07. Mai 2019 / 12:51 Uhr

PSV Neumünster besiegelt mit Zittersieg den Klassenerhalt

PSV Neumünster besiegelt mit Zittersieg den Klassenerhalt

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Umjubelter Matchwinner: PSV-Regisseur Marvin Kehl (Mitte), der hier Frisias Felix Stüwe (rechts) enteilt, markierte früh den 1:0-Siegtreffer für die Neumünsteraner.
Umjubelter Matchwinner: PSV-Regisseur Marvin Kehl (Mitte), der hier Frisias Felix Stüwe (rechts) enteilt, markierte früh den 1:0-Siegtreffer für die Neumünsteraner. © Jan-Phillip Wottge
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Volker Bernascheck streckte die Arme in den Himmel. Die Erleichterung waren dem Fußball-Obmann des PSV Neumünster deutlich anzusehen. Soeben hatten die Polizisten mit einem 1:0-Heimsieg gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga aus eigener Kraft eingetütet und nicht wie in den beiden Vorjahren durch fremde Hilfe.

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Bereits nach 100 Sekunden stieeß Marvin Kehl das Tor für eine weitere Saison in der Oberliga mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 auf. Doch danach war Zittern angesagt. Die besseren Chancen besaßen die Gäste, die jedoch Comebacker Philipp Reinhold im PSV-Tor nicht überwinden konnten. Reinhold kam nach seiner Handverletzung zu seinem ersten Einsatz nach zwei Monaten. „Er ist lautstark. Er dirigiert. Er strahlt einfach Sicherheit aus“, lobte Möller seinen Schlussmann. Von Ruhe war sonst wenig zu spüren. Beide Teams operierten mit rustikaler Klinge. Abstiegskampf in Reinkultur. Schiedsrichter Steffen Schulze (TSV Schlutup) verpasste es, die Akteure frühzeitig zu verwarnen. Hektik kam auf. Nickligkeiten blieben ungeahndet.

„Die Nerven lagen blank“, erklärte Möller, der immer wieder beruhigend auf seine Bank und seine Spieler einwirken musste. Der PSV wollte unbedingt den Deckel auf den Klassenerhalt setzen. Die Steilvorlage hat der TSV Schilksee mit seiner Spielabsage in Lübeck und dem damit verbundenen Drei-Punkte-Abzug geliefert. „Wir sind erneut mit einem blauen Auge davon gekommen. Das sollten wir nicht überstrapazieren“, erklärte Möller mit Blick auf die kommende Saison, für die jetzt die Planungen „finalisiert“ werden. Mit Timo Barendt, Jannik Braun, Maurice Knutzen (alle Holstein Kiel II), Fyn Claasen (SV Eichede), Bennet Rantzsch (VfR Neumünster) und Tom Steinmetz (TSV Wankendorf) wechselt ein Sextett an die Stettiner Straße. Doch damit muss noch nicht Schluss sein: Auf der Wunschliste steht auch noch ein Linksfuß. Heißer Kandidat: Nico Bruns von Eutin 08.

Die Suche nach einem Nachfolger für Co-Trainer Mamadou „Bernd“ Sabaly war nach Inormationen des KN Sportbuzzers indes bereits erfolgreich. Neuer Möller-Assistent soll der ehemalige PSV-Interimscoach Zbigniew „Lollo“ Ilski werden. Doch trotz aller Freude über die Planungssicherheit für die neue Saison verliert Möller nicht die Gegenwart aus den Augen: „Was in Schilksee passiert, ist kein gutes Signal für den Amateurfußball. Wir profitieren jetzt davon, hätten aber den Klassenerhalt gerne auf komplett sportlichem Wege erreicht und nicht, weil jemand nicht antritt.“

Torbuzzer: SC Weiche Flensburg vs. SV Drochtersen/Assel, PSV Neumünster vs. SV Frisia 03, TSB Flensburg vs. SC Weiche Flensburg II, Germania Egestorf-Langreder vs. Holstein Kiel II
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Neumünsters Dustin Christophersen (Zweiter von links) spitztelt Eichedes Tim Kathmann (rechts) das Leder vom Fuß. Cristian Peters (links) und Paul Sachse (verdeckt) beobachten den Zweikampf. Zur Galerie
Neumünsters Dustin Christophersen (Zweiter von links) spitztelt Eichedes Tim Kathmann (rechts) das Leder vom Fuß. Cristian Peters (links) und Paul Sachse (verdeckt) beobachten den Zweikampf. ©
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