28. April 2019 / 18:18 Uhr

Thomas Tuchel spricht nach Pokal-Pleite über PSG-Zukunft: "Ich will weitermachen"

Thomas Tuchel spricht nach Pokal-Pleite über PSG-Zukunft: "Ich will weitermachen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sichtlich unzufrieden: Thomas Tuchel nach der Siegerehrung und dem verlorenen Pokalfinale.
Sichtlich unzufrieden: Thomas Tuchel nach der Siegerehrung und dem verlorenen Pokalfinale. © imago images / PanoramiC
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Das verlorene Pokalfinale gegen Stade Rennes sorgt in Frankreich wieder für Diskussionen. Ist Thomas Tuchel der richtige Mann, um PSG zu großen Erfolgen zu führen? Der Trainer gibt sich kämpferisch.

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Das unnötig verlorene Pokalfinale mit den Ausrastern von zwei PSG-Stars hatte seine Spuren bei Thomas Tuchel hinterlassen. Der deutsche Trainer von Paris Saint-Germain geriet nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Außenseiter Stade Rennes ins Grübeln über diese Saison und dachte laut über seine Zukunft nach - die er trotz des verpassten Doubles und des erneut frühen Scheiterns in der Champions League aber bei Frankreichs Edelklub sieht. „Ich will natürlich weitermachen“, betonte der Coach am Samstagabend auch angesichts seines bis 2021 laufenden Vertrages.

Allerdings hat Tuchel einiges aufzuarbeiten nach diesem Pokalabend. Da war der Ärger um eine Handgreiflichkeit von Neymar gegen einen Fan. Für Wirbel sorgte zudem ein böser Tritt von Weltmeister Kylian Mbappé, der dafür kurz vor Ende der Verlängerung beim Stand von 2:2 die Rote Karte sah. Auch Tuchel geriet angesichts der anhaltenden Schwächephase medial in die Kritik - trotz seines Verweis auf die wochenlang schwierige Personallage. Mbappé ignorierte er, als dieser den Platz verließ.

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Niemand scheitert in der Champions League so spektakulär wie PSG - das musste auch Thomas Tuchel schmerzlich erfahren. ©
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Le Parisien: PSG-Pleite ein gewaltiger Schock am Saisonende

Die Zeitung Le Parisien sah die Niederlage als gewaltigen Schock am Ende einer misslungenen Saison, in der PSG nach monatelanger Dominanz Mühe hatte, den letzten Schritt zum erwarteten Meistertitel zu gehen. Direkt vor dem mit 5:6 verlorenen Elfmeterschießen wechselte Tuchel Christopher Nkunku ein - der dann über das Tor schoss und damit für die Entscheidung im Stade de France in Saint-Denis sorgte.

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„Thomas Tuchel scheint der Erste zu sein, der bedroht ist. Er hat seine zweite Hälfte der Saison komplett verkorkst“, kommentierte das Blatt und unkte mit Blick auf die Eigentümer in Katar: „Er hat bis 2021 verlängert. Aber in Doha wird ein Vertrag schneller zerrissen als aufgesetzt.“

Tuchel will noch kein Saisonfazit ziehen

Tuchel selbst fand den Zeitpunkt zu früh, um eine Bilanz seines ersten Jahres bei PSG zu ziehen. Kopfschüttelnd suchte er nach Gründen dafür, warum seine Schützlinge eine 2:0-Führung verspielten. „Ich hatte in der Kabine nicht das Gefühl, dass uns klar war, dass das unseretwegen ein offenes Spiel war. Wir haben nicht verstanden, dass es 2:1 stand und nicht 3:0 oder 4:0. Wir haben nicht mit der gleichen Energie wieder begonnen wie am Anfang des Spiels“, sagte der 45-Jährige tief enttäuscht. Tuchel will vor dem Liga-Endspurt nun einige Tage nachdenken. „Das ist keine einfache Situation“, sagte er.

Dass es im anfälligen Star-Ensemble mit Julian Draxler und Thilo Kehrer möglicherweise Probleme gibt, deutete Neymar an. Die jungen Spieler seien ein bisschen verloren und hörten nicht zu. „Die Älteren geben Ratschläge, aber sie erwidern etwas. Der Trainer gibt seine Anweisungen, aber sie erwidern etwas. Wir haben Erfahrung, und das müssen sie respektieren“, sagte der 27-jährige Brasilianer.

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Allerdings fiel Neymar selbst unrühmlich auf, als er einem filmenden Fan auf der Ehrentribüne auf dem Weg zur Siegerehrung erst in den Arm griff und diesem dann ins Gesicht fasste. Der Fan beteuerte am Sonntag in der Sportzeitung L'Equipe, er habe Neymar nicht beleidigt. Er soll dem Torschützen und Vorlagengeber des ersten PSG-Tores allerdings empfohlen haben, das Fußballspielen zu lernen.

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