22. August 2019 / 09:00 Uhr

PSV Neumünster begrenzt Schaden gegen VfB Lübeck im Pokal

PSV Neumünster begrenzt Schaden gegen VfB Lübeck im Pokal

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Allein gegen viele Neumünsteraner: Lübecks Fabio Parduhn (rotes Trikot) wird gleich von den drei Neumünsteranern gestellt. 
Allein gegen viele Neumünsteraner: Lübecks Fabio Parduhn (rotes Trikot) wird gleich von den drei Neumünsteranern gestellt.  © jpw
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SHFV-Pokal: PSV Neumünster verliert SHFV-Pokal-Viertelfinale gegen Regionalligist VfB Lübeck mit 1:4

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Der Regionalliga-Spitzenreiter war eine Nummer zu groß: Der Oberligist PSV Neumünster verlor das SHFV-Pokal-Viertelfinale vor 524 Zuschauern an der Stettiner Straße gegen den VfB Lübeck mit 1:4 (0:1). Die Lübecker zogen somit ins Halbfinale gegen den TSB Flensburg ein. „Wir wollten uns nicht abschlachten lassen. Das ist uns gelungen“, erklärte PSV-Coach Thomas Möller die defensive Grundordnung seiner Elf.

Wie beim Handball schnürten die Lübecker den Gastgeber tief in deren Hälfte ein. Geduldig ließen sie den Ball durch die eigenen Reihen rotieren, ohne dabei jedoch gefährlich in die PSV-Box vorzustoßen. Echte Gefahr ging lediglich von Standardsituationen aus. Einen Freistoß von Lübecks Marcel Schelle wischte PSV-Keeper Philipp Reinhold über die Latte (23.).

Fünf Minuten später durften die knapp 250 VfB-Fans dann jubeln: Nach einer Schelle-Ecke verlängerte Fabio Parduhn auf seinen Sturmkollegen Nicolas Hebisch, der mit dem Rücken zum Tor einnetzte. „Wir haben 45 Minuten gut die Ordnung gehalten. Aus dem Spiel ist Lübeck kaum zu Chancen gekommen, auch wenn sie gefühlt pausenlos im Ballbesitz waren“, resümierte Florian Foit, Abwehrchef der Polizisten.

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Foit selbst hätte kurz vor der Pause alles auf Start drehen können. Nach einem Eckball kam er aus fünf Metern frei zum Kopfball, bekam aber keinen Druck hinter den Ball (44.).Nach der Pause stellte VfB-Coach Rolf Landerl von Dreier- auf Viererkette um. Das neue Übergewicht im Mittelfeld nutzten die Gäste bereits nach 100 Sekunden: Der zur Halbzeit eingewechselte Lucas Will markierte nach Parduhn-Vorarbeit das vorentscheidende 2:0 (47.).

Und auch die weiteren VfB-Joker stachen. Yannick Deichmann (76.) und Miguel Fernandes (78.) erhöhten per Doppelschlag in Unterzahl (Gelb-Rote Karte für Parduhn in der 61. Minute) auf 4:0. Drohte jetzt ein erneutes PSV-Debakel? Nein, weil die Polizisten nichts riskierten und weiter ihre defensive Grundordnung hielten.

„Das ist Pokal, aber die wollten gar nicht mehr nach vorne spielen“, zeigte sich VfB-Kapitän Daniel Halke überrascht und ergänzte: „Egal, eine Runde weiter. Mehr gibt es nicht zu sagen.“ Am Ende gelang dem PSV immerhin noch der Ehrentreffer, als Lasse Blöcker nach einem Lübecker Ballverlust am eigenen Strafraum zum 1:4 traf. „Gut, dass die Englischen Wochen endlich vorbei sind“, sagte Möller.

PSV Neumünster: Reinhold – Braun, Foit, Lorenzen, Bruns – Baese – Blöcker, Falk (68. Igbokwe), Barendt (75. Steinmetz), Fürst – Barck (81. Rantzsch). VfB Lübeck: Gommert – Riedel (46. Will), Halke, Malone, Kim, Matovina (69. Fernandes) – Bock, Mende (46. Deichmann), Schelle – Hebisch, Parduhn.

Schiedsrichter: Horn (SSV Lunden) – Tore: 0:1 Hebisch (28.), 0:2 Will (47.), 0:3 Deichmann (76.), 0:4 Fernandes (78.), 1:4 Blöcker (90.) – Gelb-Rote Karte: Parduhn (61./wegen Unsportlichkeit) – Zuschauer: 524.

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