08. November 2021 / 15:26 Uhr

Pünktlich vor der langen Winterpause: So feiert Kreisligist Vorhop den ersten Saisonsieg

Pünktlich vor der langen Winterpause: So feiert Kreisligist Vorhop den ersten Saisonsieg

Florian Walter
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erfolg: Beim Wesendorfer SC gelang dem FSV Vorhop/Schönewörde um Sandro Kaprolat (M., hier gegen den SV Rühen) der erste Saisonsieg.
Erfolg: Beim Wesendorfer SC gelang dem FSV Vorhop/Schönewörde um Sandro Kaprolat (M., hier gegen den SV Rühen) der erste Saisonsieg. © Sebastian Preuß
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Endlich! Kurz vor der ewig langen Winterpause im Fußball-Kreis Gifhorn gelang dem FSV Vorhop/Schönewörde doch noch der erste Saisonsieg. Der einzige Wermutstropfen: Keeper Christian Graf hat sich in dem Spiel verletzt, könnte aber Glück im Unglück gehabt haben.

Fünf Spiele, fünf Niederlagen: Lange Zeit sah's für den FSV Vorhop/Schönewörde in der Fußball-Kreisliga Gifhorn A düster aus. Das änderte sich vor einer Woche, da gab’s beim 1:1 gegen den VfL Knesebeck den ersten Punkt zu feiern, am Sonntag kam mit dem 2:1 beim Wesendorfer SC sogar der erste Sieg hinzu - und das passenderweise im letzten Spiel vor der monatelangen Winterpause. „Der Blick auf die Spalte ganz rechts in der Tabelle, da, wo die Punkte stehen, ist jetzt etwas angenehmer“, freut sich FSV-Coach Arne Hoffart. Zwar halten die Vorhoper mit vier Zählern noch die Rote Laterne, der SV Osloß steht aber nur aufgrund des besseren Torverhältnisses davor. Das Einzige, was die gute Laune ein wenig trübt: Keeper Christian Graf hat sich beim Sieg verletzt - hatte aber wohl Glück im Unglück.

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Hoffart möchte nach ersten Dreier noch nicht von einem Aufwärtstrend sprechen: „Diesen Begriff finde ich nicht ganz passend", stattdessen nennt er es "einem versöhnlichen Abschluss der Hinrunde“. In Wesendorf boten beide Mannschaften keinen guten Fußball, den Druck, punkten zu müssen, habe man allen ansehen können. „Entscheidend waren die drei Punkte, sonst nichts“, so Hoffart. „Wir haben einfach diesen Knotenlöser gebraucht, der zumindest in Form des ersten Saisonsieges auch gekommen ist.“

Spielszenen aus der Kreisliga-Partie des Wesendorfer SC gegen die FSV Vorhop/Schönewörde. Zur Galerie
Spielszenen aus der Kreisliga-Partie des Wesendorfer SC gegen die FSV Vorhop/Schönewörde. © Foto:

Auf die nächsten drei Punkte muss der FSV mindestens fünfeinhalb Monate warten, erst am 24. April geht es beim SV Westerbeck weiter. Ein Problem? „Ich würde das nicht überbewerten wollen. Es gibt noch andere Faktoren, zum Beispiel könnte die Personalsituation anders aussehen als heute.“ Wie bei Torhüter Christian Graf, der gegen Wesendorf nach einem Zusammenprall ausgewechselt werden musste. Laut Hoffart habe Graf etwas an Augenhöhle, Nase und Zähnen abbekommen, zudem trug er eine Wunde am Kinn davon. Er sei aber wohl glimpflich davongekommen. "Es sah im ersten Moment heftig aus, es ist aber nichts Dramatisches passiert."


Der FSV-Trainer nimmt lieber positive Gedanken mit in den Winter: „Wichtig war, mit einem guten Gefühl in die lange Pause gehen zu können.“ Hoffart ist überzeugt, dass seine Mannschaft von der Qualität her mindestens einen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg hinter sich lassen kann. Das sieht auch Sandro Kaprolat, Außenstürmer des FSV und Torschütze zum 1:0-Führungstreffer gegen Wesendorf so: „Ich traue uns den Klassenerhalt auf jeden Fall zu.“ Warum fiel zu Saisonbeginn das Punkten so schwer? „Diesen Negativstrudel zu Beginn war das Team einfach nicht gewohnt. Wir waren vielleicht als Mannschaft nicht so eng zusammen wie in den letzten Jahren. Dann stellt sich durch die Misserfolge auch irgendwann Unzufriedenheit ein.“

Es klingt paradox, aber laut Kaprolat habe die 0:7-Klatsche gegen Spitzenreiter SV Rühen vor sechs Wochen die Wende eingeleitet. „Danach gab es eine längere Aussprache, das hat geholfen. Es fühlt sich jetzt wieder an wie in einer Familie, wir ziehen alle an einem Strang, so wie in den Jahren zuvor."