05. April 2017 / 07:23 Uhr

Eigene Tram-Haltestelle: RB Leipzigs Baupläne in der heißen Phase

Eigene Tram-Haltestelle: RB Leipzigs Baupläne in der heißen Phase

Andreas Tappert
Leipziger Volkszeitung
Die Red-Bull-Arena Leipzig könnte Spielort bei der EM 2024 sein.
Die Red Bull Arena soll umgebaut werden. © Archiv
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Die Bauvoranfrage für die Red Bull Arena soll noch im April beschieden werden. Parallel soll eine neue Straßenbahnhaltestelle auf dem Stadionvorplatz entstehen.

Leipzig. Der Umbau der RB-Stadions kommt doch schneller in Gang als gedacht: Das Rathaus will noch im April entscheiden, ob die Umbaupläne von RB umgesetzt werden können. „Ich hoffe, dass es im April eine abschließende Entscheidung gibt“, erklärte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der Bild-Zeitung. „Derzeit steht noch eine fachamtliche Stellungnahme aus, die zur finalen Entscheidung des Antrags erforderlich ist.“ Ursprünglich wollte RB schon Ende Februar grünes Licht für seine Umbaupläne haben. Doch zwischenzeitlich hieß es aus dem Rathaus, dass sich die Bearbeitung der Bauvoranfrage noch bis Ende 2017 hinziehen könnte.

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Im Rathaus wurde am Dienstag der enorme Aufwand begründet, der für die Genehmigung der RB-Wünsche betrieben werden muss. „Statische Zeichnungen reichen dafür nicht“, so ein Beteiligter. Die Hürden seien ähnlich hoch wie die für eine Baugenehmigung. „Deshalb brauchen wir für viele Dinge die Stellungnahmen von Gutachtern.“ RB habe dies aber gut vorbereitet, wodurch die Stadt zügig vorankomme. Bis auf ein Gutachten seien alle Unterlagen zusammen. Auf die Umbaudetails will im Neuen Rathaus niemand eingehen. „Wir werden nicht die Pläne für die Stadionerweiterung vorstellen“, heißt es. Auch RB will sich dazu noch nicht äußern.

Stadionvorplatz Red Bull Arena
Auf dem Stadionvorplatz sollen künftig Straßenbahnen halten. © André Kempner

Durchgesickert ist, dass das Stadion größer werden könnte als bislang bekannt. Statt 57.000 Besucher könnte die umgebaute Arena 58.000 fassen – also tausend mehr, heißt es. Der Fansektor B soll versenkbare Sitzplätze erhalten, die das Areal zu einer Stehplatztribüne machen und so die Kapazität erhöhen. Zusätzliche Plätze sollen auch entstehen, indem die noch offenen Tribünen auf den Hintertor-Seiten geschlossen werden, wodurch der Oberrang dann komplett um das ganze Stadion herumführen würde. Auch eine Erweiterung des Unterrangs in Richtung Spielfeldrand ist vorgesehen.

Neue Straßenbahnhaltestelle in der Planung

Die Leipziger Verkehrsbetriebe bestätigten am Mittwoch, dass auf dem Stadionvorplatz eine neue Straßenbahnhaltestelle entstehen wird, die den Namen „Sportforum Ost“ tragen wird. Sie soll neben dem vorhandenen Haltestellenkomplex „Sportforum Süd“ in der Jahnallee die Hauptmasse der Zuschauer bewältigen. Dafür würden die vorhandenen Gleise in der Feuerbachstraße bis auf den Vorplatz verlängert und der neue Stopp so gestaltet, dass dort mehrere Straßenbahnen hintereinander halten können. Die Details würden derzeit untersucht und insbesondere die Frage erörtert, wie die Kosten des Haltestellenbaus aufgeteilt werden. Die Fertigstellung ist zeitgleich mit dem Umbauabschluss des Stadions vorgesehen – derzeit werden dafür die Jahre 2020 und 2021 gehandelt.

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Wenn das Leipziger Rathaus die Bauanfrage von RB positiv entscheidet, muss sich noch der Stadtrat mit dem Vorgang befassen. Erst danach will RB den Kauf des Stadions vom bisherigen Besitzer Michael Kölmel notariell beurkunden lassen und anschließend den Kaufpreis von 70 Millionen Euro überweisen. Der Umbau würde danach frühestens 2018 beginnen.

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