27. Oktober 2020 / 15:52 Uhr

Projekt Kunstrasenplatz bei Lok Engelsdorf: „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen"

Projekt Kunstrasenplatz bei Lok Engelsdorf: „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen"

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Das Großprojekt Kunstrasen nimmt in Engelsdorf langsam Gestalt und Form an. 
Das Großprojekt Kunstrasen nimmt in Engelsdorf langsam Gestalt und Form an.  © Kerstin Förster
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Die Bagger rollen endlich wieder: Beim SV Lok Engelsdorf hat ein zweimaliger Baustopp die Fertigstellung des neuen Kunstrasenplatzes ausgebremst. Nun herrscht wieder Normalbetrieb. Ab November soll das neue Grün bespielbar sein – auch unter Flutlicht.

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Leipzig. Eigentlich sollte der neue Kunstrasenplatz von Lok Engelsdorf auf der gepflegten Anlage an der Hans-Weigel-Straße längst im Zielbahnhof sein. Doch erste wurde das 750.000 Euro teure Vorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur von Corona kurz gestoppt, dann durch einen Anwohnerinnen-Einspruch ausgebremst. Letztere Negativ-Station ist nun überwunden. Von der Landesdirektion Sachsen aus Chemnitz kam der positive Bescheid.

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„Uns ist natürlich ein Stein vom Herzen gefallen. Wir waren aber immer guter Hoffnung, dass wir nicht gegen Umweltauflagen verstoßen haben“, sagte  Vereinspräsident Lutz Lehmann (67) am Mittwoch beim Vor-Ort-Termin erleichtert. Die Arbeiten auf dem 90x55 Meter großen Spielfeld nahe des Wasserturms gehen zügig voran. Fertig sind Sauberkeitsschichten, Gehwege und der Entwässerungsgraben. Helle Freude löste zudem aus, dass Chef Lehmann mit Trialed eine Firma gefunden hatte, die das Beleuchtungsprojekt realisierte. Dafür konnten die alten Lichtmasten verwendet werden.

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Wenn das Wetter mitspielt, soll Mitte/Ende November für den Spielbetrieb grünes Licht gegeben werden. „Der Kunstrasenplatz ist nicht nur für unseren Verein eine Bereicherung, sondern auch über die Lok-Grenze hinaus. Wenn beispielsweise andere Plätze unbespielbar sind, können Partien hier stattfinden“, sagt Lutz Lehmann zuversichtlich. Besonders froh ist der Baustellen-Stammgast, dass die 180 Kinder und Jugendlichen auf dem wunderschönen Grün im Winter trainieren können. Nachwuchs und Eltern hatten zusammen über 30 .000 Euro für das Projekt beigesteuert – mehr als alle anderen im Verein. Der moderne Kunstrasen ist übrigens nicht allein für Gäste offen, auch die beiden Beachvolleyballfelder warten ab Frühjahr auf interessierte Schmetterkünstler.

Dauergast auf der Baustelle: Lok-Präsident Lutz Lehman.
Dauergast auf der Baustelle: Lok-Präsident Lutz Lehman. © Kerstin Förster

Gewählt wird unterdessen auch in der 700 Mitglieder starken, oft schon ausgezeichneten Sportgemeinschaft. Coronabedingt finden die Vorstandswahlen am 13. November in der Aula der Grundschule statt. Nach Überzeugungsarbeit durch die Truppe hat sich die komplette Führungsriege entschlossen, noch einmal anzutreten.