13. Januar 2022 / 17:36 Uhr

Quarantäne-Probleme: MTV nicht optimal vorbereitet

Quarantäne-Probleme: MTV nicht optimal vorbereitet

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Gerrit Büüs (am Ball) und Co. gehen als Außenseiter in das Spiel gegen Warberg/Lelm.
Gerrit Büüs (am Ball) und Co. gehen als Außenseiter in das Spiel gegen Warberg/Lelm. © Isabell Massel
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Die Personallage beim MTV Groß Lafferde ist nicht optimal. Fünf Spieler des Handball-Verbandsligisten waren zuletzt in Quarantäne, das Training konnte nur mit Spielern aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend aufrecht gehalten werden. Zu Gast ist nun der HSV Warberg/Lelm.

Über die Aufhebung der coronabedingten Zwangspause können sich Groß Lafferdes Verbandsliga-Handballer, die beim Neustart den HSV Warberg/Lelm empfangen, überhaupt nicht freuen. „Es ergibt keinen Sinn, in den geregelten Spielbetrieb überzugehen, da es allen empfohlenen Kontakt-Reduzierungen entgegensteht. Man hat den Eindruck, dass die Verbands-Verantwortlichen die Saison unbedingt durchziehen wollen“, spricht MTV-Abteilungsleiter Steffen Slabon deutliche Worte. In der Vorbereitung auf die kommende Aufgabe wurde seine Mannschaft zudem durch mehrere Quarantäne-Fälle gebeutelt.

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MTV Groß Lafferde – HSV Warberg/Lelm (Samstag, 19 Uhr). „Der HSV geht als klarer Favorit ins Spiel, unser Gegner steht nicht zu Unrecht auf dem dritten Tabellenplatz“, verweist Slabon darauf, dass die Warberger zwei Minuspunkte weniger als der MTV auf dem Konto stehen haben. Warberg sei ein über viele Jahre eingespieltes Team, das mit einem robusten und variablen Defensivverhalten überzeugt. Das Angriffsspiel sei von Jonas, Erik und Tim Gronde geprägt, die allesamt sehr torgefährlich seien. Hinzu kämen mit Felix Schmidt und Felix Liebing zwei wurfgewaltige Rückraumakteure.

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Seine Mannschaft hat nach dem letzten Punktspiel-Auftritt am 27. November 2021 gegen Anderten mit Ausnahme der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr durchtrainiert. Doch die vergangenen beiden Wochen hatten mit geregeltem Trainingsbetrieb wenig zu tun. „Bei uns standen fünf Spieler unter Quarantäne. Nur durch Unterstützung der 2. Herren und der A-Jugend war Training möglich“, stöhnt Slabon. Mehr noch: Die wegen ihrer Quarantäne ausgefallenen Spieler konnten bisher nur beim Abschluss-Training dabei sein. „Sie werden also nach zweiwöchiger Zwangspause ins kalte Wasser geworfen.“


Unter den gegebenen Vorzeichen könne man daher ohne Druck auflaufen. „Wir wollen die Partie solange wie möglich offen halten. Vielleicht ist eine Überraschung möglich“, erläutert Slabon, der darauf verweist, dass für Zuschauer die 2G-plus-Regel unter Vorlage eines tagesaktuellen negativen Tests gilt. Zudem müsse über die gesamte Zeit des Aufenthaltes in der Sporthalle am Lafferder Busch eine FFP2-Maske getragen werden.

HVN führt allgemeine Testpflicht ein

Eine allgemeine Testpflicht hatte der MTV Groß Lafferde in seiner Sporthalle für die Zuschauer und Sportler bereits Anfang der Woche festgelegt – nun hat auch der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) für die Ober-, Verbands- und Landesliga nachgezogen. „Damit gehen wir einen Schritt weiter als es die aktuelle Corona-Schutzverordnung für unsere Sportart vorsieht und wollen so ein zusätzliches Maß an Sicherheit gewährleisten“, erklärt Jens Schoof, HVN-Vizepräsident im Bereich Spieltechnik.

Die Testpflicht gilt auch für Spieler, Offizielle und Zuschauer, die bereits eine Auffrischungsimpfung („Booster“) erhalten haben oder einen Genesenennachweis nach der vollständigen Schutzimpfung („Impfdurchbruch“) vorweisen können. Gültig sind PCR-Tests (nicht älter als 48 Stunden), PoC-Antigen-Tests (nicht älter als 24 Stunden) und Selbsttests unter Aufsicht des gastgebenden Vereins.

Auch Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) erhalten nur dann Zutritt zur Halle, wenn sie einen negativen Test vorlegen können. Von der Anwendung der 2G-Regel sind sie weiterhin ausgenommen.