25. Juli 2021 / 18:35 Uhr

Punktgewinn in Cottbus für den Underdog aus Luckenwalde

Punktgewinn in Cottbus für den Underdog aus Luckenwalde

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Leon Hellwig brachte den FSV 63 Luckenwalde in Cottbus in Führung.
Leon Hellwig brachte den FSV 63 Luckenwalde in Cottbus in Führung. © Frank Neßler
Anzeige

Regionalliga Nordost: Völlig verdient trennen sich am ersten Spieltag der neuen Regionalligasaison die Fußballer von Energie Cottbus und vom FSV 63 Luckenwalde 1:1-unentschieden.

Die Luckenwalder Regionalligafußballer sind mit einem 1:1-Unentschieden in die Saison gestartet. Der FSV 63 nahm am Sonntagnachmittag im Brandenburg-Derby des ersten Spieltages beim FC Energie Cottbus nach einer hart umkämpften Partie vor 4601 Zuschauern im Stadion der Freundschaft einen Punkt mit. Die Gäste waren durch Leon Hellwig (13.) in Führung gegangen. Wenige Minuten nach Wiederbeginn erzielte Erik Engelhardt (49.) den Ausgleich.

Anzeige

„Mein Puls ist noch ein bisschen hoch“, erklärte FSV-Präsident Dirk Heinze wenige Minuten nach dem Abpfiff in Cottbus, „aber den Punkt haben wir uns richtig verdient. Momentan sind wir alle relativ happy, aber es war auch nur ein erster Schritt, denn am Mittwochabend müssen wir gegen Eilenburg nachlegen.“

Mehr Fußball aus der Regionalliga Nordost

Die Luckenwalder machten dem gastgebenden Favoriten das Leben schwer. Zwar besaßen die Cottbuser in der Anfangsphase durch Maximilian Pronichev eine gute Möglichkeit zur frühen Führung, aber die Luckenwalder ließen anschließend nur noch sehr wenig zu. Die Gäste setzten aus ihrer verstärkten Abwehr heraus auf Konter. Steilpässe auf Dennis Rothenstein und Tim Göth fanden jedoch zu selten ihre Adressaten. Mehr und mehr befreiten sich die Luckenwalder vom Cottbuser Druck der Anfangsphase. Tim Göth kam zum ersten Abschluss des FSV 63 in dieser Regionalligasaison. Sein Distanzschuss ging in der 12. Spielminute jedoch noch weit am Energie-Tor vorbei.

Nur wenig später die Führung des FSV 63. Aus der eigenen Abwehr wurde der Ball schnell nach vorne gespielt. Göth, der in Cottbus speziell in der ersten Halbzeit einer der Besten in den Luckenwalder Reihen war, setzte sich auf der linken Seite durch. Er ließ sich auch von zwei Cottbusern nicht stoppen. Sein Rückpass kam zu Leon Hellwig (13.), der den Ball zur Luckenwalder Führung im Cottbuser Tor versenkte. Das 1:0 nahmen die Gäste auch mit in die Pause. Bis dahin war der Plan von FSV-Trainer Michael Braune aufgegangen. Vielbeinig unterbanden die Luckenwalder immer wieder die Angriffsbemühungen der Hausherren. Die Gäste selbst machten aus zwei Chancen ein Tor.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätten die Luckenwalder ihre Führung sogar noch ausbauen können. Nach der zweiten Ecke für die Hausherren ging es plötzlich sehr schnell in die andere Richtung. Göth marschierte mit dem Ball am Fuß fast über den gesamten Platz. Erst im Energie-Strafraum wurde der Luckenwalder vom Cottbuser-Keeper Toni Stahl gestoppt. Der Schlussmann blieb liegen, konnte aber wenig später weiterspielen.

In der Pause reagierte der Cottbuser Trainer Claus Dieter Wollitz. Er wechselte gleich drei frische Kräfte ein. Der Druck der Hausherren war zu Beginn der zweiten Halbzeit groß. Energie kam in dieser Phase auch zum Ausgleich. Erik Engelhardt (50.), einer der Eingewechselten, markierte das 1:1. „Dem Gegentreffer waren unserer Meinung nach ein Foul und ein Handspiel vorausgegangen“, schilderte FSV-Vorstandsmitglied Fred Krüger die Situation auf dem Spielfeld. Geahndet hat Schiedsrichter Jens Klemm jedoch nichts.


Nach etwa einer Stunde Spielzeit hatten die Luckenwalder auch diese Druckperiode des Favoriten überstanden. Das Spiel blieb offen. Energie rannte weiter an. Die Luckenwalder ließen sich aber von der Offensivpower der Hausherren nicht beeindrucken und setzten Nadelstiche. Till Plumpe hatte nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung in der 82. Minute sogar den Lucky Punch auf dem Fuß, doch sein Ball ging knapp am linken Pfosten vorbei.

In den Schlussminuten stand der zuvor insgesamt wenig geprüfte FSV-Schlussmann Andre Thoms nach einer Ecke nochmals im Mittelpunkt. Er bleibt Sieger gegen den vor ihm auftauchenden Shawn Kauter. Kurz vor dem Abpfiff sah der Luckenwalder Frederik Schmahl nach einem taktischen Foul noch die Ampelkarte. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung war er bereits verwarnt worden.