08. Dezember 2020 / 22:43 Uhr

Partie in Paris vor Abbruch? Spieler von Basaksehir Istanbul protestieren und verlassen den Platz

Partie in Paris vor Abbruch? Spieler von Basaksehir Istanbul protestieren und verlassen den Platz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul ist unterbrochen worden.
Das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul ist unterbrochen worden. © imago images/PanoramiC
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Das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Istanbul Basaksehir ist nach rund 20 Minuten unterbrochen worden. Die Spieler der Gäste verließen den Platz, um gegen einen vermeintlich rassistischen Vorfall zu protestieren. Ob die Partie fortgesetzt wird, ist offen.

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Nach einem Rassismusvorwurf gegen den Vierten Offiziellen ist das Champions-League-Spiel zwischen dem französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain und Basaksehir aus Istanbul unterbrochen worden. Beide Mannschaften verließen am Dienstagabend nach etwa einer Viertelstunde und minutenlangen Diskussionen beim Stand von 0:0 den Platz. Der Assistenztrainer der Gäste, der frühere kamerunische Nationalspieler Pierre Webo, hatte die Rote Karte gesehen und soll vom Vierten Offiziellen rassistisch beleidigt worden sein.

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Diesem war vorgeworfen worden, eine rassistische Formulierung für Schwarze benutzt zu haben. Der Ausdruck war im leeren Prinzenpark-Stadion während der TV-Übertragung deutlich zu hören. Wie zudem zu hören war, soll das Schiedsrichter-Team aus Rumänien versucht haben, sich damit zu verteidigen, dass der Vierte Offizielle das rumänische Wort für Schwarzer (negru) benutzt habe und nicht den ihm vorgeworfenen Begriff. Warum er das Schimpfwort benutzt habe, fragte der frühere Bundesliga-Profi Demba Ba den Vierten Offiziellen Sebastian Colţescu. Ba saß zunächst auf der Bank von Basaksehir.

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Webo, Ba und andere waren anschließend zu hören, wie sie lautstark darauf hinwiesen, dass die Schiedsrichter bei einem weißen Spieler auch nicht "der Weiße" gesagt hätten, um diesen zu identifizieren. Ob die Partie abgebrochen oder fortgesetzt werden sollte, war zunächst unklar. Basaksehir twitterte sofort nach dem Vorfall das Logo der UEFA-Kampagne "No to Racism - Respect".

Am Spielfeldrand kam es zu hitzigen Debatten, die PSG-Stars Kylian Mbappé und Neymar standen lange dicht beim Geschehen. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Mbappé auch sprach. Der Brasilianer Neymar hatte zuletzt Mitte September im Liga-Spiel gegen Olympique Marseille seinem Gegenspieler Rassismus vorgeworfen. Nachdem die Gäste-Mannschaft aus der Türkei in die Kabinen gegangen war, folgte auch wenige Sekunden später das Team des deutschen Trainers Thomas Tuchel.