10. November 2018 / 17:36 Uhr

Punkteteilung am Cottaweg: RB Leipzigs U19 verpasst Heimsieg gegen Bremen

Punkteteilung am Cottaweg: RB Leipzigs U19 verpasst Heimsieg gegen Bremen

Stephan Wille
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Julian Krahl bewahrte sein Team in der Schlussphase gegen Werder Bremen vor einer Niederlage
RB Leipzigs Julian Krahl bewahrte sein Team in der Schlussphase gegen Werder Bremen vor einer Niederlage © GEPA pictures
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RB Leipzig U19 kommt nicht über ein Unentschieden hinaus und trennt sich am Ende leistungsgerecht 1 zu 1 gegen den SV Werder Bremen. Mit dem Punktgewinn bleibt die U19 auf dem zweiten Tabellenplatz, punktgleich mit dem VfL Wolfsburg.

Leipzig. Am elften Spieltag empfingen die Roten Bullen die Nordlichter aus Bremen. Den Gästen gelang am Cottaweg in der A-Junioren Bundesliga noch kein Auswärtssieg. Die U19 ist außerdem das aktuell heimstärkste Team der Liga, so dass die Statistik und das Momentum eher gegen die Bremer spricht. Vor einer Woche triumphierte die U19 im Sachsen- Derby gegen Dynamo Dresden, festigte Rang Zwei und führt punktgleich mit dem FC St. Pauli die Tabelle an. Der Siegtreffer gegen Dynamo gelang der Blessin- Elf erst kurz vor Schluss durch den eingewechselten Naod Mekonnen.

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Der SV Werder kämpft seit Wochen um den Anschluss an die Tabellenspitze, kassierte aber letzte Woche einen herben Dämpfer und verlor im heimischen Rund gegen Hertha BSC Berlin mit 0:1. Um nicht in der frühen Phase der Saison zur Tabellenspitze federn zu lassen, stand die Mannschaft von Marco Grote schon ein wenig unter Druck, um aus Leipzig Punkte mitzunehmen.

RB begann erstmals in der Saison mit einer Dreier-Abwehrkette, um Kapitän Niclas Stierlin, Malik Talabidi und Frederik Jäkel. Beide Mannschaften starteten verhalten ins Spiel. Die erste Chance des Spiels ergab sich dann für die Jungbullen in der 12. Minute. Nach einer Ecke von Fabrice Hartmann kam Niklas Stierlin im Strafraum frei zum Abschluss. Seine Direktabnahme aus Nahdistanz ging allerdings ein gutes Stück über den Kasten.

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Frühe Leipziger Führung

Was Stierlin noch verpasste gelang Max Winter nach einer Viertelstunde.Tom Krauß spielte einen öffnenden Pass auf die rechte Seite zu Erik Majetschak, der sich gut durchsetzte und den freistehenden Winter im Strafraum bediente. Der Mittelfeldspieler fackelte nicht lange und schob aus 10 Metern zur frühen 1:0 Führung ins linke Eck ein. Den Norddeutschen fehlte in der kompletten ersten Halbzeit meist die Genauigkeit im letzten Drittel, so dass die Bremer wenig Torgefährlichkeit ausstrahlten. Die neu formierte RB-Defensive stand sehr stabil und ließ wenig zu. Aber auch die Jungs von Aleksander Blessin konnten sich nach der Führung keine weiteren Möglichkeiten erarbeiten. Mit einer knappen RB-Führung ging es somit zum Pausentee.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Bullen die große Chance auf 2:0 zu erhöhen. Torjäger Fabrice Hartmann dribbelte alleine auf Werders Schlussmann Philipp Jorganovic zu, aber aufgrund eines technischen Fehlers ließ er die Chance liegen und Jorganovic hatte leichtes Spiel.

Gästeausgleich nach einer Stunde

In der 60. Minute gab es große Aufregung im Strafraum der Bullen. Zunächst parierte RB-Schlussmann Julian Krahl einen Schuss von Luc Ihorst aus 12 Metern prächtig. Im Anschluss stürmte Krahl aus seinem Kasten und beim zweiten Klärungsversuch brachte er einen Werderaner zu Fall und Schiedsrichter Eric-Domenic Weisbach zeigte auf den Punkt. Fred Mc Mensah Quarshie ließ sich die Chance nicht nehmen und stellte auf 1:1.

Nach dem Ausgleichstreffer spielten beide Mannschaften mit offenem Visier und auf Sieg. In der Schlussphase wirkten die Gäste entschlossener und nach 72. Minute bewahrte Krahl seine Mannschaft vor dem Rückstand. Einen Seitfallzieher von Keanu Schneider kratzte er stark aus dem Eck. Der Lucky Punch gelang beiden Teams nicht mehr, so dass sie leistungsgerecht die Punkte teilten.

Ein etwas enttäuschter und nachdenklicher RB-Trainer - Aleksander Blessin nach dem Spiel: "Wir haben taktisch ein wenig umgestellt und uns mehr Stabilität vorgestellt. Werder hatte über 90. Minuten mehr Spielanteile. In der zweiten Halbzeit haben wir die 50:50 Zweikämpfe verloren und uns den Schneid abkaufen lassen. Unsere Körpersprache war nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten und am Ende war mehr als das Unentschieden nicht möglich."

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