03. Oktober 2020 / 08:15 Uhr

PSG-Sportdirektor Leonardo greift Tuchel nach Transfer-Forderungen an: "Wenn er bleiben will, ..."

PSG-Sportdirektor Leonardo greift Tuchel nach Transfer-Forderungen an: "Wenn er bleiben will, ..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei Paris Saint-Germain gibt es Zoff zwischen Trainer Thomas Tuchel (links) und Sportdirektor Leonardo.
Bei Paris Saint-Germain gibt es Zoff zwischen Trainer Thomas Tuchel (links) und Sportdirektor Leonardo. © imago images/PanoramiC (Montage)
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Thomas Tuchel forderte zuletzt öffentlich neue Spieler. Damit hat sich der Trainer von Paris Saint-Germain nun Ärger bei Sportdirektor Leonardo eingehandelt. Dieser reagierte gereizt auf die Aussagen seines Coachs - und sprach sogar von möglichen internen Strafen.

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Der Machtkampf bei Paris Saint-Germain zwischen Trainer Thomas Tuchel und Sportdirektor Leonardo geht weiter. Schon in der Vergangenheit gab es Streit zwischen den beiden Akteuren. Aktuell sind dem Sportchef des amtierenden französischen Meisters die wiederholten öffentlichen Transfer-Forderungen des Coachs zu viel. Gegenüber Reportern hat Leonardo nun klare Worte in Richtung Tuchel gerichtet.

Leonardo sagte: "Die Aussage von Trainer Tuchel hat mir nicht gefallen. Ich verstehe sie nicht und sie hat mir und auch dem Klub nicht gefallen." Doch damit nicht genug - sogar eine Strafe für den deutschen Coach stellte er in den Raum. "Wir werden das intern besprechen", machte der 51-Jährige deutlich. Und weiter: "Wenn jemand nicht glücklich ist, können wir darüber reden. Das ist kein Problem. Aber wenn er bleiben will, dann muss er die Entscheidungen des Managements respektieren."

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Diese Aussage klingt fast wie eine Drohung, an der Tuchels Job in Paris hängt. "Das Wichtigste ist der Klub", betonte Leonardo, dessen Verhältnis zum 47 Jahre alten Ex-Bundesliga-Trainer als zerrüttet gilt. Der Saisonstart in der Ligue 1 ist mit vier Siegen und zwei Niederlagen aus den ersten sechs Spielen durchwachsen gewesen, auch wenn am Freitagabend ein 6:1-Erfolg gegen Angers gelang. Ausgeschlossen sind weitere Transfers bei PSG keinesfalls. "Wir werden noch etwas versuchen. Wir werden sehen, sicher ist aber nichts", erklärte Sportdirektor Leonardo. "Wir leben in einer schwierigen Situation, nicht nur der Fußball", fügte er an und sprach von Verlusten in Höhe von rund 100 Millionen Euro für den Klub durch die Corona-Krise.

Tuchel will neue Spieler: "Ich mache mir Sorgen"

Hintergrund der Verbal-Attacke in Richtung Tuchel sind dessen Aussagen mit Blick auf die Aktivitäten des französischen Hauptstadt-Klubs auf dem Transfermarkt. Tuchel hatte zuletzt vehement Verstärkungen gefordert. "Ich mache mir Sorgen, dass wir sonst im Oktober, November, Dezember und Januar den Preis zahlen werden", sagte er am Donnerstag. "Wenn die Mannschaft so bleibt, können wir nicht mehr über die gleichen Ziele sprechen", sagte Tuchel. Der Scheich-Klub träumt nach der Final-Pleite gegen den FC Bayern auch in diesem Jahr wieder vom Gewinn der Champions League. PSG trifft in der Gruppenphase auf den Vorjahres-Halbfinalgegner RB Leipzig, den englischen Top-Klub Manchester United sowie Istanbul Basaksehir (Türkei) trifft.