06. Januar 2020 / 09:47 Uhr

Qualität setzt sich durch : Hansa Wittstock gewinnt Derby-Cup (mit Galerie)

Qualität setzt sich durch : Hansa Wittstock gewinnt Derby-Cup (mit Galerie)

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansa Wittstock I gewinnt den Derby-Cup mit drei Punkten Vorsprung vor dem Pritzwalker FHV.
Hansa Wittstock I gewinnt den Derby-Cup mit drei Punkten Vorsprung vor dem Pritzwalker FHV. © Dirk Becker
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Hallenfußball: Vor sieben Mannschaften setzt sich das klassenhöchste Team durch. Der Pritzwalker FHV kommt auf dem zweiten Platz ein.

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22 Uhr, Stadthalle Wittstock, die Entscheidung. Beim Derby-Cup von Hansa Wittstock stehen sich die beiden stärksten Mannschaften des Turniers gegenüber. Wer hier gewinnt, gewinnt das Preisgeld von 130 Euro für den ersten Platz. Da ist sich Wolfgang Trapp sicher. Der Mann am Mikrofon ist natürlich für sein Hansa-Team, draußen auf dem Platz in der Landesliga Nord tätig, gegen die Mannschaft vom Pritzwalker FHV, in der Landesklasse-West unterwegs.

Beide Teams gingen höchst motiviert ans Werk, wobei Hansa den ersten Treffer durch Alexander Holz markierte. Ein Klassenunterschied fiel den rund 200 Zuschauern auf der Tribüne nicht gleich auf, Mathias Altenburg konnte für den FHV 03 ausgleichen, bevor Tommy Hordan aus der Distanz den alten Abstand wieder herstellte und Kevin Berlin mit einem Billardtor – Pfosten, Torwartrücken – die 3:1-Führung erzielte. Trapps Stimme überschlug sich hörbar vor Freude, die allerdings gleich durch einen erneuten Treffer des Gegners einen Dämpfer bekam. Pritzwalk kämpfte. Aber da waren Berlin mit einer Granate zum 4:2, ein erneuter Treffer von Holz zum 5:3 und ein wunderbares Tor zum 6:3. Den Ball netzte Hordan aus Nahdistanz ein, nachdem der Wittstocker Stürmer und Kevin Berlin mit dem Gegner durch drei Doppelpässe Katz und Maus gespielt hatte. Zauberfußball, jubilierte nicht nur Wolfgang Trapp.

In Bildern: Hansa Wittstock gewinnt den Derby-Cup.

Hansa Wittstock I zeigte sich mit seinen Landesliga-Spielern in bester Fußball-Laune beim eigenen Derby-Cup in der Stadthalle. Zur Galerie
Hansa Wittstock I zeigte sich mit seinen Landesliga-Spielern in bester Fußball-Laune beim eigenen Derby-Cup in der Stadthalle. © Dirk Becker

Da war eine Qualität im Derby, wie es sich der Co-Trainer der Wittstocker Landesliga-Mannschaft mehr gewünscht hätte. „Vier Mannschaften hatten nicht das Niveau.“ Der SV Sukow aus der Kreisliga Westmecklenburg (aktuell 5. Platz) war zumindest von seinen Fans her spitze, die mit kleinem Megafon und Trommel im Bus mit angereist waren und ihrer Mannschaft lautstark Antrieb verschaffen wollten. Am Ende sprang für die Freunde der Hanseaten – „wir haben schon länger Kontakt mit Sukow“, so Trapp – ein sechster Platz von den acht Mannschaften heraus.

Zwei Teams, die eingeladen wurden, BSV Zaatzke und FSV Heiligengrabe, hatten abgesagt, was bei den Organisatoren auf wenig Gegenliebe stieß. „Aber was solls“, so Trapp, „man muss das nehmen, wie es ist.“ Auch, dass der Fußball-Nachbar im Ort, Stahl, nur eine A-Junioren-Mannschaft schickte, die am Ende chancenlos mit einem Punkt den letzten Platz belegte, sollte so nicht im Sinne des Erfinders sein. „Das war ein Männerturnier.“

Aktuelles aus der Halle

Der MTV Freyenstein (Kreisliga West) landete auf Platz fünf, bemühte sich redlich und machte im Spiel gegen Sukow mit dem schnellsten Tor des Turniers von sich reden. Nach zwei Sekunden stand es bereits 1:0 nach einem platzierten Distanzschuss vom Mittelkreis nach dem Anstoß der Partie. Mathias Eckard hatte beherzt abgezogen. Auch in diesem Spiel wurde deutlich, was Trapp mit fehlender Qualität meinte. Die Teams gingen mehr mit der Brechstange zur Sache als fußballerische Lösungen zu finden.

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Diese Hallenturniere finden im Winter 2019/20 in Brandenburg statt. ©

Eine feinere Klinge schlugen die Spieler von Nakkel II, einer zusammengesetzten Mannschaft, in der unter anderem Spieler vom MSV Neuruppin II auftraten. Platz drei am Ende die Belohnung für schönen Hallenfußball. „Alle waren sehr bemüht“, so Wolfgang Trapp. „Im Rahmen ihrer Möglichkeiten halt.“ Bis 1 Uhr ging der Budenzauber, da ehrte Trapp die Sieger-Mannschaften und den besten Torschützen, der mit Marvin Jahnke (9) bei Hansa II spielte.

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