31. Januar 2018 / 18:15 Uhr

Pro und Contra: Sollte der FC Bayern an Robben und Ribery festhalten? 

Pro und Contra: Sollte der FC Bayern an Robben und Ribery festhalten? 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die SPORTBUZZER-Redakteure André Batistic und René Wenzel diskutieren über eine mögliche Vertragsverlängerung der beiden Bayern-Stars Franck Ribery und Arjen Robben.
Die SPORTBUZZER-Redakteure André Batistic und René Wenzel diskutieren über eine mögliche Vertragsverlängerung der beiden Bayern-Stars Franck Ribery und Arjen Robben. © imago/Montage
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Die Verträge von Franck Ribery und Arjen Robben laufen im Sommer 2018 aus. Der FC Bayern München will spätestens im Mai eine Entscheidung verkünden. Sollte der Rekordmeister mit den beiden 34-Jährigen verlängern? Die SPORTBUZZER-Redakteure André Batistic und René Wenzel vertreten zwei unterschiedliche Meinungen.

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Bleiben die Alt-Stars Franck Ribery und Arjen Robben in München? Die Gespräche mit den beiden Spielern will der FC Bayern München in den kommenden Tagen aufnehmen. Wäre eine Vertragsverlängerung sinnvoll? Die SPORTBUZZER-Redakteure André Batistic und René Wenzel geben eine Einschätzung ab. Ein Pro und Contra!

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Es gibt nur wenige Spieler in der Bundesliga, die das Prädikat "Weltklasse" verdienen. Franck Ribery und Arjen Robben gehören ohne Frage zu ihnen. Der FC Bayern München hat nicht nur einige, sondern nahezu alle Erfolge in der Vergangenheit den beiden Ausnahmespielern zu verdanken. Allein dafür müssten die beiden Superstars einen Lebenszeitvertrag beim FC Bayern erhalten.

Ja, Robben und Ribery sind 34 Jahre alt. Aber das bedeutet nicht, dass die beiden automatisch schlechter als ihre Konkurrenten sind. Das beweist Ribery gerade, indem er seinen 13 Jahre jüngeren Landsmann Kingsley Coman zum Bankspieler degradiert. Beim FC Bayern wird unter Trainer Jupp Heynckes seit jeher nach dem Leistungsprinzip über die Startelf entschieden - eine echte Auszeichnung für die Professionalität des Franzosen.

Das ganze Hin- und Her um eine mögliche Vertragsverlängerung für die beiden Superstars ist unwürdig. Der FC Bayern wäre am besten beraten, schnell mit Ribery und Robben zu verlängern. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung können sie für einen schonenden Übergang auf dem Flügel des FC Bayern sorgen, als unter einem neuen Trainer ab Sommer den kompletten Umbruch einzuleiten und nur noch auf die Jugend zu setzen. Das wäre ein zu großes Risiko.

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In etwas mehr als zwei Monaten feiert Franck Ribery seinen 35. Geburtstag. Sein Körper macht einen immer müderen Eindruck, die Verletzungen häufen sich. Seine persönlichen Erfolge als Spieler des Jahres liegen schon viele Jahre zurück. "Ich fühle mich gut, ich kann noch zwei Jahre auf Top-Niveau spielen", sagte der Franzose der "Sport Bild". Das sollte er aber bei einem anderen Verein machen! Die Bayern müssen auf seinen Nachfolger Kingsley Coman setzen. Und dann würde sich Ribery mit einem Platz auf der Bank ganz sicher nicht zufrieden geben.

Der noch 34-Jährige hat alles mit dem FCB erreicht – von der deutschen Meisterschaft bis hin zum Champions-League-Titel. Was fehlt? Ein vernünftiger Abgang! Und den kann es nur geben, wenn man im Sommer einen sauberen Schlussstrich zieht. Ribery sollte als großartiger Spieler in Erinnerung bleiben – nicht als Stinkstiefel, der sich über die fehlenden Startelf-Einsätze beschwert.

Ähnlich ist die Situation bei Arjen Robben. Der Holländer verdient mit fast 10 Millionen Euro im Vergleich zu Ribery sogar 2,5 Millionen mehr. Auch hier wäre das Geld in einen anderen Spieler besser angelegt. Würden die Bayern-Fans nicht lieber einen Julian Brandt oder Christian Pulisic im FCB-Trikot sehen? Mit Sicherheit! Robben kommt zwar in dieser Saison schon insgesamt auf 21 Einsätze, konnte dabei aber nur gegen Mainz und Lieblingsgegner Borussia Dortmund überzeugen. Das reicht nicht.

Es ist schon lange nicht mehr der gefährliche Robben, den man als überragenden Flügelspieler aus der Saison 2009/2010 bestens kennt. Jeder Fan und Gegenspieler weiß mittlerweile: Robben dribbelt auf dem rechten Flügel, zieht dann schnell nach innen und versucht den Ball ins lange Eck zu zirkeln. Mittlerweile finden immer mehr Gegenspieler ein Gegenmittel – der Überraschungseffekt bleibt aus!

Und jetzt, lieber Herr Hoeneß und Herr Rummenigge, überraschen Sie mich bitte nicht mit einer Vertragsverlängerung von "Robbery".

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