02. Februar 2021 / 09:27 Uhr

Probstheidas Dauerbrenner: Leon Heynke ist beim 1. FC Lok Leipzig immer gesetzt

Probstheidas Dauerbrenner: Leon Heynke ist beim 1. FC Lok Leipzig immer gesetzt

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Leon Heynke
Leon Heynke (r.) im Duell mit Verls Zlatko Janjic während des Relegationsspiels. © Getty Images
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Leon Heynke absolvierte beim 1. FC Lok Leipzig jedes Pflichtspiel in dieser Saison von Beginn an. Aus der Mannschaft von Trainer Almedin Civa ist der 21-Jährige nicht mehr wegzudenken, doch im Sommer läuft der Vertrag des Defensivallrounders aus.

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Leipzig. Kalenderspruch gefällig? Schließt sich eine Tür, öffnet sich ein Fenster. Nun ist dies keine rhetorische Perle der deutschsprachigen Dichterkunst, doch trifft diese Floskel zuweilen auf einen wahren Kern. So im Leipziger Regionalligafußball, als für den 1. FC Lok Leipzig und dessen Vertragsprofis in den Relegationsspielen vergangenen Sommer die Tür zur dritten Liga besonders krachend ins Schloss fiel.

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Für Leon Heynke war das unglückliche Ausscheiden nach langer Lockdown-Pause jedoch auch Wendepunkt und Dosen-, nein Fensteröffner. Der beim SSV Makranstädt ausgebildete Verteidiger absolvierte Hin- und Rückspiel von Beginn an und überzeugte mit kompromisslosen Zweikämpfen und geordneten Spielaufbau – jene Qualitäten, die den 21-Jährigen in der laufenden Saison zu Probstheidas Dauerbrenner machen.

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Heynke ist aus der Startelf von Trainer Almedin Civa nicht hinwegzudenken. Seit der Relegation absolvierte er jedes Pflichtspiel von Anfang an, verpasste keins der zwölf Ligaspiele und zwei Pokalmatches und hat von allen Lok-Kaderspielern die meisten Minuten auf dem Rasen auf dem Buckel. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison kam der frühere Magdeburg-Nachwuchsspieler ohne die Aufstiegsspiele auf insgesamt nur dreizehn Spiele.

Heynke fühlt sich wohl

„Wir hatten letztes Jahr einen großen und starken Kader mit extrem viel Erfahrung, außerdem war ich persönlich nicht so gut in Form“, zählt er gegenüber dem SPORTBUZZER die Hindernisse seiner ersten Lok-Saison auf, aus der er jedoch viel gelernt habe. „Die Zeit mit den erfahrenen Spielern hat mich richtig vorangebracht, auch die Relegationsspiele vom Kopf her. Das hat mich richtig gut gestärkt.“


Nun befindet sich die RL Nordost in der zweiten Lockdown-Pause, der 1,88 Meter große Allrounder, der sich im defensiven Mittelfeld und auf der Innenverteidigerposition gleichermaßen wohlfühlt, tritt dreimal die Woche beim Kurzarbeit-Training gegen den Ball – ohne zu wissen, wann es weitergeht. „Es ist eine andere Art von Vorbereitung, aber schön, wieder auf dem Platz zu stehen“, erklärt Heynke. Doch: „Irgendwann wird es auch langweilig.“ Klar, der Wettbewerb fehlt den ehrgeizigen Sportlern. Vor allem Fans in den Stadien wünsche er sich zurück.

Ob er die Rückkehr der Schaulustigen im blau-gelben Dress erleben wird, ist derweil noch unklar. Heynkes Vertrag läuft wie der von 17 weiteren Lok-Profis im Sommer aus. „Ich fühl mich wohl bei der Locksche“, verkündet Heynke, der aus der Region kommt. „Für mich ist Familie an erster Stelle und gerade bin ich glücklich. Was im Sommer passiert, ist offen.“ Sein Ziel sei dennoch, mal „in der dritten Liga zu schnuppern“. Bis dahin, um bei Kalendersprüchen und den möglichen Vorteilen des verpassten Aufstiegs zu bleiben, könnte es heißen: Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach.