept bringen lassen.

In der hartumkämpften Premier League zählt das Team des ehemaligen ManUnited-Trainers David Moyes seit zwei Jahren zur erweiterten Spitze und lässt immer wieder mit Erfolgen gegen Weltklasse-Klubs wie Manchester City oder dem FC Liverpool aufhorchen. Wer gegen solche Mannschaften konstant mithalten kann, hat gegen die in der schwächer einzuschätzenden Bundesliga glanzlosen Frankfurter einen großen Vorteil - vom individuellen Klassenunterschied ganz abzusehen. Aufgrund der Tabellen-Konstellation in England ist West Ham zudem gezwungen, die Europa League zu gewinnen (was sie auch tun werden), um sich für die Champions League zu qualifizieren - ein großer Anreiz. Da helfen dann auch die Eintracht-Fans nicht mehr...

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