11. Mai 2021 / 16:53 Uhr

Problematische Pokal-Planung - Niklas Jahn wechselt zum ZFC Meuselwitz

Problematische Pokal-Planung - Niklas Jahn wechselt zum ZFC Meuselwitz

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Niklas Jahn wechselt vom FC Carl Zeiss Jena II zum ZFC Meuselwitz.
Niklas Jahn wechselt vom FC Carl Zeiss Jena II zum ZFC Meuselwitz. © Verein
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In Sachen Thüringenpokal soll es Ende der Woche eine neue Beschlussvorlage geben. Der ZFC Meuselwitz arbeitet indes weiter am Kader für die kommende Saison.

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Meuselwitz. "In der zweiten Wochenhälfte“ rechnet Hartmut Gerlach mit einer neuen Beschlussvorlage in Sachen Fußball-Thüringenpokal, „frühestens Donnerstag, spätestens Samstag.“ Wie für den ganzen Verband (TFV) so bleibt die Situation auch für seinen Pressesprecher kompliziert. Zwar ist seit Sonntagabend das Urteil des Sportgerichts da, doch das 14-seitige Ungetüm hat es in sich. „Es ist schwierig, dafür brauchst du eine abgeschlossene juristische Ausbildung, und ich bin nur Deutschlehrer“, flüchtet sich Gerlach in Galgenhumor.

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Eigentlich hatte sich der TFV von der schriftlichen Begründung nützliche Hinweise zur weiteren Verfahrensweise erhofft. Also, eine Alternative zum abgeschmetterten Finale zwischen dem ZFC Meuselwitz und Carl Zeiss Jena.

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Doch der weitere Weg führt steil und steinig bergan. Zunächst beratschlagte der TFV-Vorstand am Montag in freudiger Erwartung eines Vorschlags aus dem Spielausschuss. Auch mit den Vereinen wolle laut Gerlach man noch einmal reden. Das hatte man zuvor bereits getan und sich mit 90-prozentiger Zustimmung auf das Endspiel der beiden Regionalligisten und je 2.000 Euro Abfindung für die verzichtenden Teams geeinigt. Dagegen jedoch zogen Rot-Weiß Erfurt und der FC An der Fahne sportgerichtlich zu Felde – und bekamen Recht. Aus all dem Prozedere im Hintergrund soll nun eine erneute Beschlussvorlage erwachsen, die womöglich den Pokalsieger via Losentscheid bestimmt.



Niklas Jahn wechselt zum ZFC

Meuselwitz hängt einstweilen in der Luft, bleibt aber nicht untätig. Am Mittwoch steigt ein Testspiel gegen die SpVgg Bayreuth und auch rein personell tut sich so einiges an der Glaserkuppe. So gab der Verein die Verpflichtung von Niklas Jahn vom FC Carl Zeiss Jena II bekannt. Der 1,78 m große Offensivspieler, der vornehmlich als linker Außenbahnspieler unterwegs ist, hat einen entsprechenden Vertrag beim ZFC unterzeichnet.

Trotz seines jungen Alters kann Jahn bereits sieben Einsätze in der 3. Liga (Saison 2019/2020) vorweisen (1 Tor). „Niklas hat uns im Probetraining überzeugt und wir wünschen ihm und uns, dass er den künftigen Weg erfolgreich mit uns bestreitet“ wird ZFC-Teammanager Frank Müller in einer Pressemitteilung zitiert.

Laurens Zintsch bleibt

Zwei Zipsendorfer Akteure werden dagegen nach ihren auslaufenden Verträgen am 30. Juni den Verein verlassen. Routinier und Stammspieler Henrik Ernst, mittlerweile 34 Jahre alt, wird nach dem Ende seiner Examenprüfungen im Rahmen seiner Ausbildung zum Lehrer sein Referendariat im Schuldienst beginnen. Der offensive Mittelfeldspieler Timo Mauer hat die sportlich Verantwortlichen derweil darüber informiert, dass er versuchen will, in der 3. Liga unterzukommen. Die Verabschiedung erfolgt in der neuen Spielzeit, sobald Zuschauer bei den Spielen erlaubt sind.

Ein anderer bleibt dagegen in Meuselwitz am Ball. Laurens Zintsch hat seinen Vertrag um ein Jahr plus Option auf eine weitere Saison verlängert. „Laurens ist als Talent mit nachgewiesener Qualität seines Könnens zu uns gekommen und hat sich in der Vorbereitung eine langwierige Verletzung zugezogen. Als er gesund war, wurde die Saison abgebrochen. Was er aber in den letzten Monaten im Training und den Testspielen gezeigt hat, war an vielen Tagen gehobenes Regionalliganiveau“, so Frank Müller. Zintsch ist gebürtiger Naumburger und kam im Sommer von Carl Zeiss Jena II zum ZFC. Er absolvierte vier Jahre seiner fußballerischen Ausbildung beim Hamburger SV.