24. August 2020 / 11:58 Uhr

PSG-Sehnsucht nach Champions-League-Titel bleibt: Trainer Thomas Tuchel spricht über eigene Zukunft

PSG-Sehnsucht nach Champions-League-Titel bleibt: Trainer Thomas Tuchel spricht über eigene Zukunft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ich gehe mal fest davon aus: Thomas Tuchel auf die Frage, ob er bei Paris Saint-Germain weiterhin als Trainer auf der Bank Platz nehmen wird. 
"Ich gehe mal fest davon aus": Thomas Tuchel auf die Frage, ob er bei Paris Saint-Germain weiterhin als Trainer auf der Bank Platz nehmen wird.  © AP
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Paris Saint-Germain hat den Titel in der Champions League verpasst. Die Sehnsucht der katarischen Investoren hat damit Bestand. Thomas Tuchel geht trotzdem davon aus, dass er weiterhin auf der Trainerbank der Pariser Platz nehmen wird. 

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Nie war Paris Saint-Germain näher dran, sich den großen Traum vom Gewinn der Champions League zu erfüllen. Und am Ende scheiterte man nur knapp am FC Bayern, der den Franzosen beim 1:0-Sieg den Henkelpott am Sonntagabend wegschnappte. Auch in seiner zweiten Saison als Trainer konnte Thomas Tuchel die Sehnsüchte des hochambitionierten - weil mit etlichen Millionen aus Katar alimentierten - Topklubs nicht stillen. Auch wenn er die Mannschaft zu Leistungen drillte, die man bislang noch nicht in diesem Wettbewerb von ihr gesehen hatte.

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Damit scheint sich der Deutsche offenbar genügend Kredit verschafft zu haben, um in sein drittes und letztes Vertragsjahr in der französischen Hauptstadt zu gehen, auch wenn das zwischenzeitlich durchaus bezweifelt werden durfte. Es ist gerade mal rund ein halbes Jahr her, dass der PSG-Coach nach der 1:2-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse bei Borussia Dortmund in den französischen Medien einigermaßen hart angegangen wurde. Der ehemalige Pariser Profi und französische Nationalspieler Luis Fernandez fällte seinerzeit sogar ein vernichtendes Urteil: "Tuchel ist der schlechteste Trainer seit dem Einstieg Katars." Im Jahr zuvor war man nach einem 2:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel bei Manchester United im heimischen Parc des Princes noch mit 1:3 in der 94. Minute ausgeschieden. Und in den Medien hält sich indes das Gerücht, dass Sportdirektor Leonardo an einer Verpflichtung des ehemaligen Juve-Trainers Massimiliano Allegri bastelt.

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Dadurch jedoch, dass Tuchel es in der Zwischenzeit vollbracht hat, dass die hochveranlagten Pariser Individualisten um die beiden Offensivstars Neymar und Kylian Mbappé sich (endlich) als Teil eines Mannschaftskollektiv zu verstehen begannen, in dem spätestens seit Beginn des Champions-League-Turniers in Lissabon ein bis dahin eher spärlich vorhandener Teamgeist herrschte, sind seine Chancen auf eine kurz- und vielleicht sogar mittelfristige Zukunft im Verein jedenfalls stark gestiegen. Auch sein Ausbilder Erich Rutemöller sprach Tuchel im SPORTBUZZER-Interview einen großen Anteil daran zu, dass er Neymar "noch nie so schnell laufen sehen" habe, wie im Halbfinale gegen Leipzig.

Internationale Pressestimmen zum Champions-League-Sieg des FC Bayern

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Der FC Bayern hat das Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain mit 1:0 gewonnen und sich das zweite Triple der Vereinsgeschichte gesichert. Die internationale Presse feiert die Münchener gebührend, PSG bekommt zumindest aus der Heimat Mitleid – der SPORTBUZZER hat die Pressestimmen zusammengetragen! ©

Auch der 46-jährige Tuchel selbst bekräftigte nach der Niederlage am Sonntag, die er auch einem absoluten Sahnetag von Bayern-Keeper Manuel Neuer zuschreiben musste, seinen noch bis 30. Juni 2021 laufenden Kontrakt bei PSG erfüllen zu wollen. "Ich weiß nichts anderes. Ich gehe mal fest davon aus. Wir haben Samstag ein Punktspiel.“ Dann tritt seine Mannschaft im ersten Saisonspiel der französischen Ligue 1 beim RC Lens an.