04. Oktober 2022 / 10:51 Uhr

Protest gegen WM-Gastgeber Katar: Public-Viewing-Boykott in französischen Städten  weitet sich aus

Protest gegen WM-Gastgeber Katar: Public-Viewing-Boykott in französischen Städten  weitet sich aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Einige französische Städte boykottieren das Public Viewing während der WM in Katar.
Einige französische Städte boykottieren das Public Viewing während der WM in Katar. © PantherMedia / Valerio Rosati
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Aus Protest gegen die Durchführung der Weltmeisterschaft in Katar wegen der schwierigen Menschenrechtslage in dem Wüstenstaat weitet sich der Public-Viewing-Boykott in Frankreich weiter aus. Nach Straßburg, Lille und Reims haben sich jetzt weitere Städte angeschlossen. 

Der Boykott französischer Städte gegen ein Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar weitet sich aus. Inzwischen hätten sich auch Paris, Marseille, Bordeaux und Nancy dem Boykott angeschlossen, berichtete die Zeitung Le Monde am Dienstag. Zuvor hatten sich bereits Straßburg, Lille und Reims gegen das Übertragen von Spielen der Fußball-WM vom 20. November bis 18. Dezember in Katar auf Großbildschirmen entschieden.

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Wie der Pariser Beigeordnete für Sport, Pierre Rabadan, erklärte, sprächen die ökologischen und sozialen Umstände der WM gegen eine Übertragung. Ein weiterer Grund sei, dass das Turnier im Dezember stattfinde. "Dieser Wettbewerb hat sich allmählich in eine menschliche und ökologische Katastrophe verwandelt, die mit den Werten, die wir durch den Sport und insbesondere den Fußball vermittelt sehen wollen, unvereinbar ist", erklärte die Stadt Marseille, wie Le Monde berichtete. "Marseille, das den Werten des Teilens und der Solidarität im Sport stark verbunden ist und sich für den Aufbau einer grüneren Stadt einsetzt, kann nicht zur Förderung dieser Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar beitragen."

Katar steht wegen Menschenrechtsverstößen und des Umgangs mit Gastarbeitern schon lange in der Kritik. In der Vergangenheit war es auch zu tödlichen Unfällen auf den WM-Baustellen gekommen. Die Regierung des Emirats verweist auf eigene Reformen und weist Teile der Kritik zurück.

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