01. Oktober 2020 / 19:46 Uhr

Paris St. Germain, Manchester United, Basaksehir: Das sind RB Leipzigs Gegner in der Champions League

Paris St. Germain, Manchester United, Basaksehir: Das sind RB Leipzigs Gegner in der Champions League

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Auf RB Leipzig warten große Aufgaben in der Champions League.
Auf RB Leipzig warten große Aufgaben in der Champions League. © Getty Images
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In der Gruppenphase der Champions League muss sich RB Leipzig gegen Paris Saint-Germain, Manchester United und Istanbul Basaksehir behaupten. Von einem Spaziergang in Richtung Achtelfinale kann da keine Rede sind. Das sind die RB-Gegner im SPORTBUZZER-Check.

Genf. Eigentlich wünscht sich RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann keinen konkreten Gegner. Diese hätte er aber sicherlich gerne gemieden. Denn die Roten Bullen müssen in der Champions League gegen harte Kontrahenten ran. Schon in der Gruppenphase wiederholt sich das Halbfinale der vergangenen Saison, denn RB muss gegen Paris Saint-Germain antreten. Außerdem stehen Partien gegen Manchester United und Istanbul Basaksehir auf dem Spielplan. Der Weg zum Ziel KO-Runde wird damit umso härter.

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Paris Saint-Germain

Dank der Tore von Marquinos, Angel Di Maria und Juan Bernat erreichten die Franzosen gegen RB Leipzig das Finale der Champions League. Dort war dann allerdings der Traum von der großen Trophäe vorbei. Der FC Bayern München krönte sich zu Europas König. Die Sehnsucht nach dem Titel ist groß in Paris und nicht zuletzt bei Vereinspräsident Nasser Al-Khelaifi. Seit 2011 investiert er über die Qatar Sports Investment (QSi) große Summen in den Club.

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Das war ernüchternd: RB Leipzig präsentierte sich im Halbfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain über weite Strecken seltsam gehemmt, passiv und ohne Ideen und verlor auch in dieser Höhe verdient mit 0:3. Zur Galerie
Das war ernüchternd: RB Leipzig präsentierte sich im Halbfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain über weite Strecken seltsam gehemmt, passiv und ohne Ideen und verlor auch in dieser Höhe verdient mit 0:3. ©

Der Kader blieb nicht unverändert. So ist Mauro Icardi, den die Franzosen für 50 Millionen Euro von Inter Mailand holten, neu im Team. Der Stürmer kam in der vergangenen Saison zu 34 Einsätzen im Trikot der Italiener, schoss 20 Tore (fünf davon in der Champions League) und bereitete vier vor. Außerdem steht seit Neuestem Torhüter Sergio Rico im Mannschaftskader, den PSG für sechs Millionen Euro in Sevilla loseiste.


Trotz Neuzugängen: Der Pariser Start in die neue Saison der Ligue 1 lief etwas holprig. Die ersten beiden Partien gegen Lens und Marseille verlor das zu diesem Zeitpunkt von mehreren Corona-Fällen gebeutelte Team von Coach Thomas Tuchel mit jeweils 0:1. Die Punkte aus den darauffolgenden Spielen gegen Metz, Nizza und Reims gingen allerdings alle auf ihr Konto. Mit neun Zählern ist der Meister der Vorsaison jedoch aktuell nur auf Platz sieben der Tabelle.

Manchester United

Die Red Devils haben eine glorreiche nationale und internationale Geschichte. Unter Sir Alex Ferguson prägten sie von 1986 bis 2013 den englischen und europäischen Fußball. Größter Erfolg dieser Ära war das Triple 1999, mit dem unvergessenen Champions-League-Finale gegen Bayern München. Nach dem Abschied von Ferguson an der Seitenlinie wurde es ruhiger um ManU. Vergangene Saison schaffte es der Traditionsclub international bis ins Halbfinale der Europa League. Dort scheiterten die Jungs von Ole Gunnar Solskjaer trotz einer frühen 1:0-Führung durch einen Elfmeter mit 1:2 am FC Sevilla.

Neu im Kader der Engländer ist Donny van de Beck, für den ManU 39 Millionen Euro an Ajax Amsterdam überweisen musste. In der vergangenen Saison trat der Mittelfeldspieler 37 Mal für die Amsterdamer an, schoss zehn Tore und lieferte elf Vorlagen. Zwei Tore und ein Assist davon schaffte er in der Champions League.

In der Premier League und im EFL-Cup legte United einen relativ guten Start hin, obwohl die Pflichtspielsaison mit einer 1:3-Heimniederlage gegen Crystal Palace begann. Die zweite Ligapartie gewann die Mannschaft gegen Brighton mit 3:2. Im EFL-Cup schafften sie jeweils 3:0-Auswärtssiege gegen Luton und Brighton.

Istanbul Basaksehir

Der Club aus der türkischen Süperlig schaffte es vergangene Saison nicht über die PlayOffs in der Europa League hinaus. Gegen den FC Kopenhagen verloren sie das entscheidende Spiel mit 0:3. In der nationalen Liga schoss sich das Team von Trainer Okan Buruk allerdings an die Tabellenspitze. Der erste Platz in der Süperlig sicherte die erstmalige Teilnahme an der Champions League.

DURCHKLICKEN: RB Leipzig in der Champions League

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13.09.2017: Endlich ist es soweit. RB Leipzig gibt gegen den AS Monaco sein Debüt in der Champions League und schlägt sich am historischen ersten Abend wacker. ©

Der Start in die neue Saison ging jedoch mächtig schief. In allen drei Partien in der türkischen Liga kassierte Basaksehir jeweils ein 0:2. Gegen Hatayspor, Galatasaray und Karagumruk konnte sich der Titelverteidiger nicht behaupten und liegt aktuell auf dem letzten Tabellenplatz.

Das dürfte bei Recep Tayyip Erdoğan für wenig Freude sorgen. Der türkische Präsident gehörte laut eigenen Aussagen zu den Gründern des Clubs, der seit 2007 in der Süper Lig spielt. Der aktuelle Vereinspräsident Göksel Gümüşdağ gehört zur Familie des Staatsoberhaupts.