05. Februar 2020 / 15:21 Uhr

Legale Pyro-Aktion beim HSV: Fan-Vertreter ist skeptisch - "Überraschungsmoment fehlt"

Legale Pyro-Aktion beim HSV: Fan-Vertreter ist skeptisch - "Überraschungsmoment fehlt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Im Spiel gegen den Karlsruher SC dürfen die Fans des Hamburger SV dank einer Ausnahmegenehmigung des DFB zehn Rauchtöpfe abbrennen.
Im Spiel gegen den Karlsruher SC dürfen die Fans des Hamburger SV dank einer Ausnahmegenehmigung des DFB zehn Rauchtöpfe abbrennen. © imago images/Philipp Szyza
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Sig Zelt vom Bündnis "Pro Fans" ist skeptisch wegen der vom DFB genehmigten Pyro-Aktion beim Spiel des Hamburger SV gegen den Karlsruher SC. Er vermisst das "Überraschungsmoment" und befürchtet, dass der Verband ein "Alibi" suche.

Sig Zelt vom Bündnis ProFans steht der vom Deutschen Fußball-Bund genehmigten Pyro-Aktion beim Hamburger SV an diesem Samstag skeptisch gegenüber. „Ich glaube nicht, dass das das Gelbe vom Ei ist“, sagte Zelt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. „Es würde mich wundern, wenn das der Schlüssel wäre, den Frieden mit den aktiven Fans herzustellen und alle glücklich zu machen. Das ist eine sehr kontrollierte Sache, der jegliches Überraschungsmoment fehlt.“ Vor dem Zweitligaspiel gegen den Karlsruher SC darf der HSV einmalig zehn Rauchtöpfe außerhalb des Zuschauerbereichs kontrolliert abbrennen.

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ProFans-Vertreter befürchtet "Alibi" durch den DFB

Grundsätzlich negativ sieht Zelt die Aktion nicht. „Ich kann es natürlich niemandem verübeln, wenn er solch einen Test macht“, sagte er und plädierte für eine unvoreingenommene Bewertung der Geschehnisse. „Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass das als Alibi hergenommen wird. Dass dann hinterher gesagt wird: Wir haben uns jetzt soweit herausgelehnt und so etwas ermöglicht und jetzt seid ihr immer noch nicht zufrieden. Das wäre schade“, sagte Zelt. „Man muss es dann daran messen, wie es von den Fans und der aktiven Fanszene aufgenommen wird.“

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Der DFB hatte den Hamburgern für das Abbrennen der Rauchtöpfe eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Deren Modalitäten sehen unter anderem vor, dass die Aktion durchgehend von einem Pyrotechniker überwacht wird und die beteiligten zehn Fans vorab unterwiesen werden. KSC-Präsident Ingo Wellenreuther, dessen Sohn Timon als Torwart beim niederländischen Erstligisten Willem II Tilburg spielt, hatte zudem für die Zukunft ein kontrolliertes Feuerwerk vor den Partien angeregt, wie es in den Niederlanden unter anderem beim FC Utrecht üblich sei.

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