25. November 2018 / 11:03 Uhr

Qualitätsverlust im Mittelfeld: RB Leipzig steht vor einer schweren Woche

Qualitätsverlust im Mittelfeld: RB Leipzig steht vor einer schweren Woche

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
24.11.2018, Niedersachsen, Wolfsburg: Fußball: Bundesliga, 12. Spieltag: VfL Wolfsburg - RB Leipzig in der Volkswagen-Arena. Leipzigs Lukas Klostermann (l-r), Stefan Ilsanker und Ibrahima Konate stehen nach dem Spiel auf dem Rasen. Foto: Peter Steffen/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Die Erfolgsserie von RB Leipzig ist gerissen. Gegen den VfL Wolfburg kassieren die Roten Bullen eine 0:1-Niederlage. © dpa
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Die personellen Ausfälle konnte RB Leipzig in Wolfsburg nicht kompensieren, beim Gegentor verfielen die Leipziger in alte Muster. Die Niederlage kam für das Rangnick-Team vor den Partien gegen Salzburg und Gladbach zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.

Leipzig. Ausgerechnet vor dem wichtigen und prestigeträchtigen Dosenduell in Salzburg ist der Höhenflug vorbei. RB Leipzig kassierte beim 0:1 am Samstag in Wolfsburg die zweite Bundesligapleite der Saison. Das „wirft uns nicht um“, sagte Kapitän Willi Orban, doch die Niederlage verdeutlichte erneut, wie wenig offensive Alternativen die Mannschaft im Mittelfeld besitzt.

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VfL Wolfsburg - RB Leipzig (1:0) ©

„Man hat schon gemerkt, dass uns ein paar Spieler gefehlt haben und wir ein bisschen Qualitätsverlust hatten im Mittelfeld. Wir haben Bälle sehr schnell verloren“, meinte Abwehrchef Orban. Sein Trainer Ralf Rangnick sah das ähnlich: „Ab dem Moment, wo wir in Rückstand waren, war es mir klar, dass es schwer wird, mit dem Personal dass wir heute zur Verfügung hatten, das Spiel nochmal zu drehen. Auch neben den Ausfällen die wir zu beklagen hatten, waren zu viele Spieler auf dem Platz, die nicht ihre Normalform erreicht haben.“

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(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: In der ersten Halbzeit mit Gymnastik beschäftigt, in der zweiten ähnliches Bild. Note 2 ©

Ohne Kevin Kampl, Marcel Sabitzer und Emil Forsberg fehlte den Leipzigern zwischen Abwehr und Angriff die Kreativität und Unberechenbarkeit im Spiel nach vorn. Ob sich die Baustelle bis zur Europa-League-Partie am Donnerstag in Salzburg schließen lässt? „Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, wäre reine Spekulation“, meinte der RB-Coach am Samstagabend.

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Keeper Peter Gulacsi, der in Wolfsburg nach fünf Bundesligapartien mit weißer Weste das erste Mal wieder einen Ball aus dem eigenen Netz holen musste, ärgerte vor allem die Art und Weise des Gegentreffers. „Es geht nicht darum, dass wir ein Tor kassiert haben, sondern wie. Das war nach einem eigenen Eckball. Das haben wir in letzter Zeit viel besser gemacht, wacher verteidigt. So ein Tor darf einer Spitzenmannschaft nicht passieren. Das muss ein Weckruf sein.“

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Diego Demme (RB Leipzig): „Wolfsburg hat das heute gut gemacht. Sie haben uns laufen lassen und das Spiel breit gemacht. Im Großen und Ganzen hat uns der Spirit und die Spritzigkeit gefehlt, die uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Zur Galerie
Diego Demme (RB Leipzig): „Wolfsburg hat das heute gut gemacht. Sie haben uns laufen lassen und das Spiel breit gemacht. Im Großen und Ganzen hat uns der Spirit und die Spritzigkeit gefehlt, die uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat." ©

Immerhin geht es für die Leipziger in den kommenden sieben Tagen um nicht weniger, als das Überwintern in der Europa League in Salzburg sowie den Anschluss an die Spitzengruppe in der Bundesliga zu Hause gegen Gladbach.

Egal welches Personal Rangnick dann zur Verfügung steht, um die 2:3-Schmach aus dem Hinspiel vor zweieinhalb Monaten am Donnerstag in Österreich wieder gut zu machen, ist vor allem das gefragt, was Diego Demme bei seiner Mannschaft in Wolfsburg vermisst hat: „Insgesamt hat uns etwas der Spirit gefehlt, der uns in den letzten Wochen so stark gemacht hat – das kompakte Verteidigen und die Spritzigkeit."