21. September 2019 / 12:31 Uhr

Pure Handball-Freude: Recken gehen selbstbewusst ins Duell mit dem Meister

Pure Handball-Freude: Recken gehen selbstbewusst ins Duell mit dem Meister

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Großer Jubel bei den Recken-Spielern.
Großer Jubel bei den Recken-Spielern. © imago images/wolf-sportfoto
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Sechs Spiele, sechs Siege: Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf haben einen glanzvollen Start in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Am kommenden Donnerstag (19 Uhr) können die Recken ihre Serie ausbauen. Zu Gast in der Tui-Arena ist Meister Flensburg.

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Erfolge machen mutig. 12:0 Punkte haben die Handball-Recken auf dem Konto. Damit ist der TSV Hannover-Burgdorf nicht nur der beste Start in elf Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit gelungen, sie wird auch nach dem Abschluss des sechsten Spieltags alleiniger Spitzenreiter mit mindestens zwei Punkten Vorsprung bleiben.

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"Wir sollten den Erfolg nicht kleinreden"

Der Sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen will dabei die Gnade des Spielplans – unter den ersten sechs Recken-Kontrahenten befand sich kein Topteam – nicht allein gelten lassen. „Wir sollten den Erfolg nicht kleinreden“, sagte der 34-Jährige. „Wir hatten drei schwere Auswärtsspiele zu bestreiten.“ Das gilt für die Partien in Göppingen (27:24) und am Donnerstag in Stuttgart (28:23). Im Vorjahr brachten die Hannoveraner von diesen Gastspielen in Schwaben keinen Punkt mit.

Das sind die nächsten Spiele der TSV Hannover-Burgdorf in der Bundesliga-Saison 2019/20

<b>28. Spieltag:</b> SG Flensburg-Handewitt (A), Donnerstag, 19. März 2020, 19 Uhr Zur Galerie
28. Spieltag: SG Flensburg-Handewitt (A), Donnerstag, 19. März 2020, 19 Uhr ©

Nachlässigkeiten in der Offensive

Die Recken-Führung übersah aber auch nicht, dass der Auftritt des Teams in Stuttgart nicht immer mit der glanzvollen Tabellensituation übereinstimmte. Die hannoverschen Profis kamen zäh ins Spiel und leisteten sich einige Nachlässigkeiten vor allem in der Offensive.

Recken hatten in Stuttgart "nicht das beste Spiel"

„Es war nicht unser bestes Spiel“, sagte Christophersen. „Ich hatte aber auch nie das Gefühl, dass wir in die Gefahr kommen, Punkte zu verlieren.“ Die Einschätzung des Sportlichen Leiters stützten ein energischer Zwischenspurt seiner Recken vor der Pause vom 12:9 zum 15:9 und die Nervenstärke der Torhüter. Domenico Ebner entnervte mit 62 Prozent gehaltener Würfe die Stuttgarter in der Startphase.

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Die Handball-Bundesligamannschaft des TSV Hannover-Burgdorf. Zur Galerie
Die Handball-Bundesligamannschaft des TSV Hannover-Burgdorf. ©

Und als sich die Schwaben in der Schlussphase noch einmal auf 22:24 herangekämpft hatten, schlug die Stunde von Urban Lesjak zwischen den Pfosten. Der Slowene rettete zweimal bravourös gegen freistehende Spieler des Gastgebers. Im Feld setzten Kapitän Fabian Böhm mit acht Toren und viel Einsatzfreude sowie Ivan Martinovic (sechs Treffer) dieses Mal Akzente. „Es macht viel Spaß im Training und im Spiel“, sagte Böhm. „Jeder ist sofort da und weiß, was er zu tun hat.“

"Die Spieler haben Selbstvertrauen getankt"

Zunächst aber haben die Recken ein handballfreies Wochenende. Am Montag beginnt die Vorbereitung auf das Heimduell mit der SG Flensburg (Donnerstag, 19 Uhr). Und die TSV sieht sich im Duell mit dem Meister nicht als Underdog. „Die Spieler haben Selbstvertrauen getankt“, sagte Christophersen und hofft, dass der Startrekord seines Teams die hannoverschen Handball-Fans in der Tui-Arena lockt. „Wir wollen an die bisherigen drei Heimspielfeste in der Swiss-Life-Hall anknüpfen“, sagte Christophersen.