07. Juni 2019 / 16:45 Uhr

Pyrotechnik in der Saison 2018/19: HSV führt Strafen-Tabelle mit großem Abstand an

Pyrotechnik in der Saison 2018/19: HSV führt Strafen-Tabelle mit großem Abstand an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB hat den Hamburger SV nach dem massiven Einsatz von Pyrotechnik zur Kasse gebeten. 
Der DFB hat den Hamburger SV nach dem massiven Einsatz von Pyrotechnik zur Kasse gebeten.  © imago images / Montage
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Ein Titel, auf den man nicht unbedingt stolz sein kann. Von den deutschen Erstligisten musste Fortuna Düsseldorf in der abgelaufenen wegen Pyro-Vergehen der Fans am meisten Strafe bezahlen - für Zweitligist HSV wurde das Gezündel seiner Anhänger sogar noch teurer. Die Hamburger führen das Gesamtranking an.

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Diese Strafe tut dem Hamburger SV besonders weh! Nach dem massiven Einsatz von Pyrotechnik in der abgelaufenen Saison 2018/19, haben der DFB und die DFL Strafen für das Abbrennen und Werfen der verbotenen Feuerwerkskörper verhängt. Insgesamt hat der Deutsche Fußball-Bund für die Bundesligisten, die Zweit- und die Drittligisten mehr als zwei Millionen Euro an Sanktionen für die verbotenen Handlungen ausgesprochen. In der Pyro-Tabelle der deutschen Vereine aus den drei Top-Ligen steht der HSV mit Abstand an erster Stelle.

Vom HSV bis zur SGE: Diese zehn Teams mussten im Pyro-Ranking der drei deutschen Profi-Ligen am meisten Strafe zahlen

Der BVB, der FC St. Pauli und der Hamburger SV sind unter den zehn Teams, die aus den drei deutschen Profi-Ligen am meisten Strafe wegen Pyrotechnik zahlen mussten. Hier seht Ihr, wie viel die Klubs blechen mussten! Zur Galerie
Der BVB, der FC St. Pauli und der Hamburger SV sind unter den zehn Teams, die aus den drei deutschen Profi-Ligen am meisten Strafe wegen Pyrotechnik zahlen mussten. Hier seht Ihr, wie viel die Klubs blechen mussten! ©
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Insgesamt 289.350 Euro mussten die Hamburger in der vergangenen Spielzeit bezahlen - und liegen damit knapp 130.000 Euro vor dem Zweitplatzierten Fortuna Düsseldorf. Das berichtet RP Online. Allein 150.000 Euro von der Gesamtstrafe musste der Bundesliga-Absteiger HSV nach dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli zahlen. Bei dem Duell war mehrfach Pyrotechnik eingesetzt worden, das Spiel musste zwischenzeitlich sogar unterbrochen werden und stand kurz vor dem Abbruch.

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Strafenkatalog vom DFB genau geregelt

Für solche Fälle ist ein genauer Stafenkatalog vorgesehen, der an die drei deutschen Profi-Ligen angepasst wird. Das einfache Abbrennen von Feuerwerkskörpern kostet demnach in der ersten Liga 1.000 Euro pro Gegenstand - Zweitligisten zahlen für das gleiche Vergehen 600 Euro und in der 3. Liga kostet es 350 Euro. Sobald ein pyrotechnischer Gegenstand die Ränge verlässt und etwa auf das Spielfeld oder gar auf gegnerische Anhänger geworfen wird kostet es schon 3.000, 1.500 oder 750 Euro.

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Oliver Kahn: In nur einem Spiel leistete sich Oliver Kahn 1999 gleich zwei Ausraster. Beim 2:2 gegen den BVB fiel er nicht nur aufgrund seines Kung-fu-Tritts in Richtung von Stephane Chapuisat negativ auf, sondern auch mit einem Biss gegen Heiko Herrlich. Zwar gab der heutige Leverkusen-Trainer später zu, den FCB-Keeper auf Empfehlung von Jürgen Kohler provoziert zu haben, doch mit Kahns Ohr-Knabberei war wirklich nicht zu rechnen. ©

Bei einer Spielunterbrechung gibt es eine Sonderregelung - bei diesen Fällen wird mit Prozenten gerechnet. Wird eine Partie bis zu eine Minute lang unterbrochen, kommen 20 Prozent des Strafgeldes obendrauf. Alles ab einer Minute kostet 50 Prozent der Summe und sollte es länger als fünf Minuten dauern, kommt ein Aufschlag von 100 Prozent dazu.

Betroffener Verein kann Strafzahlung in eigene Sicherheit stecken

Wenn sich die Anhänger eines Vereins immer wieder daneben benehmen, kann das DFB-Sportgericht auch höhere Strafen aussprechen. In der abgelaufenen Saison war das auch beim HSV der Fall, nachdem die Anhänger immer wieder groß angelegte Pyro-Aktionen durchführten. Bei besonders hohen Strafen gestattet der DFB allerdings, dass der Verein einen Teil der Zahlungen in das eigene Sicherheitskonzept stecken kann.

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