16. Juni 2021 / 12:20 Uhr

PSV Neumünster zeigte eine "anständige Leistung gegen einen Regionalligisten"

PSV Neumünster zeigte eine "anständige Leistung gegen einen Regionalligisten"

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Voller Einsatz: PSV-Verteidiger Marvin Mohr (links) stoppt Phönix-Angreifer Haris Hyseni (rechts) mit einer eingesprungenen Grätsche.
Voller Einsatz: PSV-Verteidiger Marvin Mohr (links) stoppt Phönix-Angreifer Haris Hyseni (rechts) mit einer eingesprungenen Grätsche. © Jan-Phillip Wottge
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Der Fußball-Oberligist PSV Neumünster hat sein erstes Testspiel nach 234 Tagen Pause mit 3:4 gegen den 1. FC Phönix Lübeck verloren. Die Polizisten verspielten vor 121 Zuschauern an der Stettiner Straße bei nachlassenden Kräften eine 3:0-Führung.

„Wir wollten uns nicht abschlachten lassen. Bei zehn Gegentoren wäre es am Donnerstag in den Wald gegangen. Das haben die Jungs gut umschifft“, sagte PSV-Coach Sven Boy schmunzelnd nach dem ersten Praxistest. Die Anfangsphase gehörte den Gästen. Der PSV, bei dem mit Mika Jöhnck, Mats Melahn und Marvin Mohr drei Neuzugänge in der Startformation standen, benötigte knapp zehn Minuten, um sich an das hohe Spieltempo bei strahlendem Sonnenschein zu gewöhnen. Jöhnck und Melahn verdichteten gemeinsam mit Vincent Born das zentrale Mittelfeld und suchten bei Ballgewinn sofort den Pass in die Tiefe. Mit gnadenloser Effektivität nutzte die Boy-Elf die sich bietenden Chancen. Timo Barendt markierte per Flachschuss das 1:0 (12.), Tim Möller per Konter das 2:0 (17.), ehe Barendt per Abstauber das 3:0 (20.) nachlegte. Marc Barck (31.) und Jöhnck (32.) verpassten es, das Ergebnis in luftigere Höhen zu schrauben. Nachdem Phönix-Angreifer Haris Hyseni einen Foulelfmeter an den Pfosten (33.) gesetzt hatte, verkürzte er noch vor der Pause auf 1:3 (36.).

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Boy nutzte die Pause zur Personalrochade und brachte sechs frische Kräfte, gab aber gleichzeitig die funktionierende Grundordnung auf. Der Regionalligist aus Lübeck schlug eiskalt zurück und drehte das Spiel durch Treffer von Dustin Thiel (61.), Hyseni (69.) und Corvin Bock (74.) zu den eigenen Gunsten. Enttäuscht war PSV-Coach Boy jedoch keinesfalls: „Wir wussten, dass es nach den vielen Wechseln schwer wird. Das war nach den wenigen Trainingswochen eine anständige Leistung gegen einen Regionalligisten.“

PSV: Heuer (46. Wilhelmsen) – Braun (46. Kiala), Mohr, Vones – Born – Möller (46. Knutzen), Melahn, Jöhnck, Küffner (46. Drauschke) – Barck (46. Peters), Barendt (46. Pfennig).