04. Juni 2020 / 13:55 Uhr

Quotientenregel in der Stadtliga: LSV Südwest will und darf in die Landesklasse

Quotientenregel in der Stadtliga: LSV Südwest will und darf in die Landesklasse

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Trainerwechsel beim TSV Schildau.
Noch können die Kicker in Leipzig die Füße hochlegen. © Archivbild
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Nach dem Landesverband regelt nun auch der Fußballverband der Stadt Leipzig das weitere Vorgehen in seinen Ligen. Für die höchste Klasse der Messestadt suchen die Verantwortlichen nach einem alternativen Modus.

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Leipzig. So wie im Fußball auf Landesebene will der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) verfahren. Nach der wegen der Corona-Pandemie vorzeitig beendeten Saison muss keiner absteigen und die Aufsteiger werden nach der so genannten Quotientenregel ermittelt. Damit darf aus der Stadtlliga Leipzig der LSV Südwest zur Landesklasse aufsteigen und will das auch. Eigentlich liegt die Mannschaft von Trainer Alexander Röhling einen Punkt hinter Chemie II auf Rang zwei. Doch der LSV hat erst 17, die Chemie-Reserve 18 Partien ausgetragen, wodurch der LSV-Quote von 2,11 (Punkte pro Spiel) besser als die der Grün-Weißen (2,05) ist.

Aus der Stadtklasse dürften drei Teams in die Stadtliga aufsteigen, doch nur die zweiten Mannschaften von Blau-Weiß und der SG Taucha wollen hoch, während der Knautkleeberger SC als Tabellendritter seinen Verzicht erklärt hat. Somit würde die Stadtliga mit 18 Teams in die neue Saison starten, am ersten September-Wochenende soll es losgehen. Doch wie der Sächsische Fußball-Verband hat auch der FVSL seine Frist für die Erklärung zur Aufstiegsabsicht bis zum 15. Juni verlängert. Während in der Stadtliga diesbezüglich dennoch schon alles klar scheint, kann darunter in Stadtklasse und Kreisklassen noch manches passieren. Deshalb will der Stadtverband noch bis zum 15. Juli warten, ehe er sich auf einen Spielmodus festlegt. Bis dahin haben die Vereine Zeit, den Meldebogen für die neue Saison auszufüllen. „Es kann ja sein, dass einer zurückzieht“, erklärt Jörg Loeber als Vorsitzender des FVSL-Spielausschusses. „Zum Beispiel erwägt Eintracht Süd eine Kooperation mit Kickers und könnte zur Zweiten der Markkleeberger werden. Wir wissen also noch nicht, ob wir wirklich 18 Stadtligisten haben.“ Und erst, wenn man das wisse, werde man über den Modus für die neue Saison entscheiden.

Pokalwettbewerb wird beendet

Mit 18 oder 17 Teams wären 34 Spieltage nötig. „Das ist ein bisschen viel und der Starttermin dafür zu spät, weshalb wir über mögliche Varianten nachdenken“, erläutert Loeber. „Zum Beispiel könnten wir die Hinrunde spielen und dann in Auf- und Abstiegsrunde aufteilen. Nur die Punkte aus den Spielen gegen die Vereine, auf die dann jeder in seiner entsprechenden Runde trifft, würden mitgenommen.“ Falls aber gar nur 16 oder weniger Vereine für die Stadtliga melden, würde man ganz normal mit Hin- und Rückrunde spielen wie bisher.

Der im Viertelfinale steckengebliebene Pokalwettbewerb wird beendet. Gemäß Ausführungsbestimmungen wird das höchstplatziert vertretene Team für den Sachsenpokal gemeldet. Das ist als Stadtliga-Dritter der SV Panitzsch/Borsdorf, der LSV darf schon aufsteigen und Chemie als zweite Mannschaft nicht im gleichen Wettbewerb wie die eigene Erste starten.