15. Februar 2020 / 21:14 Uhr

"Das war scheiße": Pyro-Ärger in Berlin macht Leverkusen-Trainer Peter Bosz wütend

"Das war scheiße": Pyro-Ärger in Berlin macht Leverkusen-Trainer Peter Bosz wütend

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei der Bundesliga-Partie zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen sorgte der Einsatz von Pyrotechnik im Gästeblock für Ärger - vor allem bei Bayer-Trainer Peter Bosz.
Bei der Bundesliga-Partie zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen sorgte der Einsatz von Pyrotechnik im Gästeblock für Ärger - vor allem bei Bayer-Trainer Peter Bosz. © imago images/Eibner/Beautiful Sports
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Beim Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen sorgte das Abbrennen von Pyrotechnik im Gästeblock am Samstag mehrfach für Spielunterbrechungen. Trainer Peter Bosz und seine Spieler kritisierten die Fan-Aktionen scharf.

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In diesem Spiel war im wahrsten Sinne des Wortes Feuer drin: Bayer Leverkusen setzte sich in einem turbulenten Spiel bei Union Berlin durch einen Last-Minute-Treffer von Karim Bellarabi (90+4) mit 3:2 durch. Trotz eines packenden Duells auf dem Rasen der Alten Försterei wurde das sportliche Kräftemessen in weiten Teilen der zweiten Spielhälfte zur Nebensache degradiert. Denn auf den Rängen sorgten Leverkusens Fans für Ärger. Mehrfach wurde im Gästeblock Pyrotechnik abgebrannt und sogar Raketen in Richtung des Spielfeldes abgefeuert. Schiedsrichter Harm Osmers schickte beide Teams zwischenzeitlich knapp drei Minuten vom Rasen, die Begegnung war gleich mehrere Male unterbrochen.

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Spieler und Trainer verurteilen Pyro-Aktionen

Leverkusen-Trainer Peter Bosz konnte den Pyro-Aktionen der Fans nichts abgewinnen. "Das war scheiße, dass das Spiel unterbrochen wird", klagte der 56-Jährige nach der Partie bei Sky. Auch seine Schützlinge kritisierten die eigenen Anhänger scharf. "Das ist auch für mich etwas enttäuschend, das muss ich ganz ehrlich sagen", sagte Lars Bender. Angreifer Kevin Volland pflichtete seinem Kapitän bei. "Wenn es einmal passiert - okay", so der 27-Jährige. "Aber wenn dann der Kapitän dort hingeht und sagt: 'Es schadet allen, auch unserem Spielfluss', und sie machen immer weiter und immer weiter und immer weiter - das ist natürlich Quatsch", echauffierte sich Volland weiter.

In Bildern: 50 ehemalige Spieler von Union Berlin – und was aus ihnen wurde.

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Klickt Euch durch die Galerie der 50 ehemaligen Spieler von Union Berlin. ©
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HSV stellte erfolgreichen Pyro-Antrag

Erst am vergangenen Samstag durfte der Hamburger SV im Heimspiel gegen den Karlsruher SC im Rahmen einer kontrollierten Aktion Pyro-Technik abbrennen. Dies hatten die entsprechenden Behörden in Hamburg sowie die DFB-Komission "Prävention & Sicherheit & Fußballkultur" zuvor genehmigt. Zehn HSV-Fans war es unter der Aufsicht einer Fachfirma und zahlreicher Ordner gestattet, im geschützten Bereich zwischen der Nordtribüne und dem Tor zehn Rauchtöpfe zu zünden. Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle und stellte ein Novum im deutschen Profi-Fußball dar. Laut Vereinsangaben hätten sich bei einer anschließenden Umfrage 89 Prozent der Fans für erneute Antragsstellungen auf das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik ausgesprochen.

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