16. November 2020 / 17:44 Uhr

Prudente & Co: Diese Kicker aus Ostprignitz-Ruppin wissen, wo das Tor steht

Prudente & Co: Diese Kicker aus Ostprignitz-Ruppin wissen, wo das Tor steht

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Haben Sie den Ball am Fuß, wird es für den Gegner oft gefährlich: Tarik Wenzel (großes Bild), Rafael Prudente (links), Thaer Damir (mitte) und Melvin Krüger (rundes Bild).
Haben Sie den Ball am Fuß, wird es für den Gegner oft gefährlich: Tarik Wenzel (großes Bild), Rafael Prudente (links), Thaer Damir (mitte) und Melvin Krüger (rundes Bild). © Böttcher, Becker, Feller, Privat
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Fertigmachen zum Jubeln: Neustadt-Angreifer Tarik Wenzel hat jetzt schon so viele Tore auf dem Konto, wie in der abgebrochenen Vorsaison.

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Sie wissen genau, wo das Tor steht, sorgen im gegnerischen Strafraum für Angst und Schrecken und lassen die Netze regelmäßig zappeln. In nahezu jeder Fußballmannschaft sticht ein Angreifer mit seiner Treffsicherheit heraus. Meist sind die Goalgetter mit ihrer Ausbeute nicht glücklich, weil man hin und wieder doch eine Großchance liegt lässt. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.

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„Ich bin sehr zufrieden, habe erst einmal in dieser Saison nicht getroffen“, betont Rafael Conrado Prudente erhobenen Hauptes, der lediglich gegen Zehdenick leer ausging. Tatsächlich kann sich die Statistik des 25-jährigen Stürmers des MSV Neuruppin sehen lassen: in zehn Pflichtpartien hat der Brasilianer bereits elfmal getroffen – neben sechs Toren in der Brandenburgliga (in sieben Spielen) stehen fünf weitere im Landespokal (in drei Spielen) zu Buche. „Wichtig ist ja, dass wir als Mannschaft die Spiele gewinnen. Als Angreifer will ich aber meinen Teil dazu beitragen“, sagt „Rafa“, der sich wettbewerbsübergreifend 25 Buden vorgenommen hat: „In der Liga wäre es schön, wenn ich in die Top Drei komme.“

Auf Landesebene: Das sind die besten Torjäger/-innen Brandenburgs in der Saison 2020/21.

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Das sind die besten Torjäger/-innen Brandenburgs in der Saison 2020/21. ©

Tarik Wenzel vergleicht die Anzahl seiner Treffer mit denen aus der Vorsaison. „Ich stehe jetzt schon nach acht Begegnungen bei sieben Toren in der Landesliga“, verrät der 25-Jährige. In der abgebrochenen Saison waren es ebenfalls sieben Buden – für diese benötigte Wenzel aber 16 Spiele. „Daher ist das bislang ganz ordentlich, im Landespokal kam ja auch ein Tor dazu.“ Die flinke Offensivkraft lebt nicht nur von seinen Mitspielern: „Es ist ein guter Mix, manchmal stehe ich richtig und werde toll bedient, manchmal erarbeitete ich mir meine Treffer aber auch.“ Die 20er-Marke will Tarik Wenzel in dieser Saison knacken: „Wenn es nach der Corona-Pause so weiter geht, ist das möglich. Ich habe im Männerbereich auch schon als Verteidiger gespielt, fühle mich in der Offensive aber am wohlsten.“

Dort ist auch Thaer Damir ein ständiger Unruheherd. Der 32-jährige Syrer spielt seit dem Sommer bei Kreisoberligist Union Neuruppin II, zuvor war er eine Liga tiefer in Rheinsberg aktiv und beförderte in den beiden zurückliegenden Spielzeiten sage und schreibe 47 Mal (2018/19 35 Tore, 2019/20 12 Tore) das Runde ins Eckige. Für die Gildenhaller netzte er schon wieder neunmal ein. „Es geht immer besser“, weiß Damir. Am liebsten spielt er allein in der Spitze, hat dann mehr Freiräume. „Aber eigentlich ist es mir egal, ich will einfach nur Fußballspielen und Toreschießen.“

Letzteres kann Melvin Krüger auch richtig gut. An dem Höhenflug des SV Dreetz in der Kreisliga Ost hat der 19-Jährige mit 13 Treffern (nur Fehrbellins Christian Krahl hat ein Tor mehr erzielt) entscheidenden Anteil, sagt aber bescheiden: „Es hätten auch schon ein paar mehr sein können.“ In Eins-gegen-eins-Situationen bleibt er meist cool, zudem ist die Schnelligkeit sein großes Plus. „Meine Mitspieler bedienen mich auch oft super“, erklärt Krüger, der das Fußball-Abc in Breddin und Kyritz erlernte und beim SVD ambitionierte Ziele verfolgt: „Die Torjägerkanone und der Aufstieg wären schon cool.“