10. Dezember 2019 / 17:55 Uhr

Frankreich-Legende zählt PSG-Trainer Thomas Tuchel an: "Ist am Ende"

Frankreich-Legende zählt PSG-Trainer Thomas Tuchel an: "Ist am Ende"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Tuchel steht bei PSG trotz einer aktuell auf dem Papier gut aussehenden Saison in der Kritik - Der ehemalige Welt- und Europameister Christophe Dugarry zählt den Deutschen an.
Thomas Tuchel steht bei PSG trotz einer aktuell auf dem Papier gut aussehenden Saison in der Kritik - Der ehemalige Welt- und Europameister Christophe Dugarry zählt den Deutschen an. © imago images/Laci Perenyi
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Thomas Tuchel steht als Trainer von Paris St.-Germain in der Kritik. Der ehemalige Welt- und Europameister Christophe Dugarry hat den Deutschen bei "RMC Sport" kritisiert. Unter dem Ex-BVB-Coach sei bei PSG keine Spielidee zu erkennen.

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Eine schlechte Saison spielt Paris St.-Germain objektiv gesehen wahrlich nicht: Das Team von Trainer Thomas Tuchel ist noch in allen Wettbewerben vertreten, führt nach 16 Spielen mit fünf Punkten Vorsprung die französische Liga an und hat in der Champions League bereits vor dem letzten Spiel den Gruppensieg sicher. Und trotzdem muss der deutsche Coach in Frankreich nun Kritik einstecken. Welt- und Europameister Christophe Dugarry hat in einem Interview mit RMC Sport behauptet, dass Tuchel bei PSG "am Ende" sei. "Er hat keine Kontrolle mehr über irgendetwas."

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Der 47 Jahre alte Franzose kritisiert vor allem, dass es Tuchel nicht geschafft habe, aus den Paris-Stars eine Einheit zu formen. "Wir wissen nicht, wie sie spielen. Ich sehe Icardi, Neymar, Mbappé - ich erwarte, Adler zu sehen", führte Dugarry aus. "Stattdessen sehe ich Typen, die spielen, wenn sie wollen und nur auf ihre eigenen Leistungen achten. Es gibt kein Kollektiv, kein bevorzugtes Spiel." Zudem scheint es, als würden die Spieler Tuchel nicht mehr zuhören. "Selbst wenn sie wissen, dass sie gegen eines auf dem Papier schwächeren Teams spielen, reagieren sie nicht auf dem Platz, außer vielleicht, um sich über angebliche Schwalben zu beschweren."

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PSG: Spannungen zwischen Thomas Tuchel und Kylian Mbappé

Dass bei PSG aktuell nicht alles harmonisch abläuft, war bereits am Samstag beim 3:1-Sieg gegen HSC Montpellier zu sehen, als PSG-Trainer Thomas Tuchel sich in der 90. Minute entschied, Weltmeister Kylian Mbappé auszuwechseln. Der ehemalige BVB-Coach brachte Eric-Maxim Choupo-Moting rein, gerade als die Nachspielzeit anbrach. Mbappé, der immer wieder mit einem Transfer zu Real Madrid in Verbindung gebracht wird, schien Tuchel danach regelrecht zu ignorieren - obwohl der Coach alles tat, um die Aufmerksamkeit seines Stürmer-Stars auf sich zu ziehen und ihm die Gründe für den späten Wechsel zu erklären. Mbappé, immerhin Torschütze und Vorlagengeber beim Spiel, ging zur Bank, ohne Tuchel, der ihn sofort in den Arm genommen und auf ihn eingeredet hatte, überhaupt eines Blickes zu würdigen

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Bereits im Oktober war von Spannungen zwischen Tuchel und seinem Starspieler die Rede. Nach dem Champions-League-Spiel (5:0) gegen Club Brügge äußerte Mbappé öffentlich seinen Frust, gegen die Belgier nicht von Beginn an gespielt zu haben: "Wahr ist, dass ich von Beginn an spielen wollte. Ich dachte, dass ich anfangen würde. Aber der Trainer hat seine Entscheidung getroffen und ich habe das zu akzeptieren", sagte Frankreichs WM-Held nach dem Sieg.