09. Dezember 2020 / 20:33 Uhr

PSG schnappt RB Leipzig den Gruppensieg weg: Neymar-Gala bei Fortsetzung des Skandalspiels

PSG schnappt RB Leipzig den Gruppensieg weg: Neymar-Gala bei Fortsetzung des Skandalspiels

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dreierpack: Neymar schoss Paris St. Germain zum Sieg gegen Basaksehir Istanbul.
Dreierpack: Neymar schoss Paris St. Germain zum Sieg gegen Basaksehir Istanbul. © imago images/PanoramiC
Anzeige

Paris St. Germain hat die Fortsetzung des Skandalspiels gegen Basaksehir Istanbul souverän gewonnen und RB Leipzig den Sieg in Champions-League-Gruppe H weggeschnappt. Neymar gelang ein Dreierpack. Vor der partie setzten die Teams klare Zeichen gegen Rassismus.

Dank Neymar zieht Paris St. Germain als Sieger der Gruppe H ins Achtelfinale der Champions League ein. Bei der Fortsetzung des am Dienstag abgebrochenen Skandalspiels gegen Basaksehir Istanbul erzielte der Brasilianer einen Dreierpack (21., 38 und 50.) und führte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel zu einem ungefährdeten 5:1 (3:0). Die weiteren Treffer steuerte Neymars kongenialer Sturmpartner Kylian Mbappé (42., Foulelfmeter und 62.) bei. Durch den Sieg zog PSG nach Punkten mit RB Leipzig gleich, schob sich aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs aber im Klassement an den Sachsen vorbei. Basaksehir, das durch Mehmet Topal zum einzigen Tor kam (57.), hatte schon vor der Partie keine Chance auf das Weiterkommen mehr und schied als Tabellenvierter aus.

Anzeige

Das Spiel am Mittwochabend stand noch immer unter dem Eindruck der Geschehnisse vom Vortag. Mit einer starken Geste setzten die Spieler und Offiziellen vor der Fortsetzung der Partie ein Zeichen gegen Rassismus. Bevor die Begegnung ab der 13. Minute wieder angepfiffen wurde, knieten die 22 Profis beider Mannschaften sowie das neue Schiedsrichtergespann um den Niederländer Danny Makkelie rund um den Mittelkreis nieder. Einige Profis reckten zudem die Faust in die Luft. Aktionen, mit denen der ehemalige NFL-Profi Colin Kaepernick schon vor Jahren gegen Rassismus und Polizeigewalt protestiert hatte.

Mehr vom SPORTBUZZER

Auf den Tribünen waren zudem zwei Anti-Rassismus-Banner mit den Wappen der beiden Klubs angebracht worden. Die Spieler wärmten sich in Hemden, die ebenfalls die Logos der Teams sowie die Aufschrift "NO TO RACISM" trugen, auf. In einem solchen Shirt verfolgte auch Pierre-Achille Webo die Geschehnisse. Der frühere kamerunische Nationalspieler und heutige Basaksehir-Assistenztrainer hatte am Dienstag in der ersten Halbzeit die Rote Karte gesehen, durfte am Mittwoch aber dennoch auf Bank Platz nehmen. Die UEFA setzte seine Strafe aus.

Wohl vor allem als Reaktion darauf, was sich am Dienstag nach der Bestrafung für Webo entwickelt hatte. So soll es zu einer rassistischen Beleidigung durch den Vierten Offiziellen gekommen sein. Sebastian Colţescu wird vorgeworfen, eine rassistische Formulierung für Schwarze benutzt zu haben. Aus Protest hatten beide Mannschaften den Platz verlassen. Die Partie wurde abgebrochen. Die UEFA setzte bei der Fortsetzung ein neues Schiedsrichter-Team ein.