06. Juni 2020 / 13:48 Uhr

Protest abgeschmettert, aber TTC Gifhorn gibt sich vielleicht noch nicht geschlagen

Protest abgeschmettert, aber TTC Gifhorn gibt sich vielleicht noch nicht geschlagen

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Tischtennis, Landesliga, TTC Gifhorn, Christian Schlifski, Photowerk (sp)
Protest abgeschmettert: Aber Christian Schlifski und der TTC Gifhorn erwägen neuerlichen Einspruch gegen den Landesliga-Abstieg. © Photowerk / Sebastian Preuß
Anzeige

Aus der Tischtennis-Landesliga haarscharf nach der Quotienten-regel abgestiegen, doch das will der TTC Gifhorn nicht so stehen lassen. Aber: Ein erster Protest ist abgeschmettert, Return jedoch nicht ausgeschlossen.

Anzeige
Anzeige

Nächster Rückschlag für den TTC Gifhorn: Der Verein kämpft nach dem Corona-bedingten Abbruch der Saison weiter um den Klassenerhalt in der Landesliga. Das Sportgericht des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen (TTVN) hat nun den Gifhorner Protest gegen den Wertungsbescheid des TTVN zurückgewiesen. „Wir überlegen, ob wir in Berufung gehen“, so der TTC-Vorsitzende Christian Schlifski.

Der Reihe nach. Bei Abbruch der Saison stand Gifhorn auf dem ersten Abstiegsplatz, die vom Verband vorgesehene Härtefallregel fand beim TTC zudem keine Anwendung, da auch der Quotient (Pluspunkte geteilt durch Spiele) nicht für den Klassenerhalt ausreichte. Doch mit Blick aufs Restprogramm hätte Gifhorn gute Chancen auf den Landesliga-Verbleib gehabt. Deshalb sagt Schlifski: „Der Verband hätte auch die Möglichkeit gehabt, nur die Hinrunde zu werten.“ Dann wäre Gifhorn gerettet. Zudem führte Gifhorn im Protest an, dass die Härtefallregelung nicht die Wahrscheinlichkeiten des Ausgangs der zum Zeitpunkt der Aussetzung noch offenen Begegnungen berücksichtige.

Gifhorner Sport: Die Top-Ten-Momente 2019

Rückblick 2019 im Gifhorner Sport Zur Galerie
Rückblick 2019 im Gifhorner Sport ©

Doch der Protest wurde als unbegründet abgewiesen, da der TTVN berechtigt sei, die Wertung in eigener Zuständigkeit zu regeln. „Die Entscheidung darüber ist vom Sportgericht nur auf eine fehlerhafte Ausübung des eingeräumten Ermessens hin zu überprüfen. Ermessensfehler lassen sich indes vorliegend nicht feststellen“, heißt es in der Entscheidung des Sportgerichts. Der Wettspielordnung liege der Gedanke zugrunde, dass sämtliche ausgetragenen Spiele einer Saison für die Tabellenwertung heranzuziehen seien – und nicht nur die Hinrunde. Diesem Grundsatz habe der Verband Rechnung getragen. Gleichwohl räumt das Sportgericht ein, dass es sein mag, dass eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass Partien gegen schlechter platzierte Teams erfolgversprechend gewesen wäre. Letztlich handele es sich dabei um Spekulation, deshalb müssen aus Sicht des Sportgerichts nicht gespielte Partien aus der Wertung herausgelassen werden.

Mehr zum Tischtennis

"Es bleibt ungerecht"

Schlifski weiß: „Man kann sagen, dass das so in Ordnung ist, aber ungerecht bleibt es.“ Was auch ein Teil der bisher bitteren Gifhorner Geschichte ist: Die Partie beim Vorletzten Torpedo Göttingen II (17 Spiele, 16 Niederlagen) fand nicht wie ursprünglich geplant am 7. März statt, wurde verlegt. Corona kam, die Partie fiel aus der Wertung.

Nun überlegt der TTC Berufung gegen die Entscheidung des Sportgerichts einzulegen. „Wir werden das im Vorstand besprechen. Es ist ja kein Jux, dass wir den Platz in der Landesliga behalten wollen. Wir haben dafür die sportliche Stärke.“