26. März 2020 / 18:47 Uhr

Profis des 1. FC Lok Leipzig rennen Treppe auf und ab

Profis des 1. FC Lok Leipzig rennen Treppe auf und ab

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
In Zeiten der Corona-Krise muss bei Matthias Steinborn das Treppenhaus als Trainingsplatz herhalten.
In Zeiten der Corona-Krise muss bei Matthias Steinborn das Treppenhaus als Trainingsplatz herhalten. © Christian Modla
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Während Matthias Steinborn und Djamal Ziane das eigene Treppenhaus zum Training benutzen, hat Kapitän Robert Zickert in Brandenburg mehr Auslauf als seine Kollegen.

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Leipzig. Auch der Alltag der Profis des 1. FC Lok Leipzig ist durcheinandergewirbelt. Anstatt sich am Freitag im Abschlusstraining auf das Sachsenpokalhalbfinale gegen den FC Eilenburg vorzubereiten, starren die Spieler des Fußballregionalligisten auf die eigenen vier Wände. Dauer ungewiss. Und doch muss sich für Tag x fitgehalten werden. Denn sobald die Saison wieder starten sollte, befindet sich Lok mitten im Aufstiegskampf. Daher muss alles herhalten, was eine Immobilie bietet.

So geschehen bei Matthias Steinborn. Der bisherige Toptorjäger der Probstheidaer trainiert im Treppenhaus, übt Seilspringen, möchte seine Form halten. Nebenbei räumt er seine Bude bis ins kleinste Detail auf, wie er in einem Interview auf Instagram verrät. „Ansonsten ist pure Langeweile angesagt“, so der Berliner.

Sein Kapitän Robert Zickert ist in seiner Heimat in Herzberg/Elster in Brandenburg, ländliche Region. „Ich hab es ein bisschen einfacher“, gibt er demütig zu. Jeden Tag geht der Innenverteidiger joggen, ab und an kommt die Kugel dazu. „Um das Ballgefühl nicht zu verlieren.“ Die Situation sei surreal und so langsam vermisse er auch seine Kollegen. „Na klar. Das Gemeinschaftsgefühl fehlt. Wir wären jetzt gemeinsam in der heißen Phase“, erzählt er vom Spannungsabfall.

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Geburtstagskind Djamal Ziane – der Stürmer wird am Freitag 28 Jahre alt – feiert zu Hause mit Freundin. „Ich bin eh nicht das größte Feierbiest, aber es ist schon komisch“, sagt der gebürtige Leipziger. Auch er nutzt wie Angreiferkollege Steinborn das Treppenhaus für das Home-Training. „Die Leute kennen mich schon, weil ich hier täglich rauf und runter renne“, berichtet der bis dato achtmalige Torschütze. Übungen mit Ball lässt er in der Wohnung sein. „Ich bin nicht der große Filigrantechniker, es soll nichts zu Bruch gehen“, nimmt er sich selber aufs Korn.

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